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GRABS: Zuerst Müller, dann Musiker

Seine Weiterbildung ist abgeschlossen, und die lädierten Finger sind verheilt: Der 19-jährige Christian Vetsch kann nun wieder mehr Zeit für seine Musikkarriere aufwenden. Seinem Beruf bleibt er aber treu.
Heini Schwendener
Zwischen seinen Abschlussprüfungen fand Christian Vetsch Zeit für einen Besuch in der W&O-Redaktion. (Bild: Heini Schwendener)

Zwischen seinen Abschlussprüfungen fand Christian Vetsch Zeit für einen Besuch in der W&O-Redaktion. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

In diesem Jahr stand der Volksmusiker Christian Vetsch schon rund zehn Mal auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit seiner Musik. Sehr zur Freude der zahlreichen Liebhaber des volkstümlichen Schlagers, die Vetschs Stimme und vor allem sein Spiel auf der steirischen Harmonika lieben. Ausserdem stach Vetsch im Mai zusammen mit etwa 20 Musikern – darunter auch ­seine Freundin, die Sängerin ­Michelle Kissling – in See. Sie alle unterhielten während der zwölf­tägigen Kreuzfahrt die Passagiere zwischen den Landgängen in St. Tropez, Ibiza, Malaga, Lanzarote, Teneriffa, Fuerteventura und Barcelona mit ihrem Musik­programm auf mehreren Bühnen.

Rund 20 Topmusiker auf dem Kreuzfahrtschiff

Für Vetsch war es bereits die zweite Kreuzfahrt und auch im nächsten Jahr ist er wieder gebucht. Dass er dafür angefragt und verpflichtet wurde, ist dem erst 19-jährigen Musiker eine Ehre, «denn um einen herum spielen nur Top-Musiker». So eine Einladung drücke letztlich auch den Stellenwert aus, den diese Musiker in den Augen der Veranstalter haben. Die Tage auf dem Mittelmeer und dem ­Atlantik waren für ihn zwar primär Arbeit, «aber natürlich in einer sehr angenehmen Umgebung», wie er gerne zugibt. Dass seine Freundin mit von der Partie war, hat diese Kreuzfahrt erst recht zum tollen Erlebnis gemacht. Genauso wie die Videoaufnahmen auf Ibiza, die sich spontan ergeben haben.

Michelle Kissling, mit der Vetsch seit über zwei Jahren liiert ist, war ihm vor allem in jüngster Vergangenheit eine sehr wichtige Stütze. Denn die zehn Konzerte in diesem Jahr sowie seine ­Schlager-Kreuzfahrt standen im Herbst 2016 von einer Sekunde auf die andere auf der Kippe. Dass sie trotzdem Realität wurden, hat mit der Redewendung vom «Glück im Unglück» zu tun.

«Drama um Örgeler-Jungstar» titelte der «Blick» Anfang Oktober in grossen Lettern, weil Vetsch einige Tage zuvor bei einem Arbeitsunfall zwei Fingerkuppen verloren hatte (vgl. Titelseite). Es hätte das Ende der Karriere dieses jungen, aufstrebenden Musikers sein können.

Doch Vetsch gab nicht auf und versprühte schon schnell ­Optimismus. Denn er hatte eben auch Glück im Unglück. Zwei Finger der rechten Hand sind nun zwar etwas verkürzt, weil aber die Gelenke trotz des Unfalls intakt blieben und auch das Gefühl in den Fingerspitzen nicht verloren ging, kann Vetsch wieder «örgelen», als ob nie etwas ge­wesen wäre.

An der Wiga und bei den Schlagertagen Sedrun

Christian Vetsch, der gelernte Lebensmittelmüller, der in diesen Tagen die letzte Abschlussprüfung seiner Weiterbildung zum Futtermittelmüller absolvierte, hat bereits eine Stelle in Zollbrück im Emmental gefunden. In unserer Region wird er somit nicht mehr so häufig anzutreffen sein. Seine Fans können ihn aber an der Wiga live erleben, oder bei Konzerten in der weiteren Um­gebung wie etwa in Seewis oder an den Schlagertagen in Sedrun, zusammen mit Vanessa Mai, ­Jürgen Drews und anderen.

Auch künftig wird Vetsch, dessen Finger wieder intakt sind und dessen Weiterbildung fertig ist, zu 100 Prozent berufstätig bleiben. Das Risiko, voll auf die Musik zu setzen, ist ihm zu gross, «denn davon leben können sowieso nur wenige», sagt er gegenüber dem W&O. Dürfen sich die Fans bald auf eine neue CD freuen? Vetsch mag nicht zu viel verraten und sagt nur: «Ich probiere im Moment etwas. Es geht dabei darum, einen eigenen Musikstil mit Wiedererkennungswert zu kreieren. Vielleicht erscheint 2018 eine neue CD.»

Hinweis www.christianvetsch.ch

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