GRABS: Ziel erreicht – der Verein bleibt trotzdem bestehen

Der Verein Werdenberger Namenbuch blickte an der HV mit Stolz auf die Buchpräsentation zurück.

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Hans Stricker (Mitte) beantwortet Fragen des Publikums. Dabei hilft ihm auch die Flurnamenkarte. (Bild: Heini Schwendener)

Hans Stricker (Mitte) beantwortet Fragen des Publikums. Dabei hilft ihm auch die Flurnamenkarte. (Bild: Heini Schwendener)

Von «17 Jahren angestrengter und ausdauernder Arbeit» sprach Peter Lippuner, Präsident des Vereins Werdenberger Namenbuch, an der 16. Hauptversammlung am Mittwoch in Grabs. Geleistet hat diese Arbeit Prof. Dr. Hans Stricker. Resultiert hat ein «Lebenswerk», ein «Generationenwerk», wie es Lippuner bezeichnete. Gefeiert wurde dessen Abschluss im Juni. Das Werdenberger Jahrbuch wurde druckfrisch im Fabriggli in Buchs präsentiert.

600 Exemplare der achtbändigen wissenschaftlichen Ausgabe und 2500 Exemplare der Kompaktausgabe wurden gedruckt. Der Verkauf während der Subskription und auch seit der Buchpräsentation sei gut angelaufen, so Lippuner. Dies nicht zuletzt auch wegen des im Vergleich zu anderen Namenbüchern moderaten Preises.

«Den Weg in die digitale Welt beschreiten»

Mit der Herausgabe des Werdenberger Namenbuchs hat der gleichnamige Verein sein Ziel erreicht und könnte ja eigentlich aufgelöst werden. Peter Lippuner nannte aber Gründe, warum dies im Moment zu früh wäre. «Die gedruckten Bücher sollen uns nicht hindern, den Weg in die digitale Welt zu beschreiten», sagte er. Dazu führte er aus, dass die neue Homepage ( www.wenb.ch ) noch ausgebaut werden solle und darauf eine Art Blog zwischen Interessierten und Namenbuchautor Hans Stricker entstehen könnte. Der Verein könnte vielleicht auch eine Art Ratgeber- und Wegbegleiterfunktion bei der zukünftigen Vergabe von Strassen- und Quartiernamen wahrnehmen. Und natürlich würden die gedruckten Bücher dereinst auch digitalisiert, doch dafür lasse man sich noch Zeit. Auch wenn all dies erst vage angedacht sei, machte Lippuner beliebt, den Verein vorerst noch nicht aufzulösen. Die anwesenden rund 15 Vereinsmitglieder erklärten sich einverstanden damit und sagten dem Verein weiterhin ihre Unterstützung zu. Die Jahresrechnung mit einem Ausgabenüberschuss wurde genehmigt.

Im zweiten und öffentlichen Teil des Abends erzählte Hans Sticker über seine Arbeit als Namenforscher. Und er erklärte mit geschichtlichen Exkursen die Chronologie der Verdeutschung unserer Sprache, wo doch früher die romanische Sprache hier vorherrschend war. Diese romanischen Wurzeln sind in etlichen alten Namen noch auszumachen. Mit seinen interessanten Ausführungen machte Hans Stricker einmal mehr deutlich, dass Namen eben auch ein Ausdruck der historischen Identität einer Region sind. Beim Apéro, gespendet von der Ortsgemeinde und der Politischen Gemeinde, wurden Themen vertieft und angeregte Diskussionen über Namen geführt. Das Werdenberger Namenbuch wird auch in den anderen Gemeinden noch vorgestellt. (she)