Grabs überrascht mit Sieg

Dem Squashclub Grabs gelingt gegen Vitis in der 12. NLA-Runde ein überraschender 3:1-Erfolg.

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SQUASH. Mit einem Paukenschlag endete das Squashspiel in Grabs am Donnerstagabend. Das NLA-Team der Grabser schlug überraschend das gegnerische Team aus Vitis-Schlieren mit 3:1.

Hartes Spiel für Ruzicka

Im Center-Court ging Spielertrainer David Heath als erster an die Arbeit. Mit Tarek Shehata traf er auf einen jungen Ägypter, der mit der Taktik der ewig langen Ballwechsel seinen älteren Kontrahenten zermürben wollte. Dass dies der richtige Weg zum Sieg war, wurde schon während des ersten Satzes klar. Ein Ballwechsel bis zum Punkt zählte 74 Schläge – dies bedeutete für Heath schwere Laufarbeit. Das Ergebnis war daher auch nicht überraschend: 0:3 nach Sätzen aus der Sicht von David Heath.

Im Nebencourt hatte Pasquale Ruzicka seinen 4. NLA-Auftritt. Er ersetzte den erkrankten Yannick Wilhelmi. Mit Dany Öschger bekam er es mit einem Routinier zu tun, der jedoch gegen den schnell und aggressiv spielenden Ruzicka nur zu einem einzigen Satzgewinn kam. Mit einem 3:1 für Grabs war das Gleichgewicht zum 1:1 in Matches wieder hergestellt. Das begeisterte Publikum feierte den Ausgleich mit dem erleichterten Ruzicka: «Es war mir sehr wichtig, dieses Spiel zu gewinnen. Jeder Einsatz in der NLA ist für mich eine Ehre und Verpflichtung, die letzten Reserven zu mobilisieren, es war ein sehr hartes Spiel für mich.» Dies konnte auch der sichtlich erschöpfte Gegner bestätigen.

Die nächste Runde läutete Rudi Rohrmüller gegen John Williams ein. Vor Jahren war Williams unter den besten 15 der Welt, jetzt kam er nach einer Verletzungspause erstmals wieder an die Wettkampffront, konnte aber nicht einmal einen Satzgewinn landen. Mit schnellem Spiel und nicht enden wollendem Druck malträtierte Rohrmüller seinen Gegner, mit 11:5, 11:5, 11:4 schloss er die Begegnung nach 30 Minuten ab.

Auf dem Weg in die Top Ten

Das letzte Match von Luca Wilhelmi musste nun also die Entscheidung bringen. Die Fans zählten schon die Punkte und Sätze zusammen, es war schnell klar, dass Grabs mit noch zwei gewonnen Sätzen das Unentschieden mit Zusatzpunkt im Sack hätte. Aber Wilhelmi hatte andere Pläne, ein Unentschieden war für ihn keine Option, sein Kopf war nur auf Sieg programmiert. Er überraschte Daniel Hoffmann immer wieder mit seinen Blitzangriffen und zwang ihn, in jedem Ballwechsel alle vier Ecken des Courts des öfteren zu besuchen. Das mehr als verdiente 3:0 war der Lohn für die schweisstreibende Aufgabe, die sich der Youngster gestellt hatte. Mit diesem Sieg ist er auf dem besten Weg, bald in das A1-Ranking (die besten zehn Schweizer Squashspieler) aufzusteigen. (pd)

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