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GRABS: Offiziere mit neuem Präsidenten

Swen Büchel wird an der Hauptversammlung der Offiziersgesellschaft Werdenberg zum Nachfolger von Enrico Mungo gewählt.
Leo Coray
Wechsel im Präsidium: Swen Büchel (links) übernimmt den Vorsitz von Enrico Mungo.

Wechsel im Präsidium: Swen Büchel (links) übernimmt den Vorsitz von Enrico Mungo.

Leo Coray

redaktion@wundo.ch

Oberstleutnant Enrico Mungo (Schaan) stand der Offiziersgesellschaft (OG) Werdenberg drei Jahre lang vor. Er bleibt weiter im Vorstand als Vizepräsident, um den neuen Vorsitzenden in die Arbeit einzuführen. Wie Hauptmann Swen Büchel (Sevelen) an der 53. Hauptversammlung vom Freitag im Restaurant Schäfli in Grabs sagte, will er als Präsident das bisherige klare Veranstaltungskonzept weiterführen. Insbesondere gelte es, die Öffentlichkeit für militärische Anliegen zu sensibilisieren, beispielsweise am Buchserfest oder mit speziellen Anlässen. Alle Anlässe – 2018 werden es acht sein – haben laut Büchel einen Mehrwert für die Mitglieder, so beispielsweise das Pistolenschiessen, an dem das obligatorische Programm geschossen werden kann.

Aus dem Vorstand lagen zwei Rücktritte vor. Nach zehn Jahren demissionierte Hauptmann Lars Büchel (Kassier, Sevelen) und nach neun Jahren Oberst Jörg Velinsky (Aktuar, Oberschan), der in seiner Amtszeit auch ein Jahr OG-Präsident war sowie drei Jahre Präsident der Kantonalen Offiziersgesellschaft St. Gallen. Sie wurden ersetzt durch Hauptmann Peter Vetsch (Kassier, Rorschacherberg) und Hauptmann Nino Enderlin (Beisitzer, Buchs). Weiterhin im Vorstand sind Hauptmann Jan Schildknecht (technischer Leiter, Gams) und Leutnant Christoph Widmer (Beisitzer, Buchs).

Erster Angriff immer aus der Luft

Im zweiten, öffentlichen Teil der Hauptversammlung sprach Divisionär Bernhard Müller im nunmehr vollen Saal über die aktuellen Herausforderungen der Schweizer Luftwaffe. «Die Luftwaffe ist kein Selbstzweck, sondern dient der Armee und dem Land», leitete der Luftwaffenkommandant sein Referat ein. Zunächst verwies er auf die immer noch vorhandenen weltweiten militärischen Bedrohungen und erklärte, ein allfälliger Angriff erfolge immer zuerst aus der Luft. Deshalb benötige jede Armee auch in Friedenszeiten eine starke Luftverteidigung.

Wie Divisionär Müller weiter erläuterte, besteht die Hauptaufgabe der Schweizer Luftwaffe im Schutz des Luftraums, im Lufttransport, der Nachrichtenbeschaffung und im Luftangriff gegen Eindringlinge in den Luftraum, alles koordiniert mit der Fliegerabwehr vom Boden aus. Aufgaben in Friedenszeiten seien der Luftpolizeidienst zur Wahrung der Lufthoheit, der Such- und Rettungsdienst bei Naturkatastrophen und der Sicherheitsdienst am Weltwirtschaftsforum. Zusätzlich werde ein Teil der 55 Kampfflugzeuge der Schweizer Armee für die Ausbildung benötigt, und ein weiterer Teil befinde sich bei den periodischen Revisionen, erklärte er den zeitweisen Mangel an Flugzeugen.

Die für die Schweiz geeignetsten Flugzeuge

Gemäss Müller sind die Kampfflugzeuge der Schweizer Armee am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und können mit Nachrüstungen maximal bis im Jahr 2030 verwendet werden. Deshalb sollen nun neue Flugzeuge beschafft werden, und zwar «nicht die besten, sondern die für die Schweiz geeignetsten». Dasselbe gelte für ein neues integriertes Boden-Luft-Abwehrsystem. Er setze alles daran, die Öffentlichkeit über den Fortgang des derzeit wichtigsten Projekts der Armee für den Fall einer Abstimmung offen zu informieren, sagte Luftwaffenkommandant Müller, und weiter: «Wenn wir jetzt nichts tun, ist die Luftwaffe in zehn Jahren am Ende.» Und dann habe die Armee ein Glaubwürdigkeitsproblem.

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