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GRABS: «Netz sollte etwa 40 Jahre halten»

An der Infoveranstaltung über den Kredit «Neubau Glasfasernetz» stellten drei Referenten das Projekt vor. Bei Geschwindigkeit und Menge käme es bei der Datenübertragung zu einem Quantensprung.

Hanspeter Thurnherr

Gemeindepräsident Niklaus Lippuner wies in seiner Begrüssung auf die Abstimmung an der Urne vom 4. März hin. Dann werden die Bürger der Politischen Gemeinde über den Baukredit «Neubau Glasfasernetz» von 9,5 Millionen Franken entscheiden. Christoph Wirth, Präsident der Betriebskommission, erinnerte daran, dass das bestehende Coaxial-Kabelnetz 1982 bis 1984 gebaut und 1997 erneuert wurde. Damit sei dieses Netz am Ende der Lebensdauer und technisch überholt, obwohl es mit vermehrtem Unterhalt noch gut laufe. Mit Blick in die Zukunft seien verschiedene Möglichkeiten evaluiert worden. «Die nächsten fünf Jahre sind überblickbar, was nachher technologisch passieren könnte, ist Kaffeesatzlesen.» Doch zuwarten würde Investitionen von einer Million Franken verlangen.

Wirth verglich das bestehende Netz mit einer Quartierstrasse. Mit dem geplanten Glasfasernetz erhalte man dagegen eine «Autobahn», was Geschwindigkeit und Menge anbelange. Jeder Haushalt werde mit vier Fasern erschlossen. Eine wird von Rii-Seez-Net für seine Telekommunikationsdienste (Telefonie, Fernsehen, Internet) genutzt, eine zweite verwenden die Technischen Betriebe für die Datenablesung von Strom und Wasser, zwei Fasern bleiben frei. Wer sie wie nutzt, sei noch offen.

Gebühren werden leicht erhöht

«Das neue Netz sollte etwa 40 Jahre halten», sagte Wirth. Er rechnet aber damit, dass die Investitionen innert 20 Jahren oder weniger abgeschrieben werden. Dies, weil Rückstellungen von fast drei Millionen Franken zur Verfügung stehen. Die Gebühren werden leicht um 2.60 Franken pro Monat auf 19.10 Franken erhöht. Mit Rii-Seez-Net, respektive EW Buchs, wurde ein Partnerschafts-Vertrag über zwölf Jahre abgeschlossen. Künftig werden die Grabser Kunden für die Netzkosten und die Kommunikationsdienste nur noch eine einzige Rechnung erhalten. Diese kommt vom EW Buchs.

Marco Gantenbein, Leiter der Technischen Betriebe Grabs (TBG), erläuterte, wer für welchen Bereich zuständig ist. Die TBG werden die Rohranlagen und Schächte sowie das Glasfaserkabel, Muffen und Schränke errichten. Das EW Buchs rüstet die aktive Telekommunikations-Infrastruktur auf und investiert dafür 2,9 Millionen Franken. Für den Bau der Basisinfrastruktur sind in fünf Etappen je ein Jahr Bauzeit geplant. Gestartet wird im Baucluster Unterdorf, weil hier die Rohranlagen am weitesten vorbereitet sind. Die weitere Reihenfolge lautet Dorf, Grütli, Studen und Holand. Gantenbein rechnet bei einem Ja an der Urne mit einem Baustart im August.

Der Grabserberg muss noch warten

Der Hausanschluss werde mit jedem Eigentümer besprochen. So könne jeder Hausbesitzer entscheiden, ob und wie er seinen Anschluss aufrüsten will. Dazu erhalte jeder Kunde einen Brief als Einladung zu einer Besprechung. Nicht Teil des Projektes ist die Erschliessung des Grabserbergs. Fünf erschlossene Anschlusspunkte seien vorhanden. Nach dem Umbau im Tal könne von diesen Punkten aus das Berggebiet später über Rohranlagen und Freileitungen erschlossen werden. Das Ziel sei nämlich, allen Bürgern eine zeitgemässe Kommunikation zu ermöglichen.

Markus Schommer, Direktor des EW Buchs, stellte Rii-Seez-Net (RSN) vor. Das RSN als Interessengemeinschaft der regionalen Kabelnetzunternehmen sei ein wichtiger Verbund. «Jeder alleine hätte auf dem Kommunikation- und Energiemarkt, der sich künftig dramatisch verändern wird, keine Chance. Dies ist auch der Grund, warum wir mit Grabs zusammen dieses Projekt realisieren», verdeutlicht Schommer und ergänzt: «Wir wollen so langfristig in einer starken Partnerschaft verbunden bleiben.»

Die Stadt Buchs baue bereits an seinem ebenfalls vierfaserigen Glasfasernetz. Dies im Bewusstsein, dass im Telekommunikations-Markt ganz neue Anforderungen auf die Betreiber kommen könnten. Deshalb habe man die Infrastruktur (Netz), von der Dienstebene (Signal- und Datenlieferung) getrennt, um die Infrastruktur bei allfälligen Besitzerwechseln bei den Telekom-Anbietern abzusichern. Schommer hofft weiter, dass Rii-Seez-Net 2018 ein Durchbruch beim mobilen Angebot gelingt und damit künftig ein starker Wunsch der Kunden erfüllt werden kann.

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