GRABS: Mit Gewinn statt Verlust abgeschlossen

Die Bürgerschaft der Ortsgemeinde genehmigte am Dienstag die Jahresrechnung 2017 und den Voranschlag 2018 ohne Gegenstimmen.

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Präsident Hans Sturzenegger durfte 129 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger begrüssen. Er konnte ihnen eine erfreuliche Jahresrechnung 2017 präsentieren. Der Ertrag nach ordentlichen Abschreibungen beträgt 119400 Franken und entspricht einer Besserstellung von 187700 Franken. «Wir haben eher gespart, Glück gehabt und zudem nicht alles gemacht, was geplant war», erklärte Sturzenegger.

So sind beispielsweise wegen des erwarteten Mehrverkehrs Ausbesserungen an der Gamperfinstrasse bis zum Ende der Sanierungsarbeiten an der Wasserversorgung zurückgestellt worden. Zwischen der Ortsgemeinde und der SAK/Axpo wurden neue Verträge für die Hochspannungsleitung Buchs bis Wildhaus abgeschlossen. Daraus erhält die Ortsgemeinde für die Durchleitungsrechte mit einer Dauer von 25 Jahren knapp 26000 Franken. Weiters konnte Grabus die vollen Leistungskategorie 3 (LK3)-Kosten zurückerstatten.

Das gute Ergebnis erlaubt zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen von 108000 Franken. Damit wurden die neuen Güllengruben Brand und Gamsalp vollständig abgeschrieben. Die restlichen knapp 11400 Franken werden ins Eigenkapital gelegt. Dieses beträgt nun 3,639 Mio. Franken.

Im Sondervermögen gab es einen Zuwachs um knapp 192000 Franken aus einer Zahlung des Kantons. Dieses Geld muss in den nächsten Jahrzehnten für das Sonderwaldreservat Moosbühel eingesetzt werden.

Das Budget 2018 rechnet bei Ausgaben von 1,160 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von 91620 Franken. Dieser soll aus dem Eigenkapital, also den kumulierten Ergebnissen der Vorjahre, gedeckt werden. Gemäss Finanzplanung rechnet die Ortsgemeinde auch in den folgenden Jahren mit kleinen Defiziten.

Investiert hat die Ortsgemeinde 2017 knapp 90000 Franken in die Sanierung der Alpwasserversorgung Gamperfin. Für 2018 sind nach Abzug der erwarteten Subventionsbeiträge von Bund und Kanton gut 288000 Franken budgetiert. Wie Hans Sturzenegger erläuterte, gab es die erhoffte Unterstützung von Stiftungen für dieses Projekt nicht. Einzig bei der Patenschaft für Berggemeinden seien bisher 5620 Franken Projektunterstützung eingegangen.

Klimawandel fordert die Waldwirtschaft heraus

Wie der Ortsgemeindepräsident ausführte, sei der Klimawandel für die Waldwirtschaft herausfordernd. Es gebe zwei Szenarien. Das «trockene» rechne mit einem Temperaturanstieg in den nächsten Jahrzehnten von 4,3 Grad Celsius und einem Rückgang der Niederschläge um 19 Prozent. Das «weniger trockene» Szenario gehe von einem Anstieg um 3,1 Grad und einem Rückgang der Niederschläge von zwei Prozent aus. Nötig seien deshalb verschiedene Massnahmen.

Unter anderem soll am naturnahen Waldbau festgehalten werden und das Augenmerk auf die Baum-, die Struktur- und die genetische Vielfalt gerichtet werden. Hans Sturzenegger hofft dabei auf die Politik. Nämlich dass sie begreife, dass man die Bewältigung dieser Herausforderungen nicht alleine den Waldbesitzern aufbürden könne.

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch