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GRABS: Medical Master: «Wir wollen den eigenen Nachwuchs fördern»

Die Regierungsräte Heidi Hanselmann und Stefan Kölliker sowie Vertreter der Universität und des Kantonsspitals St. Gallen informierten über den geplanten Medizinstudiengang in der Ostschweiz. Die entscheidende Volksabstimmung steht im Herbst an.
Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen, Regierungsrat Stefan Kölliker, Regierungsrätin Heidi Hanselmann und Sandro Stöckli, Vertreter des Kantonsspitals St. Gallen (von links). (Bild: Corinne Hanselmann)

Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen, Regierungsrat Stefan Kölliker, Regierungsrätin Heidi Hanselmann und Sandro Stöckli, Vertreter des Kantonsspitals St. Gallen (von links). (Bild: Corinne Hanselmann)

Ab 2020 sollen an der Universität St. Gallen Masterstudienplätze im Bereich Humanmedizin angeboten werden. Damit will die Regierung die medizinische Versorgung und Kompetenz im Kanton sicherstellen. Das Ja des St. Galler Stimmvolks zum Medical Master steht noch aus – die Abstimmung ist für den kommenden Herbst geplant.

Die Idee eines Medizinstudiengangs in der Ostschweiz habe man vor rund sechs Jahren wieder aufgenommen, wie die Verantwortlichen an einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Spital Grabs erklärten. «Wir sind stolz darauf, wo wir heute stehen», sagte der Vorsteher des Bildungsdepartements, Stefan Kölliker. Vom St. Galler Parlament wurde die Vorlage einstimmig verabschiedet. «Das motiviert uns», so Kölliker. Er erläuterte die Beweggründe für ein Medizinstudium an der HSG. Wer in St. Gallen studiere, bleibe der Ostschweiz eher erhalten. Heute studieren St. Galler Medizinstudenten vor allem in Zürich und an weiteren Universitäten. Oft bleiben sie dann nach Abschluss des Studiums auch dort.

Bis zu 86 Prozent sind Ärzte mit ausländischem Diplom

Der Anteil der neuzugelassenen Ärzte mit ausländischem Diplom lag im Kanton in den Jahren 2015/2016 bei 63 Prozent. Bei den kantonalen Psychiatrie-Diensten Süd gar bei 86 Prozent. «Wir wollen mit dem Medical Master in St. Gallen den eigenen Nachwuchs fördern», sagte Heidi Hanselmann, Vorsteherin des Gesundheitsdepartements. Eine Studie gab eine gute Grundlage für den Aufbau des Konzepts. «90 Prozent der St. Galler Medizinstudenten schätzen die Attraktivität eines Masterstudiums in St. Gallen hoch ein. 55 Prozent würden einem Master in St. Gallen gegenüber dem aktuellen Studienort sogar den Vorzug geben», so Hanselmann. Ein wichtiges Kriterium sei dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital St. Gallen (KSSG), welches einen guten Ruf hat.

«Das Projekt erhält viel Rückenwind aus der Politik und der Bevölkerung», freut sich Professor Sandro Stöckli vom KSSG. «Es ist dort angekommen, dass wir zu wenig Ärzte haben.»

Für den Medical Master in St. Gallen entstehen Mehrkosten von rund 2,1 Mio. Franken. Stimmt das Volk im Herbst 2018 zu, wird das HSG-Medizinstudium ab 2020 Tatsache. Der erste Jahrgang hat sein Bachelor-Studium nämlich in Zürich bereits begonnen. Für die 40 Plätze waren 86 Bewerbungen eingegangen. (ch)

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