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GRABS: Jodelquerschnitt vom Feinsten

Glockenhelle Frauenstimmen, urige Klänge vom Steinerberg und die gekonnten Interpretationen der «Bergfinkli»: Der Unterhaltungsabend war einmal mehr ein Erlebnis für Freunde des Jodelgesangs.
Adi Lippuner
Der Jodlerklub Bergfinkli, Grabs, bei der Darbietung «Naturjodel mit Becki». (Bilder: Adi Lippuner)

Der Jodlerklub Bergfinkli, Grabs, bei der Darbietung «Naturjodel mit Becki». (Bilder: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

Wenn der Jodlerklub Bergfinkli zum Unterhaltungsabend einlädt, kommen Jodelfreunde aus Nah und Fern in Scharen. Verwöhnt wurden die Besucher am Samstagabend mit Darbietungen der «Schüpferimetli» aus Buochs NW, der Jodlergruppe Wildspitz-Juuzer, Steinerberg SZ, Leitung Madlene Niederberger, und dem Gastgeberverein und Organisator des Abends, dem Jodlerklub Bergfinkli, Grabs, Leitung Timo Allemann.

Zwei junge Frauen, aufgewachsen auf der Schüpferi, einem Bauernhof in Buochs haben das Singen und Jodeln für sich als grosess Hobby entdeckt. Lieder wie «Herz aus Gold», «Mein Glück» oder «Die kleinen Wunder der Natur» gehen direkt ins Herz. Ihre wohlklingenden, glockenhellen Stimmen, gefühlvoll begleitet von Akkordeonist Daniel Waser, begeisterte das Publikum. Und dass die beiden jungen Frauen vor den Darbietungen jeweils noch etwas über die zu erwartenden Lieder erzählten, machte sie doppelt sympathisch.

Klänge aus dem Schwyzer Becken

Einen, für Ostschweizer Ohren ungewohnten, aber nicht minder anspruchsvollen Jodelstil pflegen die «Wildspitz-Juuzer» vom Steinerberg. Sie haben sich dem Naturjodel, wie er im Schwyzer Becken und dem Muothatal gepflegt wird, verschrieben. Ihre urigen Klänge füllten die, bis auf den letzten Platz besetzte Mehrzweckhalle im Grabser Unterdorf auf besondere Art. Die Qualität der Darbietungen hat, auch wenn von den üblichen 20 Sängern einige wegen Grippe fehlten, ganz bestimmt nicht gelitten.

Zur Auflockerung der Gesangsvorträge gab es in jeder Gruppe jemand, der Witze erzählte. So auch der Präsident des Jodelklubs Bergfinkli, Hans Vetsch. Er zeigte sich erfreut über den Grossaufmarsch der Jodlerfreunde und konnte zudem eine grosse Anzahl Delegationen aus Nah und Fern begrüssen.

Der Jodlerklub Bergfinkli kann sich auf erfahrene, langjährige Sänger und Jodler verlassen, hat in seinen Reihen aber auch gut integrierten Nachwuchs dabei. Gekonnt wurde bei der Vorbereitung auf den Unterhaltungsabend darauf geachtet, dass nicht nur die erfahrenen Jodler zum Zug kommen, auch den Jungen wurde die Chance geboten, ihr Können vor Publikum zu zeigen.

Dargeboten wurden Jodellieder bekannter Komponisten wie Ueli Moor oder Josef Stähli, um nur zwei zu nennen. Aber auch Naturjodel haben bei den «Bergfinkli» einen hohen Stellenwert. Und wenn von Heimatgefühl, von Jugenderinnerungen oder von der Sehnsucht nach dem Älplerleben gesungen wird, ist jeweils Hühnerhaut garantiert. Abgerundet wurde der Abend mit dem Verkauf der begehrten Lose und dem Auftritt des Trios Speerblick aus Gommiswald, welches bis in die frühen Morgenstunden aufspielte.

Für Jodlerfreunde, welche sich den Genuss eines Konzerts lieber an Sonntagnachmittag gönnen, wurde die Unterhaltung, allerdings mit anderer Besetzung, ein zweites Mal durchgeführt. Nebst dem Gastgebenden Verein Bergfinkli waren als Gäste aus dem Prättigau das Quartett Echo vor Rätschenflueh, Leitung Andrea Engler Bärtsch, anwesend. Zur Auflockerung spielte die Theatergruppe der Heimatbühne Werdenberg, unter der Regie von This Vetsch, «Chrämpfli Brüeder» von Hans Wälti.

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