GRABS: Initiative kommt wohl zustande

An der Hauptversammlung zeigte sich der Vorstand des Fördervereins Badesee zuversichtlich, in den ­verbleibenden zwei Wochen die nötigen 400 Unterschriften für eine Abstimmung zusammenzubringen.

Hanspeter Thurnherr
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Ob Kinder (und Erwachsene) «in Dorfnähe» von Grabs in absehbarer Zeit baden können, wird sich wohl ­nächstes Jahr an der Urne entscheiden. (Bild: Archiv Tagblatt)

Ob Kinder (und Erwachsene) «in Dorfnähe» von Grabs in absehbarer Zeit baden können, wird sich wohl ­nächstes Jahr an der Urne entscheiden. (Bild: Archiv Tagblatt)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

326 bereits beglaubigte Unterschriften und 30 weitere eingegangen! Diese Zahlen nannte René Schärer, Vorstandsmitglied und Mitglied des Initiativkomitees «zur Erstellung einer natürlichen Bademöglichkeit in Grabs», am Mittwochabend den 28 an­wesenden Vereinsmitgliedern. Schärer verschwieg nicht, dass der Beginn der Sammlung harzig war: «Nach sechs Wochen hatten wir erst knapp 100 Unterschriften beisammen.» Doch drei, vier Leute hätten dann «extrem für die Initiative geweibelt» und über 180 Unterschriften erhalten.

Nötig für das Zustandekommen der Initiative sind 400 Unterschriften. Nun wolle man noch mindestens 100 in der restlichen Zeit anvisieren, um das selbstgesteckte Ziel von 450 Stimmen zu erreichen. Schärer richtete deshalb einen Appell an die Anwesenden, bis zum 11. Dezember noch kräftig zu sammeln. Die Sammelfrist läuft am 13. Dezember ab.

Abstimmungskampf wird zur Herausforderung

Die Hauptversammlung habe der Vorstand bewusst vor Ablauf der Frist angesetzt, sagte Martin Zwahlen, Präsident des Fördervereins Badesee Grabs. So könne man den Mitgliedern den Zwischenstand bekannt geben, dass diese wissen, was bis zu den 400 nötigen Unterschriften noch zu tun sei. Er machte den Anwesenden auch klar, dass die Abstimmung an der Urne eine noch ­höhere Hürde sei und dass es für erfolgreiche Überzeugungsarbeit viel Einsatz brauche.

In der Diskussion zeigten sich einige Mitglieder erstaunt, dass viele jüngere Leute mit kleinen Kindern nicht hinter der Initiative stünden. In der Bevölkerung seien die Pro- und Contra-Meinungen bereits gemacht. Ein Mitglied ­erinnerte daran, dass vor über 40 Jahren Geld für ein Schwimmbad gesammelt wurde. Dieses und auch das dafür vorgesehene Land seien zweckentfremdet worden. Ein Mitglied mahnte: «Wenn jetzt kein Badesee realisiert wird, gibt es lange Zeit nichts mehr.» Viele wollten zwar eine solche Einrichtung nutzen, aber es dürfe nichts kosten. Dabei könnte ein solcher Ort, wenn er entsprechend gestaltet werde, auch ausserhalb der Badezeit als Treffpunkt und Naherholungsort dienen. So herrschte letztlich der Tenor vor, Initiative und Abstimmungskampf durchzuziehen.

Rechnung mit leichtem Gewinn

Die ordentlichen Traktanden ­gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Der Vorstand mit Präsident Martin Zwahlen, Kassier Steivan Josty, Aktuar René ­Schärer und Beisitzerin Katrin Vetsch wurde ebenso wiedergewählt wie die Revisoren Gian-­Andri Steiger und Kevin Ilkow. Die Rechnung schloss bei Er­trägen und Aufwänden von rund 15 000 Franken mit einem kleinen Gewinn. Dieser ist vor allem auf neue Mitglieder zurückzu­führen. Das Vermögen erhöhte sich damit leicht auf rund 6300 Franken.