Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GRABS: Humor in allen Lebenslagen

Am Frauenabend im vollbesetzten Saal des Kirchgemeindehauses wurde viel gelacht. Deutlich mehr als im normalen Alltag – das war ein Energiestoss, der zum Nachdenken Anlass gibt.
Heidy Beyeler
Beatrix Böni beeindruckte mit ihrem Engangement, dem überzeugenden Enthusiasmus und erheiternden Humor. (Bild: Heidy Beyeler)

Beatrix Böni beeindruckte mit ihrem Engangement, dem überzeugenden Enthusiasmus und erheiternden Humor. (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Einleitend in den Abend begrüsste Esther Ammann, Organisatorin und Moderatorin des Frauenabends, die grosse Anzahl Gäste zum angekündigten Thema «Humor, die längst vergessene Medizin», von und mit Beatrix Böni. «Dass Lachen gesund ist, weiss man von vielen Studien. Und so ist Humor zu einer ernst zu nehmenden Sache geworden. Schwierige Lebenslagen hin oder her – Humor ist, wenn man trotzdem lacht.»

Und dann trat die Humorexpertin, Clownpädagogin, Seelenklempnerin und was sie noch alles weitere macht, auf die Bühne. Sie machte gleich Duzis mit all den Frauen im Saal. «Sollte ich mich vorstellen müssen, dann würde ich sagen: Die Wundertüte.» Damit erzeugte sie schon den ersten Lacher im Publikum. Danach folgte Lacher an Lacher.

Geredet ohne Punkt und Komma

Sie schaffte es immer wieder alltägliche Situationen so zu persiflieren, dass der Raum bald voller Heiterkeit war. Beatrix Böni war energiegeladen und voller Humor, sie sprudelte die ganze Zeit voller Tatendrang, zeigte bis zum Schluss keine Ermüdungserscheinungen, und redete schier ohne Punkt und Komma. Für sie sei Humor ausgleichend. Als «allerliebstes Kind» nennt sie Trauerthemen wie Trauerbewältigung und Konfliktlösungen. Sie mag es, wenn es schwer wird, und sieht es als Herausforderung.

Die Referentin hat eine besondere Begabung das Kind beim Namen zu nennen, so wie wir Schweizer eben mit dem «Schwizerdütsch» verwurzelt sind. Sie spricht von «Chnörz», die man aus dem Fenster oder auf den «Mischtstock» schmeissen kann, wo sie dann auch bleiben. Alle im Saal verstanden, was sie mit ihren pointierten Aussagen meinte.

Böni spricht von positiver Psychotherapie. Das heisst: Weniger von Problemen reden. «Es hilft wenig, zwölf Bücher zu lesen zum Thema wie werde ich eine gute Grossmutter.» Dabei gibt sie zu bedenken, dass unsere heutigen Enkel in der Schweiz anders sind als die Ami-Goofen «döt äne». Und dann empfiehlt sie den Frauen im Saal: «Schaut doch einfach die Situation von der Sonnenseite, von der fröhlichen Seite an.» Humor in der Zivilisation, Humor in den Schulzimmern, Humor in der Familie, in der Ehe – das gäbe ja schon ein Tagesseminar für sich, sagte Böni. Humor ist eine Seelenhaltung, er überwindet Distanzen.

Die Referentin zeigte, dass Humor nicht oberflächlich ist. Er hilft, gewisse Hürden zu überwinden. Mit viel Tiefgang hat die Referentin alltägliche, schwierige Situationen aufgezeigt, die mit einer gewissen Lockerheit und der nötigen Portion Humor angegangen werden können. Das führt zu neuen Perspektiven, die den Menschen auf ihrem Lebensweg neue Kraft geben können. Es war ein bereichernder Abend, von dem alle viele Denkanstösse und Erkenntnisse mit nach Hause nehmen konnten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.