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GRABS: Frisches Blut für Bienen

Bienenzüchter sind zufrieden mit dem Honigertrag 2017, obwohl die Blütezeit der Obstbäume nur kurze Zeit dauerte, wie an der HV vom Montagabend zu erfahren war.
Heidy Beyeler
Imker Niklaus Eggenberger aus Trübbach (links) wurde für seine 40 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. (Bild: Heidy Beyeler)

Imker Niklaus Eggenberger aus Trübbach (links) wurde für seine 40 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Es war eine spannende, interessante Hauptversammlung des Bienenzüchtervereins Werdenberg und zeigte, dass die Imkerei ein schönes, aber auch ausfüllendes Hobby ist. In diesem Jahr konnte der Bienenzüchterverein Werdenberg immerhin einen Zuwachs von acht aktiven Mitgliedern verzeichnen – auch im Wissen, dass Imker manchmal mit Unbill konfrontiert werden können. So wunderte es nicht, dass das aktuelle Thema Glyphosat auch ein Thema war. «Parlamentarier mögen lange erklären es sei nicht erwiesen, ob das Herbizid für Menschen krebserregend ist – das Gegenteil scheint ebenso wenig bewiesen. Unsere Bienen jedenfalls vertragen diese Chemie nicht», kritisiert ein Imker ziemlich erbost, «dieses Zeug gehört einfach weg.» Ihm war ob dieser Kritik der Beifall gewiss.

Varroamilben und Sauerbrut beschäftigen Imker

Im Gebiet des Bienenzüchtervereins Werdenberg mussten 2017 über zehn Prozent der Bienenvölker wegen Sauerbrutbefall vernichtet werden. Das waren in etwa 100 Bienenvölker mit durchschnittlich jeweils 12 000 Bienen. Nach einer Krisensitzung mit Vertretern aus Bildung, Zucht, Vorstand und Bieneninspektoren und nachfolgenden Sitzungen führten zur Erkenntnis, dass eine Blutauffrischung der Werdenberger Bienen mittels Beschaffung von Königinnen aus dem Ausland eine Lösung sein könnte. Mit der Blutauffrischung, so hofft man, soll die Gen-Vielfalt der dunklen Bienen erhöht werden. Die Idee stiess nicht überall auf Zustimmung. Trotzdem beschloss die Mehrheit des Krisenstabes, ausländische dunkle Bienen aus Frankreich und norwegisch-schwedisch Stämmige in Deutschland zu besorgen. Sie wurden während zwei Wochen Quarantänezeit kontrolliert und von Bieneninspektor Lorenz Huber beaufsichtigt, bevor sie an ausgewählte Bienenzüchter weitergegeben wurden, wie gegenüber den 55 anwesenden Bienenzüchterinnen und Bienenzüchter versichert wurde.

In Fachkreisen wird angenommen, dass die Honigbiene – unabhängig von ihrer Unterart – eine Vielfalt an genetischen Begabungen braucht, um die Vitalität der Population aufrechtzuerhalten, was möglicherweise auch zu einer Stärkung der Gesundheit bzw. Abwehrkräfte führen dürfte, wie Zuchtchef Werner Walker hofft.

Anhand des ausführlichen Jahresberichtes von Hans-Peter Hagmann, Präsident, wurde ersichtlich, dass der Bienenzüchterverein während des ganzen Jahres eine rege Vereinstätigkeit pflegt. Im Mittelpunkt der Anlässe steht ein aktiver Erfahrungsaustausch im Bereich der Bienenzucht, denn Bienen kennen keine Landesgrenzen. So besuchten auch Imker aus dem angrenzenden Ausland als Vertreter ihrer Vereine die Hauptversammlung – aus dem Allgäu, aus Vorarlberg und Liechtenstein – und bedankten sich beinahe überschwänglich für die wertvollen Begegnungen.

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