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GRABS: «Es war ein ‹wuchtiges› Jahr»

Den Umbau ihres Hauses durch das Schweizer Fernsehen, den Einzug ins «neue» Heim unter dem Blick der Fernsehkameras und die Reaktionen der Öffentlichkeit wird die Familie Nöthlich nicht so schnell vergessen.
Hanspeter Thurnherr
Mit der neuen Küche ging für Rebecca Nöthlich ein Traum in Erfüllung. (Bilder: PD)

Mit der neuen Küche ging für Rebecca Nöthlich ein Traum in Erfüllung. (Bilder: PD)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Herausfordernd war die Zeit vor und während des Umbaus im November, als die Familie für zwei Wochen nach Räfis ausweichen musste. «Wir mussten aus dem zwar alten, aber heimeligen Haus und dem gewohnten Daheim hinaus», erzählt Rebecca Nöthlich. Das bedeutete, alles mitzunehmen, was man für zwei Wochen am Ausweichdomizil braucht. Für die Mutter hiess dies, die schulpflichtigen zwei Kinder zu unterschiedlichen Zeiten von Räfis nach Grabs in die Schule zu bringen und dort wieder abzuholen. Dies war auch deshalb nicht einfach, wenn man bedenkt, dass die jüngste Tochter Medea mit ihrem offenen Rücken besonderer Pflege und Unterstützung bedarf. «Da bin ich oft an meine Grenzen gekommen», sagt Rebecca Nöthlich.

Speziell war auch, dass die Schule der mittleren Tochter Aurelia gleich neben dem eigenen Haus liegt. «Da musste ich manchmal einen richtigen Bogen fahren. Denn wir durften nicht mehr in die Nähe des Hauses oder gar hinein. Wir sollten ja nichts vom Umbau mitbekommen.» Daniel Nöthlich konnte seine Frau nicht gross entlasten, weil er selber in dieser Zeit bei der Arbeit stark gefordert war. Trotzdem musste er – oder in seinen Worten: «durfte, wie ich wollte» – im Vorfeld des Umbaus das Haus und den angebauten Schopf räumen. Zwei Autoladungen Abfall habe er weggeworfen. «Dabei sah ich, welches Potenzial das Haus hat.»

Viele Anrufe nach der Sendung

Auch die Zeit nach dem Wiedereinzug am 19. November war streng, als es galt, sich im Haus wieder häuslich einzurichten. «Es war für uns alle dadurch ein wuchtiges Jahr», bilanziert der Vater. Dazu kam noch etwas. «Es gab so viele Anrufe, dass ich das Telefon zeitweise einfach ins Büro im unteren Stock gestellt habe. Denn ich wollte wieder meinen gewohnten Alltag», sagt die Mutter. Dabei waren die Rückmeldungen in den Briefen, Telefonen und Gesprächen durchwegs positiv. Daniel Nöthlich: «Wir wurden viel angesprochen. Ich merkte: es schauen viel mehr Leute ‹Happy Day› als wir dachten.» So sagte der Captain einer Unihockeymannschaft zu ihm, dem Schiedsrichter, nach dem Spiel: «So, bist du berühmt geworden?»

Jetzt, da etwas Zeit vergangen und etwas mehr Ruhe eingekehrt ist, reden beide von einer «coolen» Erfahrung: «Wir möchten einfach nur Danke sagen: Vor allem Sybille Renner, die uns beim Fernsehen angemeldet hat. Aber auch dem Umbauteam von SRF sowie den Handwerkern aus der Region für das, was sie geleistet haben.» Damit sind die Firmen Schöb AG aus Gams, die Optimal AG aus Grabs, die Kobler Energie aus Oberriet und Dürr Haustechnik aus Gams angesprochen. Daniel Nöthlich: «Ich war überwältigt, wie sie in den Kinderzimmern mit einfachen Sachen viel gemacht haben.» Seine Frau ergänzt: «Man muss die Äuglein der Kinder, ihr Erstaunen, ihre Freude gesehen haben, als sie scheu ihre Zimmer betraten und nicht richtig realisieren konnten, dass es ihre Zimmer waren.» Doch eine Stunde später habe bereits das Chaos geherrscht. Wohl auch ein Zeichen, dass sie sich in den Zimmern wohl fühlten.

Speziell war für die Eltern auch der 23. Dezember, der Tag, an dem die Sendung «Happy Day» ausgestrahlt wurde. Bis zuletzt liessen sie es offen, ob sie überhaupt hingehen sollten. Verunsichert durch das Gefühl, vielleicht peinlich rüber zu kommen.

Noch bleibt ein wichtiger Umbauschritt

Doch dann gingen sie in Begleitung von einigen Freunden doch hin, auch als Dankeschön für das «Happy Day»-Team. «Auf dem Bildschirm sieht alles so gross aus. In Wirklichkeit ist es das nicht», sagt Daniel Nöthlich. Nach der Sendung durften sie mit ihren Gästen einen Apéro geniessen und begegneten dort der Rebsteiner Familie von Annemarie und Walter Walt, die ebenfalls eine wichtige Rolle in der Sendung einnahm. «Wir erlebten sie als besonders herzliche Familie», so Daniel Nöthlich.

Kehren wir zurück nach Grabs! «Uns ist mit dem Umbau der Kinderzimmer und der Küche eine riesige Last weggenommen worden», sagt Rebecca Nöthlich. Trotzdem hat die Familie nach wie vor Sorgen – und einen grossen Wunsch. Denn für ihre Medea, welche mit offenem Rücken auf die Welt kam und dadurch unter anderem auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist die Wohnsituation mit drei Stockwerken nicht ideal. Deshalb wird ein nächster Umbauschritt, ein Lift, kommen müssen. Die entsprechenden Pläne sind in Vorbereitung. Das würde Medea und der Mutter im Alltag vieles erleichtern.

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