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GRABS: Die Geister scheiden sich

Sind die beiden Vorlagen zur Abstimmung über die Altersvorsorge 2020 am 24. September Segen oder Fluch? Am überparteilichen Podium am Dienstagabend wurde eines klar: Es ist kompliziert.
Reto Neurauter
Sie diskutierten in Grabs (von links): Barbara Dürr, Sascha Schmid, Thomas Toldo und Laura Bucher. (Bild: Reto Neurauter)

Sie diskutierten in Grabs (von links): Barbara Dürr, Sascha Schmid, Thomas Toldo und Laura Bucher. (Bild: Reto Neurauter)

Reto Neurauter

redaktion@wundo.ch

Die Werdenberger Kreisparteien der SP, FDP, SVP und CVP luden ins «Schäfli» zur Diskussion ein. SP-Frau Barbara Gähwiler (Buchs) sagte zur Begrüssung, dass diese Abstimmung alle betreffe und darum auch im Vorfeld so viel zu diskutieren gebe.

Moderatorin Regula Bachmann von der SP-Ortspartei Grabs betonte, dass die Vorlagen letztlich ein Kompromiss seien, «der sich in der Beratung von National- und Ständerat ergeben hat». Bundesrat Alain Berset hat eine umfassende Vorlage präsentiert, das Parlament hat noch wesentliche Änderungen vorgenommen. Das Podium «besetzten» die beiden Kantonsrätinnen Barbara Dürr (CVP, Gams) und Laura Bucher (SP, St. Margrethen) auf der Pro-Seite, dagegen hielten ebenfalls zwei Kantonsräte: Thomas Toldo (FDP, Sevelen) und Sascha Schmid (SVP, Grabs).

Es bräuchte ein doppeltes Ja

Klar ist vorerst: Am 24. September stimmt das Schweizer Volk über zwei Vorlagen ab. Zum einen geht es um die Zusatzfinanzierung der AHV durch Erhöhung der MwSt (Gesetzesänderung), welche das Stimmenmehr benötigt. Zum andern steht die Reform der Altersvorsorge 2020 (Gesetzes- und Verfassungsänderungen) auf dem Prüfstand, wozu es auch das Ständemehr braucht. «Nur wenn beide Vorlagen angenommen werden, tritt die Reform in Kraft», sagte alt SP-Nationalrätin Hildegard Fässler (Grabs), und warnt: «Wir sind verpflichtet, die AHV zu stärken.»

«Wir haben ein demografisches Problem», sagte Thomas Toldo, und das Defizit werde immer grösser. Für ihn gebe es bei Annahme eine Drei-Klassen-AHV. Er stimme Nein, im Wissen darum, dass für eine Nachbesserung das Positive mitberücksichtigt werde. Barbara Dürr betont, dass die Frauen bei einem Ja profitieren, «auch wenn die Lohngleichheit immer noch nicht Tatsache ist». Unter dem Strich habe die Vorlage mehr Gewinner als Verlierer. Sascha Schmid stört sich daran, dass die MwSt zweckentfremdet werde und viele Junge später die Zeche zahlen müssten. Es brauche ein Doppel-Nein, «damit auch in Zukunft unsere Rente garantiert ist». Für Laura Bucher steht die Stärkung der AHV, des wichtigsten Sozialwerks der Schweiz, im Vordergrund. Das höhere Rentenalter für Frauen sei nicht optimal, aber es müsse sein. Aus Solidarität sage sie zweimal Ja.

Für Sascha Schmid wäre die Ablehnung «die Chance für einen guten Kompromiss, der langfristig alle Renten sichern wird», und auch Thomas Toldo sähe bei einem Nein «Chancen für eine bessere Lösung, denn die Vorlage ist nicht für eine nachhaltige Lösung geschaffen».

Für Barbara Dürr wäre die Ablehnung schlecht für die Frauen, «aber eine neue Vorlage eilt, und ob das so schnell geht...» Sie hofft auf ein Ja, «denn da bleibe wieder Zeit für kreative Ideen, die für die spätere Zukunft entwickelt werden können.» Für Laura Bucher würde ein Nein das Problem nur aufschieben. Sie plädiert für ein Ja, «das gut ist für unser soziales Gefüge, und die solidarische AHV soll für alle solidarisch bleiben», so Bucher.

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