GRABS: Der Steuerfuss soll sinken

Das Budget 2017 rechnet trotzdem mit einem leichten Gewinn. Möglich wird dies auch durch längere Abschreibungsdauern im neuen Rechnungsmodell.

Hanspeter Thurnherr
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Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Der Gemeinderat schlägt der Bürgerschaft vor, den Steuerfuss von heute 130 auf 125 Prozent zu senken. Diesen Schritt ermöglichte, nebst der Verlängerung der Abschreibungsdauer, welche das neue Rechnungsmodell zulässt, auch der gute Rechnungsabschluss 2016. Wie in den Vorjahren wird auch diesmal ein hoher Gewinn ausgewiesen. Statt eines budgetierten Aufwandüberschusses von knapp 400 000 Franken gab es einen Jahresgewinn von fast 4 Mio. Franken.

Nebst zusätzlichen Abschreibungen von gut einer Million Franken soll die Bürgerschaft gut 2,5 Mio. Franken dem Eigenkapital zuweisen. Damit würde es auf knapp 9,5 Mio. Franken steigen. Auch «diese stolze Eigenkapitalbasis» rechtfertigt für den Gemeinderat die Steuerfusssenkung. Zudem sind die Steuereinnahmen seit 2012 (dem letzten Jahr mit einer Steuerfusssenkung) von 18,7 Mio. Franken auf 21,2 Mio. Franken angewachsen. Die Nettoschuld beträgt Ende 2016 noch 2,3 Mio. Franken, was 336 Franken pro Kopf bedeutet.

Auch Technische Betriebe arbeiten mit Gewinn

Das Budget 2017 geht auch mit dem tieferen Steuerfuss von einem Gewinn von knapp einer halben Million Franken aus. Die Umstellung bei den Abschreibungen führt dazu, dass sich dies bei den Schulliegenschaften mit einer Verbesserung des Ergebnisses um gut 500 000 Franken niederschlägt, wie es im Amtsbericht heisst. In der Investitionsrechnung 2016 waren Nettoausgaben von 4,8 Mio. Franken geplant. Tatsächlich wurden nur rund 1,5 Mio. Franken aktiviert. Für 2017 sind Nettoausgaben von 4,1 Mio. Franken eingestellt.

Schöne Überschüsse erwirtschafteten auch die Technischen Betriebe. Der Bereich Strom erzielte einen Gewinn vor Abschreibungen und Rückstellungen von knapp 1,5 Mio. Franken. Das «Wasser» schloss mit einem Gewinn von knapp 250 000 Franken, der Bereich Kabelnetz CATV mit 350 000 Franken Gewinn. Nach zusätzlichen Abschreibungen und Rückstellungen können alle drei Bereiche auch weiteres Eigenkapital bilden. Dieses erreicht für alle drei Bereiche damit rund 3,4 Mio. Franken. Auch das Betagtenheim «Stütlihus» erzielte einen Jahresgewinn von gut 270 000 Franken.

Hinweis

Bürgerversammlung der Poli­tischen Gemeinde, Mittwoch, 5. April, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Unterdorf