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GRABS: Den Menschen auch Zeit geschenkt

In diesen Tagen werden die Päckli der «Aktion Weihnachtspäckli» in Osteuropa verteilt. Aline Lorenz war vor einem Jahr in der Ukraine als Fotografin dabei. Sie schilderte dem W&O ihre Erlebnisse.
Hanspeter Thurnherr
Die Päckli bringen den Kindern Freude in den zumeist tristen Alltag. (Bild: Aline Lorenz)

Die Päckli bringen den Kindern Freude in den zumeist tristen Alltag. (Bild: Aline Lorenz)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Die Aktion Weihnachtspäckli von vier Hilfswerken (siehe Box) wird seit einigen Jahren im November durchgeführt. Dabei können die Spender nach einer genauen Checkliste Produkte des täglichen Bedarfs, etwas Süssigkeiten und Spielsachen zu einem Päckli für Kinder oder Erwachsene zusammenstellen, die später am Zielort in einem osteuropäischen Land den Beschenkten Hoffnung und Freude bringen. Die vier Hilfswerke arbeiten vor Ort seit Jahren mit Partner zusammen. Die Päckli werden per Lastwagen in der Weihnachtszeit nach Osteuropa transportiert und von Partnern und teilweise von Freiwilligen aus der Schweiz an die Hilfsbedürftigen verteilt. So kommt es auch zu berührenden Begegnungen und Erlebnissen für beide Seiten.

Im vergangenen Jahr war die Grabserin Aline Lorenz zwischen Weihnachten und Neujahr bei einer der beiden Verteilreisen des Hilfswerks Licht im Osten (LIO) in der Ukraine dabei. «Wir waren drei Teams. Zwei kamen in einer Grossstadt zum Einsatz, unser Team im Dorf Poroshkovo, nahe der Grenze zu Ungarn und der Slowakei», erzählt die 22-Jährige. Das Team bestand aus sechs Mitreisenden, einem Leiterehepaar und einer Übersetzerin. Aline Lorenz war nicht nur als Verteilerin dort, sondern auch zum Fotografieren. Als gelernte Fotografin war sie dafür prädestiniert. Das Team wohnte bei einem einheimischen Pfarrerehepaar, das in diesem von Walachen bewohnten Dorf eine Kirche aufgebaut hatte. Diese romanischsprachige Volksgruppe lebt dort in einfachen Holzhäusern. Die aus der Schweiz gelieferten Päckli waren beim Ehepaar im Estrich gelagert.

Den Kindern manchmal Geschichten erzählt

«Jeden Morgen füllten wir den Bus mit etwa 100 Päckli und fuhren durchs Dorf zu den Familien. In der Regel verteilten wir ein Erwachsenen- und ein bis zwei Kinderpäckli pro Familie», schildert Lorenz das Vorgehen. Das Team sang auch christliche Lieder vor, meist im Schweizer Dialekt, vereinzelt auch einheimische Lieder. Manchmal verschenkten sie auch Kalender und gelegentlich auch mal eine selbstgestrickte Mütze oder erzählten den Kindern die Geschichte vom verlorenen Schaf.

Die Gäste aus der Schweiz erfuhren in den Gesprächen auch von den verschiedenen Nöten wie Geldmangel oder Krankheiten und beteten mit und für die Dorfbewohner. «Wir nahmen uns also, wenn gewünscht, bei unseren Besuchen Zeit für die einheimischen Menschen, sangen mit ihnen und schenkten den Kindern unsere Zuneigung», erinnert sich Aline Lorenz an jene Zeit. Das Team aus der Schweiz gestaltete drei Gottesdienste mit. «Dabei erzählten wir, wer wir sind, was wir hier machen und was wir persönlich von dieser Reise mitnehmen», erzählt Lorenz. Dass dabei auch Lieder aus der Schweiz gesungen wurden, versteht sich.

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