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GRABS: Das «kleine Paradies» der Spielgruppe wird mutwillig verunstaltet

Die Spielgruppe Waldmäuse hatte während 13 Jahren kaum Probleme mit ihrem Waldplatz. Seit den Herbstferien wurden dort jedoch mehrmals Abfälle hinterlassen und die Holzvorräte der Kinder verbrannt.
Eine Tafel weist darauf hin, dass die Feuerstelle genutzt werden kann, wenn Sorge getragen wird. (Bild: PD)

Eine Tafel weist darauf hin, dass die Feuerstelle genutzt werden kann, wenn Sorge getragen wird. (Bild: PD)

Für etwa 20 Kinder im Alter von zweieinhalb bis vier Jahren zählt jeweils der Montag zu den Höhepunkten der Woche. Dann nämlich werden sie in der Waldspielgruppe von Manou Kühne, Werdenberg, zu «Waldmäusen». Die Naturpädagogin leitet als Selbstständigerwerbende seit 13 Jahren die Waldspielgruppe Waldmäuse – die letzten zehn Jahre zusammen mit Zuleika Keller.

Manou Kühne kann auf wunderbare Walderlebnisse mit den Kindern zurückblicken. Doch seit den Herbstferien trüben Ereignisse um den Waldplatz der Spielgruppe das bisher so positive Bild. «Seit Wochen wird regelmässig Abfall liegen gelassen und unsere Holzvorräte, welche wir genau für solche Schneetage gesammelt haben, werden mutwillig verbrannt», schrieb Manou Kühne, verbunden mit einem Zeugenaufruf, auf Facebook.

In Fronarbeit eine gute Infrastruktur erschaffen

Auf Anfrage des W&O erklärt sie, dass sie mit den Kindern seit 13 Jahren denselben Platz in einem Stück Privatwald benutze, der ihnen vom Besitzer grosszügigerweise kostenlos zur Verfügung gestellt werde. Dank der Mithilfe der Eltern an den Frontagen «ist ein kleines Paradies geschaffen worden», sagt Manou Kühne voller Stolz. Eine grosse Feuerstelle, ein kleines «Stübli», ein Tippi und ein Kletterbaum zieren inzwischen den Waldplatz der «Waldmäuse». Weiter ausgebaut werde nun aber an den Frontagen nicht mehr, sondern nur noch Bestehendes ausgebessert.

Probleme hatte die Waldspielgruppe bisher selten. Natürlich wurde ihr Platz auch schon von Jugendlichen in Beschlag genommen, sodass montags dann zuerst der liegen gelassene Abfall einer Waldparty eingesammelt werden musste. Aber immerhin wurden jeweils das Holzlager, das die Kinder für sich angelegt haben, und auch die Gegenstände, die dort gelagert sind, respektiert. Der Waldspielplatz ist also nicht etwa eingezäunt und darf durchaus auch von anderen genutzt werden – so etwa in den letzten Jahren von zwei Kindergärten und einer Sprachspielgruppe.

«Welche Enttäuschung in den Kindergesichtern»

Seit Herbst dieses Jahres jedoch ist der Ärger und die Enttäuschung bei Manou Kühne gross, denn fast schon regelmässig wird der Waldplatz von Leuten heimgesucht, die Abfälle zurücklassen und die inzwischen grosse Mengen von Holz verbrannt haben. Besonders ärgerlich war dies in dieser Woche, als die Waldspielgruppe ihr Weihnachtsfest feiern wollte. Der zuvor eigens neu beschaffte Holzvorrat war erneut verbrannt worden. «Welche Enttäuschung in den Kindergesichtern», schrieb Manou Kühne dazu auf Facebook. Auch die für jedes Kind individuell gestalteten Holzstecken zum Bräteln lagen achtlos überall herum.

Was Manou Kühne besonders irritiert: «Als diese Woche Neuschnee lag, konnten wir Kinder- und Erwachsenen-Fussspuren beobachten, die bis zum Holzvorrat führten. Und die Feuerstelle war bis zuoberst mit Glut gefüllt.» Auch die Abfälle, die jeweils herumliegen (Verpackungen von Capri Sonne, Minipics, Schleckwaren usw.), deuten darauf hin, dass wohl eine Familie den Waldplatz verunstaltet. «Wir vermuten sogar, dass es immer dieselben Leute sind», sagt Kühne. Ihr Zeugenaufruf über Facebook brachte zutage, dass mehrmals ein hellblauer Kombi mit St. Galler Nummernschild gesichtet worden war.

Weil die Tafeln, die darauf hinweisen, doch bitte die Einrichtungen der Waldspielgruppe zu respektieren, offenbar nicht von allen beachtet werden, wird nun eine Fotofalle aufgestellt. «Bitte lächeln», heisst es dazu auf Facebook. (she)

Der Platz der Waldspielgruppe Waldmäuse erhielt in den vergangenen Wochen mehrmals unerwünschten Besuch. (Bild: PD)

Der Platz der Waldspielgruppe Waldmäuse erhielt in den vergangenen Wochen mehrmals unerwünschten Besuch. (Bild: PD)

Das gesammelte Holz ist angeschrieben. (Bild: PD)

Das gesammelte Holz ist angeschrieben. (Bild: PD)

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