GRABS: Auf dem Energiepfad durch Grabs

Die Gemeinde Grabs wurde vor zwei Jahren als Energiestadt mit dem Goldlabel ausgezeichnet. Diese Anerkennung soll auch 2019 noch Bestand haben. Ein Energiepfad zeigt die Reichhaltigkeit.

Heidy Beyeler
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Generationenübergreifendes Interesse auf der Entdeckungsreise auf dem Energiepfad der Gemeinde Grabs. (Bild: Heidy Beyeler)

Generationenübergreifendes Interesse auf der Entdeckungsreise auf dem Energiepfad der Gemeinde Grabs. (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

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Der Gemeinderat von Grabs hat sich zum Ziel gesetzt, die nachhaltige Energiepolitik im Einklang mit der Gemeindeentwicklung weiter voranzutreiben. ­Gemeindepräsident Niklaus Lippuner freute sich deshalb, dass Marcel Sturzenegger, Leiter Energie St. Gallen, persönlich an der Eröffnung des Energiepfades Grabs teilnahm. «Für uns ist die Grabser Energiepolitik wahrlich ein Leuchtturm, mit einer besonderen Ausstrahlung als Energiestadt Gold.» Die Gemeinde trage energiepolitisch dazu bei, das ­gesteckte Ziel zu erreichen. «Energie verbindet», sagte Sturzenegger, «weil wir alle eine warme Stube möchten, und für die Arbeit brauchen wir Strom, damit alle Maschinen laufen.»

Was kann der einzelne Bürger daraus mitnehmen?

So sei es für etliche Hausbesitzer cool, wenn sie selber Strom produzieren können – am Haus, in der Gemeinde. Wie man das ­machen kann, zeige der eben eröffnete Energieweg mit seinen verschiedenen Facetten sehr gut auf. Es sei schön, dass es Leute gibt, die bereit sind, ihre Anlagen auf diesem Weg zu zeigen. Interessierte können sich auf diese Weise inspirieren lassen, was sie in ihrem Haus umsetzen können. Der Energiepfad bietet in dieser Hinsicht geradezu einen wertvollen Erfahrungsaustausch. Marcel Sturzenegger rühmte den Gemeinderat über die Art und Weise, wie er vorgegangen ist bis hin zur Gründung des Vereins, der nun gepflegt und weiterentwickelt werden soll.

Anschliessend informierte Gemeinderat Marcel Wessner über den Energiepfad Grabs, der als Lehrpfad vorbildliche Objekte zur Produktion erneuerbarer Energie und Energieeffizienz sichtbar macht. «Grabs hat heute schon viel zu bieten mit gutem Trinkwasser, der Fernwärme, dem Energiemix, den Plus-Energiehäusern sowie der Energie A (A wie autark). Drei Millionen ­Liter Öl werden in öffentlichen Gebäuden dank der Fernheizung in Grabs substituiert.» Hier stelle sich die Frage: «Wie können wir die Bürger in Grabs mitnehmen auf dem Weg zur Energiestadt 2050? Dafür haben die Stimmbürger im Mai Ja gestimmt, oder wollen wir gar hinarbeiten zur 2000-Watt-Gesellschaft? Wir werden mit dem Energiepfad die Einwohner sensibilisieren, aufklären, gluschtig machen und Möglichkeiten aufzeigen», sagte Wessner. Man wolle kommunal, regional, kantonal und schweizweit aufzeigen, wie der Lehrpfad entstanden ist. Wessner sieht darin ein einzigartiges Projekt. «Wir haben die Zusage von einem ­Inves- titionsbeitrag von 20000 Franken.» Das nächste Projekt steht schon an, verkündete er. Es soll eine Energiewerkstatt entstehen mit Praxistransfer zu Energiethemen – auch in Verbindung mit Schulen. Wer Lust hat, kann zu Hause in der warmen Stube unter der Adresse www.energiepfad.ch einen virtuellen Spaziergang mit zahlreichen 360-Grad-Bildern von Grabs und dem Grabserberg unternehmen und dabei interessante Informationen erfahren und Erkenntnisse gewinnen. Mit einer App (für Android und Apple-Geräte) erfahren Neugierige auf dem Energiepfad vor Ort Hintergrundinformationen der einzelnen bereits realisierten Objekte.