GRABS: 1974 Kilometer brachten 40000 Franken ein

Bei idealen Wetterbedingungen nahmen am Samstag 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Strecke des Zwei-Stunden-Laufs unter die Füsse oder unter die Rollen. Dabei kam ein ansehnlicher Betrag für Hilfsprojekte in Bangladesch und in Äthiopien zusammen.

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Die Läufer, Walker, Skater und Scooter-Fahrer drehten während zweier Stunden ihre Runden. (Bild: Corinne Hanselmann)

Die Läufer, Walker, Skater und Scooter-Fahrer drehten während zweier Stunden ihre Runden. (Bild: Corinne Hanselmann)

Corinne Hanselmann
corinne.hanselmann@wundo.ch

Bereits zum 29. Mal fand am Samstagnachmittag der Grabser Zwei-Stunden-Lauf, organisiert  durch den Cevi Grabs, statt. Ausgehend vom Marktplatz drehten die 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Läufer oder Walker, oder aber mit Inlineskates oder Scooter, ihre Runden. Die Strecke der Läufer war 1,9 Kilometer lang, diejenige der Skater und Scooter-Fahrer 3,2 Kilometer. Im Vorfeld hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Freunden, Verwandten, Nachbarn, Firmen und so weiter Sponsoren mobilisiert, die ihnen pro zurückgelegten Kilometer einen bestimmten Betrag versprachen. Deshalb ging es am Lauftag darum, innert zwei Stunden möglichst viele Kilometer zu absolvieren. Dass dies trotz Anstrengung viel Spass macht, zeigten die vielen strahlenden Gesichter, die immer wieder den Start-Ziel-Bereich beim Marktplatz passierten und von den Zuschauern angefeuert wurden.
Auch für das leibliche Wohl der Sportlerinnen und Sportler war gesorgt: Unterwegs boten ihnen Verpflegungsstände Getränke und Früchte an.
 

Der Lauf für die Anderen

Das gesammelte Geld war natürlich nicht für ins eigene Portemonnaie bestimmt, sondern kommt einerseits dem Grabs-Äthiopien-Projekt, das seit Jahren durch den Zwei-Stunden-Lauf unterstützt wird, andererseits der Gesundheits- und Quartierentwicklung vom YWCA in Bangladesch zugute. Dort soll die Lebensqualität von benachteiligten jungen Frauen verbessert werden, mit Unterstützung in Bereichen wie Gesundheit und Bildung.
Ob ganz jung oder bereits etwas älter, ob Sportler oder nur gemütlicher Spaziergänger – am Zwei-Stunden-Lauf durften alle mitmachen, einzeln oder als Gruppe. Bei jedem Durchgang beim Marktplatz gaben die Läufer einen personalisierten Zettel mit Strichcode ab, so wurden ihre Runden erfasst. Alles in allem absolvierten die 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 1974 Kilometer. Das bringt Sponsorengelder in der Gesamthöhe von 40681 Franken zusammen. Die ertragreichste Gruppe sammelte 5804 Franken. Der ertragreichste Läufer, der offensichtlich gute Sponsoren im Hintergrund hatte, brachte 5104 Franken zusammen.
 

Gelder werden auch für Soforthilfe eingesetzt

Dank grosszügigen Firmensponsoren können die Organisationskosten gedeckt werden. «So kann jeder erlaufene Franken an die Projekte weitergegeben werden», sagt Rolf Heim, OK-Präsident des Zwei-Stunden-Laufs. «Gerade in Bangladesch, wo es im August zu verheerenden Überschwemmungen gekommen ist, können die Mittel auch für entsprechende Soforthilfe eingesetzt werden.» Horyzon, die Schweizer Entwicklungsorganisation für Jugendliche, überwacht das Projekt und ermöglicht so, dass die Gelder auf effektivstem Weg eingesetzt werden.
«Die Stimmung auf dem Marktplatz war ausgezeichnet»,  freut sich Heim. «Aufgrund der idealen Wetterverhältnissen war es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, deren Sponsoren und auch für die Zuschauer ein toller Anlass, der unfallfrei über die Bühne ging.»