Grabesruhe für Kindergräber wird auf 20 Jahre angehoben

BUCHS. Der Buchser Stadtrat hat ein neues Bestattungs- und Friedhofsreglement erlassen. Sofern bis zum 18. September kein Referendum zustande kommt, tritt es am 1. Januar 2016 in Kraft.

Alexandra Gächter
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Kindergräber erhalten in Buchs neu eine Grabesruhe von 20 Jahren. Die Friedhofssanierung wird durch das neue Reglement nicht tangiert. (Bild: Alexandra Gächter)

Kindergräber erhalten in Buchs neu eine Grabesruhe von 20 Jahren. Die Friedhofssanierung wird durch das neue Reglement nicht tangiert. (Bild: Alexandra Gächter)

BUCHS. Der Buchser Stadtrat hat ein neues Bestattungs- und Friedhofsreglement erlassen. Sofern bis zum 18. September kein Referendum zustande kommt, tritt es am 1. Januar 2016 in Kraft.

Das neue Reglement tangiert die Friedhofssanierung nicht, wie Stadtschreiber Markus Kaufmann sagt. Auch mit den Urnen, die einst verschoben und dann doch bleiben durften, hat das Reglement nichts zu tun. «In dieser Hinsicht bleibt alles, wie es ist», so Kaufmann. Das alte Bestattungs- und Friedhofsreglement ist seit 1999 in Kraft. «Und nun war es einfach Zeit für eine Reform.» Das neue Reglement werde der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte gerecht. So gibt es heute zum Beispiel viel mehr Feuerbestattungen als früher.

Regeln für Auswärtige gelockert

Eine der wichtigsten Änderungen des Reglements betrifft die Grabesruhe von Kindern. Diese wird von 15 auf 20 Jahre angehoben. Somit gilt bei den Kindern das gleiche Recht wie bei den Erwachsenen. «Die frühere Ungleichheit stiess bei den Eltern auf Unverständnis», so Kaufmann. Bei Verstorbenen, die vor dem 1. Januar 2016 bestattet werden, gilt das bisherige Reglement.

Gelockert wurde das Reglement zudem bei auswärtigen Personen, welche gerne auf dem Friedhof Buchs bestattet werden möchten. Die Menschen sind heute mobiler. Früher verbrachten sie oft ihr ganzes Leben in der Gemeinde. «Es gibt Personen, die zwar ihre Wohngemeinde wechseln, aber immer noch einen Bezug zu Buchs haben und deshalb hier bestattet werden wollen. Diesem gesellschaftlichem Trend haben wir Rechnung getragen», so Kaufmann. Angehörige können ein Gesuch für ein Grab in Buchs stellen, wenn die verstorbene Person eine starke Bindung an Buchs hatte, das Buchser Bürgerrecht besass, früher in Buchs wohnte oder wenn ein naher Angehöriger in Buchs bestattet wurde oder zivilrechtlich in Buchs wohnhaft ist.

Nach Ablauf der Grabesruhe wird bei Urnen die Asche ohne Gefäss und Namensnennung im Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Dies steht nicht mehr im neuen Reglement. Dennoch ändere sich die Praxis hier nicht, wie Stadtschreiber Markus Kaufmann sagt.

Fachgruppe statt Kommission

Neu gibt es nun keine Friedhofskommission mehr, sondern eine Fachgruppe Friedhof. Das Ressort Alter/Gesundheit setzt diese Fachgruppe ein. «Wir sind der Meinung dass eine Fachgruppe flexibler und anlassbezogener entscheiden kann», so Kaufmann.

Schlankeres Reglement

Das neue Reglement ist nur etwa halb so lang, wie das vorgängige Reglement aus dem Jahr 1999. Viele Artikel sind nicht mehr aufgeführt. Durch die kantonale Gesetzgebung sei bereits vieles aus dem ehemaligen Friedhofsreglement geregelt. Deshalb konnte das neue Reglement schlanker gestaltet werden, sagt Markus Kaufmann. Gewisse Regelungen werden ausserdem neu in Anhängen aufgeführt. «Spätere Änderungen können so einfacher getätigt werden», fügt Kaufmann an.

Das Bestattungs- und Friedhofsreglement liegt bis am 18. September in der Stadtkanzlei Buchs auf