Grabenloser Leitungsbau

Im Gebiet Tobeläckerli werden Bauarbeiten für die Erneuerung der Trinkwasserleitung des EW Buchs ausgeführt. Diese Arbeiten werden mittels Spezialtiefbauverfahren getätigt.

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Baustelle mit Startgrube für die Horizontalspülbohrung bei der EW-Zentrale Altendorf (links teilweise sichtbar). (Bild: Hansruedi Rohrer)

Baustelle mit Startgrube für die Horizontalspülbohrung bei der EW-Zentrale Altendorf (links teilweise sichtbar). (Bild: Hansruedi Rohrer)

BUCHS. Die Versorgung der Stadt Buchs mit Trink-, Brauch- und Löschwasser erfolgt primär ab dem Reservoir Tobeläckerli. Die gesamte Wasserversorgung wird über zwei etwa 120jährige Graugussleitungen mit je 180 Millimeter Nennweite gespiesen. In den vergangenen Jahren wurde das Buchser Leitungsnetz kontinuierlich ausgebaut und erneuert. Die wichtigsten Hauptverbindungsleitungen wurden realisiert, die eigentlichen Netzpendenzen gemäss GWP aus dem Jahre 1990 sind erledigt. Bei Bedarf, etwa bei Notfällen oder Verbrauchsspitzen, kann über das Grundwasserpumpwerk Birkenau sowie über das Stufenpumpwerk Buchs–Grabs Wasser bezogen respektive ins Netz eingespeist werden.

Ableitung ab Reservoir

Der eigentliche Schwachpunkt (oder Risikofaktor) sei die Ableitung ab dem Reservoir Tobeläckerli in das Versorgungsnetz über die beiden alten Graugussleitungen, teilt Bauingenieur Guido Köppel vom Ingenieur- und Geometerbüro FKL & Partner, Grabs, mit. «Risiken bestehen durch die Leitungsführung im Hang und vor allem bei der Querung des Tobelbaches, welcher ein grosses Zerstörungspotenzial bei Starkniederschlägen auslösen könnte.» Um diesen kritischen Punkt zu eliminieren, wurde in den Jahren 2009 bis 2010 die Hydrantenleitung «Einspeisung Buchs Nord» als redundante Einspeisung in das Netz Buchs realisiert.

Letzter Abschnitt

Nun gilt es, als letzten Abschnitt, die beiden Graugussleitungen zwischen Mühleparkplatz und dem Maschinenhaus Tobeläckerli zu erneuern. Bedingt durch die schwierige Topographie (Querung Buchserbach, steiles Waldstück zwischen Zentrale Altendorf und Tobeläckerli) sowie die parallel zum Leitungs-Trassee verlaufende Hochdruckleitung sei als Alternative zum konventionellen Leitungsbau auch die Variante «Grabenloser Leitungsbau» untersucht worden, erwähnt der Ingenieur weiter. «Es wurden zwei Offerten für die Leitungsverlegung mittels Horizontalspülbohrung eingeholt und dem konventionellen Leitungsbau gegenübergestellt. Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile haben wir uns, in Absprache mit dem EW Buchs, für die Variante <Horizontalspülbohrung> entschieden.»

Pilotbohrung

Um Aufschluss über die anstehende Geologie zu erhalten, wurde vorgängig eine Pilotbohrung durchgeführt. Diese zeigte, dass das Rohrtrassee über weite Teile in felsigem Untergrund liegt. Im Bereich der Start- und Zielgrube wurde grobblockiges Material angetroffen. Hier ist zur Stabilisierung des Bohrlochs ein PE-Schutzrohr eingezogen worden. Im Bereich der Start- und der Zielgrube erfolgt die Rohrverlegung in konventioneller Bauweise. Die Anbindung der bestehenden Leitung Schenkenalpweg erfolgt in Duktilguss.

Mit der Realisierung dieses Projektes kann die Versorgung mit Trink-, Brauch- und Löschwasser der Stadt Buchs für die kommenden Generationen sichergestellt werden, heisst es in der Medienmitteilung. (pd)

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