Goods spannende Aufholjagd

Am Samstag fand in Buchs der Sparta Boulder-Cup statt. Von den regionalen Boulderern konnten sich nur David Good (U18) und Moreno Ghilardi (U10) für die Finalwettkämpfe qualifizieren. Good realisierte Platz eins in seiner Kategorie.

Miriam Küpper
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Die Ruhe selbst und aufs Ziel fokussiert: David Good nahm all seinen Mut zusammen und setzte zum alles entscheidenden Sprung an. (Bild: Miriam Küpper)

Die Ruhe selbst und aufs Ziel fokussiert: David Good nahm all seinen Mut zusammen und setzte zum alles entscheidenden Sprung an. (Bild: Miriam Küpper)

BOULDERN. Seit 10 Uhr Samstagmorgen standen kletterbegeisterte Kinder und Jugendliche der Alterskategorien U10 bis U18 in der Sparta Boulderhalle in Buchs im Einsatz, um ihr Können an den Bouldern zu beweisen. Zunächst fand die Qualifikation an den jeweiligen Altersklassen zugeordneten Bouldern statt. Dabei schieden bis auf den Kletterer in der jüngsten Kategorie, Moreno Ghilardi, und den Kletterer in der ältesten Kategorie, David Good, alle Werdenberger Wettkämpfer aus.

Vor dem Final in die Isolation

Nach den Qualifikationsrunden wurden alle Finalisten in die Isolation geschickt (in der sich alle Kletterer vor und nach ihrem Versuch jeweils befinden). Währenddessen wurde an den Kletterwänden eifrig geschraubt und getüftelt, um die neuen Griffe an der vorgesehenen Route anzubringen und die alten Griffe abzunehmen oder zu verschieben. Daraufhin hatten die Boulderer drei Minuten Zeit, um die neue Strecke für ihre Altersklasse in Augenschein zu nehmen. Es durfte angefasst, probiert und diskutiert werden. Nach diesen drei Minuten ging es wieder zurück in die Isolation und dann einzeln an den Boulder.

Top-Griff ausser Reichweite

Umso weiter man in möglichst wenigen Versuchen an den einzelnen Bouldern kam, umso besser fiel die Wertung der Athleten aus. Dies beginnt bei der richtigen Startposition (ob aus dem Sitzen oder dem Stehen), in der man an die Wand und die Griffe herangeht, geht weiter in die Zone und endet mit dem Erreichen des Top-Griffs, der den letzten Griff der Route und somit auch die höchste Punktzahl darstellt. Bis zu diesem Griff schaffte es Moreno Ghilardi nicht; er musste sich an dem Boulder für die Kategorie U10 sowohl im ersten als auch im zweiten Final noch vor der Zone geschlagen geben.

Nachdem David Good im ersten Finaldurchgang nur 100 Punkte erreichte, sein Gegner jedoch 130, galt es für ihn, nochmals alle Kräfte zu bündeln für den zweiten Umgang. Dieser erstreckte sich über drei Meter quer über die Kletterwand. Jedoch war der Top-Griff derart weit vom davor liegenden Griff entfernt, dass er nur durch einen mutigen Sprung erreicht werden konnte. Zu diesem setzte David Good auch an und schwebte kurze Zeit in der Luft – doch konnte er den Top-Griff erreichen und sich an diesem mit beiden Händen festhalten. Good gab zu: «Dieser Sprung hat mich schon noch etwas Überwindung gekostet». Für seinen Mut wurde er sehr gut mit 190 Punkten belohnt, die ihm letztlich den Sieg in der Kategorie U18 einbrachten.

Bouldern geselliger als Klettern

«Ich fand die Organisation vom Turnier sehr gut gelungen», meinte David Good nach Wettkampfende. Ausserdem teilte er mit, dass ihm am Turnier am besten die beiden Final-Boulder gefallen hätten, da sie abwechslungsreich gewesen seien und eine Herausforderung für ihn darstellten.

David Good sagte weiter: «Ich klettere zwar lieber am Seil, doch gehe ich ab und zu schon sehr gerne in die Boulderhalle.» Vor allem, weil Bouldern viel geselliger sei als das Klettern am Seil. «Ich kann einfach mal schnell mit meinen Kollegen eine Runde Bouldern gehen und Spass haben», bemerkt Good. Ausserdem sei beim Bouldern nicht so viel Vorwissen nötig, nach einer kurzen Einführung könne man drauflosklettern. Durch die geringe Höhe der Kletterwände und das Landen auf weichem Untergrund oder sogar dicken Matten ist die Sicherheit stets auch ohne erfahrenen Partner gewährleistet.