Golfer spielen für Menschen in Not

Bereits zum 7. Mal führte der Lions-Club Werdenberg am Samstag die Golf Charity durch. Der Erlös von gut 20 000 Franken wird dieses Mal Werdenbergerinnen und Werdenbergern, vornehmlich Familien und Alleinerziehenden mit Jugendlichen und Kindern, zu Gute kommen.

Heidy Beyeler
Merken
Drucken
Teilen
Sie haben gut lachen – den Preisträgern machte jedoch die Hitze ebenso zu schaffen, wie allen anderen auch; zu Ehren und zu einem Preis kam ausserdem Philipp Untersander, der es auf der Rangliste auf letzten Platz schaffte. (Bild: Heidy Beyeler)

Sie haben gut lachen – den Preisträgern machte jedoch die Hitze ebenso zu schaffen, wie allen anderen auch; zu Ehren und zu einem Preis kam ausserdem Philipp Untersander, der es auf der Rangliste auf letzten Platz schaffte. (Bild: Heidy Beyeler)

GAMS. Es war wahrlich heiss, beinahe zu heiss um sich während gut fünf Stunden an der prallen Sonne sportlich zu betätigen. Dennoch folgten knapp 70 Golfer dem Ruf des Werdenberger Lions Clubs, an der Pro Futura Golf Charity mitzumachen.

Kein Spiel wie das andere

Golfspieler, die das erste Mal auf der Anlage von Golf Gams-Werdenberg spielten, beurteilten die Golfanlage äusserst anspruchsvoll. Die Herausforderung an diesem Turnier sei deshalb gross gewesen, meinte eine Teilnehmerin aus dem Raum Zürich. «Auf diesem Platz passiert alles, was man sich als Spielerin oder Spieler in einem Wettbewerb nicht wünscht. Das macht das Golfspielen spannend.»

Wie immer an solchen Turnieren gab es am Samstag in Gams Golfspieler, die zu Höchstleistungen aufliefen und wiederum andere, die zwar routinierte Golfer sind, denen an diesem Tag aber nichts gelingen wollte. Ein über sein Ergebnis etwas enttäuschter Spieler meinte: «Es ist eben kein Spiel wie das andere. Heute beispielsweise war es nicht mein Tag».

Antoine Lemaire, Präsident Colfclub Gams-Werdenberg, begrüsste die Gäste zum Apéro und zur Siegerehrung und rief in Erinnerung, dass eine Charity durchgeführt werde, um Geld zu sammeln «für Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns». Und, «gerade jetzt erleben wir, wie die ganze Welt aus den Fugen gerät und die Flüchtlingswellen tagtäglich erschüttern. Zum gleichen Zeitpunkt passiert nur wenige Kilometer von unseren Grenzen entfernt der paradoxe Wahnsinn auf dieser Welt, bei dem beispielsweise ein Spieler (Fussball) von einem Verein zum anderen Verein für 80 Millionen Euro verkauft wird. Das gibt mir zu denken.» Lemaire ermunterte die Anwesenden, sich gerade bei einem solchen Anlass, bei dem es um Charity geht, auch ein paar Gedanken zu Elend und Not zu machen.

Erlös zugunsten von WOhWO

Der Erlös des 7. Pro Futura Golf Charity bleibt in der Region. Begünstigte Organisation ist die Hilfsaktion «Werdenberger und Obertoggenburger helfen Werdenbergern und Obertoggenburgern» WOhWO. Der Verein wurde vor 13 Jahren gegründet. Während dieser Zeit wurden bereits 450 000 Franken in der Region gesammelt und in der Region verteilt. Armando Bianco, Präsident des Vereins, stellte das Projekt am Samstag kurz vor der Siegerehrung den Gästen vor, die sich beeindruckt zeigten über das Konzept, das vornehmlich Familien und Alleinerziehende mit Jugendlichen und Kindern unterstützt.

Hauptpreise mit hohem Wert

Nach dem offiziellen Teil, der Siegerehrung, ging es gemütlich weiter bei einem variantenreichen Barbecue aus der «Bahnhöfli»-Küche bei guten Gesprächen mit Tischnachbarn, bei denen es nicht zwingend um Golf ging. Aufregend wurde es schliesslich, als die Tombola-Preise verteilt wurden. Bei den lukrativen Hauptpreisen im Wert ab 380 bis 8000 Franken, die dank grosszügigen Sponsoren zusammenkamen, kletterte das Stimmungsbarometer im Publikum ganz schön in die Höhe.

AUSZUG AUS DER RANGLISTE

Brutto Damen: 1. Christine Baker, Gams-Werdenberg. – Brutto Herren: 1. Sandro La Regina. – Netto Damen: 1. Johanna Hemmerle, Gams-Werdenberg; 2. Sandra Brunschwiler, ASG GolfCard Migros; 3. Anna La Regina, Gams Werdenberg. – Netto Herren: 1. Werner Bachmann, Gams-Werdenberg; 2. Ueli Neeracher, Gams-Werdenberg; 3. Harri Friberg, Gams-Werdenberg. – Nearest to the pin: Damen: 1. Anna La Regina, Gams-Werdenberg (Distanz zur Fahne 3,94 Meter); Herren: 1. Harri Friberg, Gams-Werdenberg (Distanz zur Fahne 3,45 Meter).