GOLF: Titelverteidigerin spielt in Gams

Das Teilnehmerfeld der VP Bank Ladies Open nimmt konkrete Formen an. Ein Name sticht besonders heraus: Mit Linda Henriksson (Finnland) startet die Siegerin des Vorjahres auf dem Golfplatz Gams-Werdenberg.

Drucken
Teilen
Titelverteidigerin Linda Henriksson fühlt sich sehr wohl auf dem Gamser Golfplatz. (Bild: PD)

Titelverteidigerin Linda Henriksson fühlt sich sehr wohl auf dem Gamser Golfplatz. (Bild: PD)

In einem Monat ist es soweit: Dann startet das VP Bank Ladies Open auf dem Parcours des Golfclubs Gams-Werdenberg. Es ist das erste Schweiz-Event der LET Access Series in diesem Jahr. Ehrensache, dass die Schweizer Playing-Proetten vom 4. bis 6. Mai geschlossen an den Start gehen werden.

Das VP Bank Ladies Open im GC Gams-Werdenberg gehört seit der ersten Austragung zu den beliebtesten Turnieren der Ladies European Tour Access Series (Letas). Im Frühling ausgetragen, ist das Event stets auch ein Formtest für die Proetten, wenn sie nach einer langen Winterpause wieder in den Turniermodus wechseln. Nicht nur deshalb ist der Ansturm auf die Startplätze bei diesem Schweiz-Event jeweils besonders gross –und die Warteliste lang. Dies, obwohl das Feld von bislang 126 auf neu 132 Startplätze erweitert wird. Unverändert bleibt, dass sich nur die 45 Besten (plus Schlaggleiche) für die Finalrunde vom Sonntag, 6. Mai, qualifizieren.

Acht Schweizer Proetten am Start

Der Kampf um die Startplätze ist gross, in verschiedenen Kategorien stehen für die jeweils Bestklassierten fixe Startplätze zur Verfügung. Als Vertreterinnen des Gastgeberlandes haben die Schweizer Proetten mit einer Letas-Tourkarte 2018 einen Platz im Teilnehmerfeld sicher. Turnierbotschafterin Melanie Mätzler und ihre Landsfrauen Caroline Rominger, Valeria Martinoli, Clara Pietri, Eva-Maria Möhwald, Rachel Rossel, Eva Baraschi und Anaïs Maggetti können sich deshalb derzeit voll auf die Turniervorbereitung konzentrieren. Ein Heimturnier zum Saisonstart schürt bei Athletinnen und Publikum Erwartungen. Die Zuversicht der Swiss-PGA-Proetten für das VP Bank Ladies Open 2018 ist gross. «Ich möchte die Zuschauer begeistern und sie mit dem Golffieber anstecken», sagt Turnierbotschafterin Melanie Mätzler, die ein Top-10-Ergebnis anpeilt. Eine Klassierung in den ersten zehn Rängen ist auch das Ziel der beiden Tessiner Proetten Valeria Martinoli und Anaïs Maggetti. Die Romande Clara Pietri nennt keine bestimmte Platzierung als Ziel, sagt aber: «je weiter vorne, umso besser». Erstmals mit einem richtig guten Gefühl nach Gams anreisen wird die Bündnerin Caroline Rominger, die 2017 als Elfte bestklassierte Schweizerin gewesen ist: «Ich möchte wieder so ein tolles Turnier erleben wie letztes Jahr, als ich erstmals bei diesem Turnier den Cut geschafft und am Finaltag richtig gut gespielt habe. Der Parcours und ich haben uns endlich angefreundet.»

Linda Henriksson peilt den nächsten Sieg an

Neben den Schweizer Proetten haben auch die letztjährigen Letas-Turniersiegerinnen ihren Startplatz bei der VP Bank Ladies Open 2018 sicher. Der Veranstalter freut sich besonders, dass Vorjahressiegerin Linda Henriksson zur Titelverteidigung antreten will. Die 28-jährige Finnin spielte sich 2017 in die Herzen des Pu-blikums, als sie im Play-Off gegen die Russin Nina Pegova ihren ersten Letas-Titel erringen konnte. Henriksson erinnert sich an ihren Triumph in Gams, als wäre es gestern gewesen: «Der Sieg war der Lohn für meine harte Arbeit. Mein Ziel war letztes Jahr, ein Turnier zu gewinnen –dass mir dies schon Anfang Mai gelungen ist, war grossartig. Und es bedeutet, dass ich für den Rest meines Lebens ein Champion bin.» Henriksson freut sich auf die Rückkehr in die Schweiz: «Es ist für mich eine neue Situation, als Titelverteidigerin anzutreten. Da sind die Erwartungen höher. Ich hoffe, ich kann diese erfüllen. Immerhin passt das Platz-Layout zu meinem Spiel.»

Die Turniere der LET Access Series bieten jeweils auch hoffnungsvollen Top-Amateurinnen eine Chance, ihr Können zu beweisen und Tour-Luft zu schnuppern. Beim VP Bank Ladies Open 2018 sind sechs Startplätze für ambitionierte Spielerinnen aus dem ASG-Nationalkader reserviert. Somit dürfen sich Elena Moosmann (GC Ennetsee), Vanessa Knecht (GC Bubikon), Chiara Tamburlini (OSGC Niederbüren), Natalie Armbruester (GCC Schönenberg), Victoria Monod (Domaine Impérial) und Yael Berger (GC Interlaken-Unterseen) auf eine Teilnahme an diesem Tour-Event freuen.

Auch Österreich wird vertreten sein. Als Gewinnerin der Letas-Order-of-Merit 2016 hat Sarah Schober ihren Startplatz in Gams sicher. Auch die Tiroler Olympionikin Christine Wolf ist als LET-Stammspielerin über ihr Ranking qualifiziert. Zudem tritt Nina Mühl in Gams an. (pd)