Goldmedaille für die Energiestadt

Am Tag der Sonne feierte Buchs im Rahmen eines Energiestadtfestes die Goldlabel-Zertifizierung. Nebst Referaten zum Thema und der Inbetriebnahme der Buchser Photovoltaikanlage in der Lokremise lud auch ein Energiemarkt mit Fachleuten an der Bahnhofstrasse ein.

Hansruedi Rohrer
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Stadt Buchs mit Energie.

Stadt Buchs mit Energie.

BUCHS. Die Energiestadt Buchs erhielt bekanntlich im November 2013 in Luxemburg den European Energy Award Gold für das fortschrittliche Energie-Engagement. Das ist die höchste Auszeichnung für Energiestädte in Europa. Und das wurde am Samstag gefeiert.

Nach der Label-Übergabe in der Lokremise erfolgte die gemeinsame Inbetriebnahme der grössten Buchser Photovoltaik-Anlage durch Knopfdruck. Diese Anlage wurde vom EWB im November 2013 auf das Dach der Firma Eggenberger Recycling an der Industriestrasse montiert. 3024 installierte Solarpanels liefern 700 000 kWh Energie im Jahr. Das reicht für 250 Haushalte.

Soziales Projekt unterstützt

Als Überraschung gab Hagen Pöhnert, EW-Chef und Präsident Rii-Seez-Power, bekannt, dass das EW Buchs künftig ein soziales Projekt mit fünf Prozent des finanziellen Jahresertrages dieser Photovoltaikanlage unterstützen werde. Begünstigt wurde zum Start der Verein Shanti Schweiz von Jakob Schaub, des ehemaligen technischen Leiters des EW Buchs. Er baute in Bangladesh eine Schule für Elektriker auf und gab am Samstag Einblick in das Projekt. Hagen Pöhnert führte am Nachmittag auch in die Veranstaltung über die Technologie für eine lebenswerte Energiezukunft ein. Nebst den skurrilen, aber funktionierenden Erfindungen des durch das Fernsehen bekannten Tüftlers Stefan Heuss referierte Nick Beglinger, Präsident Swisscleantech, über die «grüne Wirtschaft», welche übrigens nicht eine Industrie, sondern ein Qualitätsmerkmal bedeute. In der Schweiz müsse man stets mit innovativen Produkten punkten, wenn man auf der Schiene der grünen Wirtschaft fahren wolle. Dies aber stets mit der Berücksichtigung einer Vollkostenrechnung. So könne man sich nicht nur selber stärken, sondern eine Vorreiterrolle einnehmen.

Fest für alle mit Konzert

Ab Mittag startete auf einem Teil der autofreien Bahnhofstrasse der Energiemarkt mit verschiedenen Anbietern. Sie boten Beratung und Fach-Informationen rund um die Energie aus erster Hand an.

Der Abschluss des Energiestadtfestes gestaltete sich rockig. Die regional bekannte Band Station Quo lud ab 17 Uhr auf dem «chez Fritz»-Areal zum «Energiekonzert». Wobei das Wort «Energie» hier auch auf die Lautstärke fokussiert werden muss. Am späteren Abend trat die Gruppe Mash auf. Sie ist ja berühmt für ihren Ohrwurm «Ewigi Liebi». Der Eintritt zu den Veranstaltungen und Konzerten war frei.

Die Gemeinde Buchs wird natürlich weiterhin verantwortungsvoll und bewusst mit Energie umgehen.

Konzert der regional bekannten Band Station Quo am Energiefest. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Konzert der regional bekannten Band Station Quo am Energiefest. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Energiemarkt im Buchser Zentrum am Samstag.

Energiemarkt im Buchser Zentrum am Samstag.

Hagen Pöhnert gibt das soziale EW-Projekt bekannt.

Hagen Pöhnert gibt das soziale EW-Projekt bekannt.

Willi Haag, Hanspeter Schwendener, Hagen Pöhnert, Daniel Gut, Sascha Quaderer und Tochter starten die Photovoltaikanlage.

Willi Haag, Hanspeter Schwendener, Hagen Pöhnert, Daniel Gut, Sascha Quaderer und Tochter starten die Photovoltaikanlage.

Nick Beglinger referiert über die grüne Wirtschaft.

Nick Beglinger referiert über die grüne Wirtschaft.

Regierungsrat Willi Haag, Vorsteher des Baudepartements des Kantons St. Gallen, freut sich sehr über den Gold-Award für Buchs.

Regierungsrat Willi Haag, Vorsteher des Baudepartements des Kantons St. Gallen, freut sich sehr über den Gold-Award für Buchs.

Energiegewinnung aus der Luft, erklärt am Energiestadtfest in Buchs.

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Stefan Heuss mit einer seiner verrückten Erfindungen.

Stefan Heuss mit einer seiner verrückten Erfindungen.

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