Glück kann man selber definieren

Die Bäuerinnen- und Landfrauenvereinigung Buchs-Räfis organisierte am Samstagnachmittag in der Mensa des bzb die diesjährige Bezirkstagung. Das Motto der Veranstaltung war dem Glück gewidmet. Dazu gab es ein Referat von Claire Schmid.

Hansruedi Rohrer
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Der Neugutchor tritt auf, auch die Buchser Bäuerinnen- und Landfrauenpräsidentin Marianne Eggenberger singt mit (Dritte von rechts). (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Der Neugutchor tritt auf, auch die Buchser Bäuerinnen- und Landfrauenpräsidentin Marianne Eggenberger singt mit (Dritte von rechts). (Bilder: Hansruedi Rohrer)

BUCHS. Die Buchser Landfrauen luden zur Bezirkstagung ein und hatten für den gemütlichen Nachmittag das Motto «Glück ist nicht nur Glückssache» gewählt. Viele grosse und kleine Glückskäfer, welche zur wunderschönen Dekoration gehörten, wiesen den Weg von der bzb-Eingangstüre zur Mensa.

Nach dem Begrüssungslied durch den Neugutchor hiess Marianne Eggenberger, Präsidentin der Bäuerinnen- und Landfrauenvereinigung Buchs-Räfis, alle herzlich willkommen. Sie erwähnte auch die 38 Buchser Mitglieder, unter denen das älteste 94 Jahre zählt. Vom Neugutchor war auch das Lied «Am Morge früeh, wenn d Sunne lacht» zu hören. Nur der Text dazu war anders, er stammte von Babeli Beusch (90jährig) aus Buchs, sie hatte zur bekannten Melodie ein ganz besonderes Lied gedichtet.

Leistungen der Bauernfrau

Gemeindepräsident Daniel Gut überbrachte die Grüsse des Gemeinderates und würdigte die grossen Leistungen der Landfrauen und Bäuerinnen. Er erinnerte dabei an die eher traurigen Seiten, nämlich an die immensen Arbeiten der Frauen vor 100 und vor 75 Jahren während der Weltkriege. Das Berufsbild der Bäuerin habe sich wohl gewandelt, geblieben sei aber die grosse zeitliche Belastung und die Verantwortung zusammen mit den Landwirten. Daniel Gut wünschte deshalb, das Glück möge doch in jeder Bauernfamilie einkehren.

Die Bäuerinnen und Landfrauen seien für andere Menschen wichtig, sagte dann Ortsgemeindepräsident Heini Senn. «Ohne Euch geht nichts, die heimlichen Chefs seid Ihr! Deshalb habe ich grosse Hochachtung vor Euren Leistungen, und Ihr hängt das nicht an die grosse Glocke!» Für weitere Unterhaltung war das Musikquartett Vergiss Fis mit Susanne Pellin, Barbara Eggenberger, Renata Bleichenbacher, Silvia Bevivino sowie auch die Sketchgruppe (Petra Schmid, Maria Eggenberger, Martha Rohrer) besorgt.

Jedermann kann glücklich sein

Zum Vortrag «Glück ist nicht nur Glückssache» engagierten die Landfrauen die Lehrerin Claire Schmid aus dem zürcherischen Lindau. Zu Beginn zeigte die Referentin einige Presseartikel, in denen aus jeder erdenklichen Situation das wahre Glück angepriesen wird. «Aber wir wissen doch selber, wenn wir glücklich sind», sagte Claire Schmid. Glück sei für jeden Menschen immer wieder anders. Für die einen sei die tolle Familie oder der gute Freund das Glück, andere wiederum seien als Single glücklich, oder in den Ferien. Klar, im Haus des Lebens mit seinen vielen Zimmern herrsche nicht immer und überall das Glück. «Aber an unseren Gefühlen merken wir, wenn wir glücklich sind.» Zum eigenen Glück brauche es nicht viel: «Fangt doch einfach mal an, im Kleinen, was man gerade so am liebsten macht», riet Claire Schmid. Jede und jeder könne schliesslich das ganz persönliche Glück selber definieren. Mitteilungen aus dem kantonalen Bäuerinnenverband überbrachte Ursula Good.

Claire Schmid spricht über Glück und Glücklichwerden.

Claire Schmid spricht über Glück und Glücklichwerden.