«Gewinn» stieg noch weiter an

Die Finanzstatistik 2014 des Kantons zeigt: Die Gemeinden der W&O-Region haben den «Gewinn» im Vergleich zu 2013 von 9 auf 11,5 Millionen Franken steigern können. Sevelen und Wildhaus-Alt St. Johann haben nun keine Nettoschuld mehr.

Hanspeter Thurnherr
Merken
Drucken
Teilen

REGION. Von den acht Gemeinden im Einzugsgebiet des W&O erzielten im Jahr 2014 sechs einen Einnahmenüberschuss. Nur Buchs (–503 000 Franken und Gams –288 000 Franken) verbuchten einen kleinen Verlust. Den höchsten «Gewinn» verzeichnete Sennwald mit 5,113 Mio. Franken, gefolgt von Sevelen (3,673), Grabs (2,301), Wartau (0,748), Wildhaus-Alt St. Johann (0,352) und Rüthi (0,210).

Berechnet man den Gewinn pro Einwohner, führt ebenfalls Sennwald (984 Franken) die «Rangliste» an. Es folgen Sevelen (763 Franken), Grabs 348), Wartau (143), Wildhaus-Alt St. Johann (132) und Rüthi (94). Nur sehr gering sind die Verluste pro Kopf für Gams (–88 Franken) und Buchs (–40 Franken).

Verschuldung gesenkt

Fast durchwegs tiefer ist die Nettoverschuldung pro Einwohner ausgefallen. Diese Zahl beschreibt das Verhältnis von Fremdkapital und Finanzvermögen. Die guten Rechnungsabschlüsse ermöglichten höhere Amortisationen früherer Investitionen. Einzig in Buchs und Rüthi liegt die Nettoverschuldung höher als im Vorjahr. Noch im 2013 wies Buchs ein Nettovermögen aus, 2014 betrug die Schuld 117 Franken pro Kopf.

In Rüthi stieg die Nettoschuld nur wenig, ist aber mit 3529 Franken die zweithöchste im W&O-Gebiet. Höher ist sie nur in Wartau (4460 Franken). Auf den Rängen drei und vier folgen Gams (2061) und Grabs (1455). In beiden Gemeinden ist die Nettoschuld pro Kopf um gut 300 Franken zurückgegangen. In Sennwald, das schon im Vorjahr keine Schuld auswies, ist das «Guthaben» pro Kopf auf 1375 Franken um über 1000 Franken gestiegen. In Sevelen und Wildhaus-Alt St. Johann hat sich die Nettoschuld in ein deutliches «Plus» verwandelt. Ein klares Bild ergibt auch die Verschuldung in Prozenten der einfachen Steuer. Wartau müsste 279,4 Steuerprozent aufwenden, um die Schuld zu tilgen, Rüthi 246,5 Prozent. Im Mittelfeld liegen Gams (120,9) und Grabs (83,5).

Die Kennzahl «Selbstfinanzierungsgrad» zeigt, inwieweit Neuinvestitionen finanziell verkraftet oder durch selbst erarbeitete Mittel finanziert werden können. Liegt die Zahl über 100 Prozent, können Schulden abgebaut werden. Unter 70 wird die Neuverschuldung kritisch.

Buchs investierte 14 Millionen

Mit Ausnahme von Buchs liegen alle W&O-Gemeinden 2014 im guten bis sehr guten Bereich. Für Buchs gilt, dass 2014 ein Sonderjahr mit Investitionen von über 14 Millionen Franken war. Damit zeigt sich, dass diese Kennzahl sehr schwankend sein kann. Aussagekräftiger ist deshalb der Selbstfinanzierungsgrad im Fünfjahres-Durchschnitt. Nur Rüthi (74,7 Prozent) und Wartau (84,6 Prozent) konnten in dieser Zeit die Investitionen nicht vollständig selber stemmen.

Die Online-Ausgabe der Broschüre St. Galler Gemeindefinanzstatistik 2014 ist unter www.statistik.sg.ch/content/statistik/home/ publikationen/statakt einsehbar. Die Broschüre kann für 15 Franken bei Marlies Schürpf, Davidstrasse 35, 9001 St. Gallen, Telefonnummer 058 229 34 86, bestellt werden.