Gesundheitskosten werden steigen

Hausärztliche Notfallpraxis im Spital Grabs ist denkbar Ausgabe vom 21. November 2015 Naturstimmen verschmelzen Ausgabe vom 23. November 2015

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Eine hausärztliche Notfallpraxis im Spital Grabs ist zwar denkbar, aber die Gesundheitskosten werden wesentlich steigen. Das günstigste ist immer noch die Hausarztpraxis, in der Labor, Röntgen und meist auch Ultraschall zur Verfügung stehen.

Bei einer hausärztlichen Notfallpraxis im Spital werden dann weitere Abklärungen via Spital geschehen, was mit einem höheren Tarif verrechnet wird. Wenn die Zahl der Notfallpatienten so stark angestiegen ist, wäre es doch sinnvoll, wenn bereits die Gemeinden, die «Neuzuzüger» darüber aufklären, dass sie zuerst den Hausarzt oder den hausärztlichen Notfalldienst anrufen sollten. Die Hausärzte sind voll ausgebildete Ärzte, während man im Spital in erster Linie mit dem Assistenzarzt in Kontakt kommt, was vielen Leuten nicht bekannt ist. Des weiteren sind die Wartezeiten im Spital normalerweise wesentlich länger.

Eine weitere Schwierigkeit ist die regionale Lage des Spitals Grabs vom Einzugsgebiet her, im Gegensatz zu anderen Regionen, in denen die Notfallpraxis bereits besteht. Da das Spital am Rande des Einzugsgebietes des Ärztevereins Werdenberg liegt, bleibt die Anzahl der diensthabenden Ärzte gleich und da ein Hausarzt für Hausbesuche weiterhin benötigt wird, wird die Anzahl der Diensttage sogar verdoppelt. Dies führte vor fünf Jahren bereits einmal zur Ablehnung einer hausärztlichen Notfallpraxis im Spital Grabs.

Daher bleibt eine hausärztliche Notfallpraxis im Spital Grabs zwar denkbar, aber doch sehr fragwürdig.

Rico Henzen

Velturrietstrasse 5, 9475 Sevelen

Klick… Klick… Einsicht oder Nachsicht?

In der Herz-Jesu-Kirche in Buchs wäre am Samstagabend, 21. November, ein wunderbares Konzert zu geniessen gewesen. Frühzeitig suchte ich mir einen Platz in einer der vorderen Bankreihen und freute mich

auf Naturstimmen-Klänge.

Wie ich kurz nach Konzertbeginn bemerken musste, sass schräg vor mir ein Reporter des W&O. Er zückte bald nach Beginn seinen Notizblock und seine Kamera mit grossem und kleinem Objektiv. Das Unheil begann.

Klick... Klick... Klick... Bis

zum Ende des Konzertes gelang es ihm wohl mindestens dreissig Mal, ein Foto zu schiessen, nebenbei auch den Objektivdeckel fallen zu lassen. Ich ärgerte mich insgeheim gewaltig und hoffte nach einem Dutzend Klicks, dass diese bald ein Ende fänden. Es war nicht der Fall. Klick… Klick… Klick…

Kurz vor Schluss nahm ich meinen ganzen Mut zusammen, tippte ihn an die Schulter und bat, er möge mir (und anderen Konzertbesuchern!) den Genuss wenigstens eines «klicklosen» Stimmenbeitrages erlauben. Sein Kommentar: «Das ist mein Job!» Meinem rechten Zeigefinger war dies des Guten zu viel und er erlaubte sich an meine Stirn zu tippen.

Klick… Klick… Klick…

Nach dem wohlverdienten

grossen Schlussapplaus trat

ich auf ihn zu und beschwerte mich. Dies sei ihm in seiner dreissigjährigen Berufserfahrung nun wirklich noch nie passiert, erwiderte er empört. Ich dachte: «Dann würde es allmählich Zeit!» Er bekam noch Schützenhilfe eines ihm bekannten Ehepaares und

sogar des Pfarrers. Ihre Wortlaute sinngemäss: «Ich solle ihnen das schöne Konzert

nicht verderben!» Nun fühlte

ich mich endgültig am falschen Platz.

Es wurde noch besser. Ob

ich nie mein Patenkind fotografieren würde, wurde ich gefragt. Das verstehe ich nun beim

besten Willen nicht mehr. Was bitte hat eine solche Frage mit dem gestörten Konzertablauf zu tun (Klick… Klick… Klick)?

Und sollten auf 27 Aufnahmen geschlossene Augen fotografiert worden sein, bräuchte dieser Reporter wohl nochmals dreissig Jahre Berufserfahrung zusätzlich? Oder wie habe ich dies zu verstehen? Meine Erwartung auf Einsicht fand nicht statt.

Ein Reporter muss sich demnach nicht auf sein Gegenüber einstellen, sondern seine Voreingenommenheit verteidigen? Seinen Berufsstolz?

Meine Bitte an die Redaktion: Sendet diese Person doch nächstes Mal an irgendeine Misswahl, ob Kuh oder Mensch! Da geht es eher um Aussehen und nicht vor allem um Klänge. Mit Nachsicht.

Margrit Tschirky

Hauptstrasse 34,

9656 Alt St. Johann