Gesundheit und Prävention als zentrales Anliegen

ST. GALLEN/REGION. 2015 war für die kantonale Präventionsfachstelle Zepra ein Jubiläumsjahr. Den Schlusspunkt setzte diese Woche ein Anlass im Staatskeller, an welchem die Verantwortlichen Bilanz über 25 Jahre Prävention und Gesundheitsförderung zogen und dabei auch in die Zukunft blickten.

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ST. GALLEN/REGION. 2015 war für die kantonale Präventionsfachstelle Zepra ein Jubiläumsjahr. Den Schlusspunkt setzte diese Woche ein Anlass im Staatskeller, an welchem die Verantwortlichen Bilanz über 25 Jahre Prävention und Gesundheitsförderung zogen und dabei auch in die Zukunft blickten.

So gut wie noch nie

Erfolgreiche Präventionsarbeit zeigt sich in verschiedenen Facetten. Dazu gehört, dass es der St. Galler Bevölkerung so gut geht wie nie zuvor: Gemäss der schweizerischen Gesundheitsbefragung fühlt sich die überwiegende Mehrheit gesund oder sogar sehr gesund – körperlich wie psychisch. Ein Teil dieser Einschätzung ist auch der Prävention und Gesundheitsförderung zuzuschreiben. Dazu gehört aber auch finanzieller Erfolg: Eine 2009 publizierte Studie «Kosten und Nutzen von Präventionsmassnahmen» evaluierte am Beispiel von Alkohol und Tabak die für Prävention eingesetzten Mittel. Berücksichtigt wurden alle Aktivitäten im Bereich der Prävention, unabhängig davon, ob es sich um gesetzgeberische Massnahmen oder um Informations- und Sensibilisierungskampagnen handelte. Der Nutzen sei für die Bevölkerung deutlich höher als die Kosten für den Steuerzahler. Anders ausgedrückt: Jeder in Prävention investierte Franken erspare ein Vielfaches an Folgekosten, heisst es in einer Medienmitteilung.

Bevormundung keine Strategie

Es gehe bei der Prävention nie darum, dass der Staat bevormunde oder etwas vorschreibe, sagt Regierungsrätin Heidi Hanselmann. «Die Vorstellung, dass der Staat darüber entscheidet, ob man nun eine Bratwurst essen darf oder nicht, ist Unsinn. Es geht doch vielmehr darum, Menschen zu befähigen, Entscheidungen für oder gegen eine gesunde Lebensweise zu treffen.» Dafür bräuchten sie Wissen und bei Bedarf müsse man die Rahmenbedingungen anpassen. Es sei beispielsweise für Eltern wichtig zu wissen, dass der selbständige Schulweg für Kinder eine wichtige Rolle in der Entwicklung und für die Bewegungsförderung der Kinder spiele. Es brauche auch bei jedem Einzelnen Wissen darüber, was eine ausgewogene Ernährung bedeute. (pd)

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