Gespannte Erwartungen vor dem Saisonauftakt

Nach der überraschenden Finalqualifikation der vergangenen Saison startet der Ringerclub Oberriet-Grabs hoffnungsvoll am Samstag in die Challenge League.

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Der Ringerclub Oberriet-Grabs ist vor der neuen Saison zuversichtlich, an der Spitze mitzumischen. Bild: pd

Der Ringerclub Oberriet-Grabs ist vor der neuen Saison zuversichtlich, an der Spitze mitzumischen. Bild: pd

Am Samstag, 17. September, steigt die verhältnismässig junge Mannschaft des Ringerclubs Oberriet-Grabs (RCOG) um den Grabser Kapitän Andreas Vetsch in die neue Challenge-League-Saison ein. Der Auftakt erfolgt auswärts in Ufhusen, eine Woche später empfängt der RCOG in der Bildstöckli-Halle in Oberriet den RTV Weinfelden. Diese beiden Kämpfen schaut man mit Zuversicht entgegen. Am 1. Oktober kommt es dann in Oberriet zur Reprise des letztjährigen Finals gegen den Meister Brunnen.

Top-Leistungen in der letzten Saison

Nach der fulminanten Mannschaftssaison im letzten Jahr sind die Erwartungen vor dem Auftakt in die neue Meisterschaft gespalten. Wird es der verhältnismässig jungen Mannschaft gelingen, die Abgänge der vergangenen Jahre zu kompensieren und die Top-Leistungen aus dem Vorjahr zu wiederholen? Kaum jemand hätte vor einem Jahr nämlich zu wagen gehofft, dass der RCOG im Final landet – nachdem die Saison 2014 nicht den Wünschen entsprechend verlaufen war.

Vielleicht lag es gerade an den fehlenden Erwartungen oder am neuen Trainer David Maia, vielleicht auch einfach am jungen, dynamischen und risikobereiten Team, dass alle Voraussagen übertroffen wurden. Der RCOG holte sich schliesslich die Silbermedaille und durfte sich getrost auf die Schultern klopfen. Der Kapitän der Mannschaft, Andreas Vetsch, bleibt vor der neuen Saison denn auch seinem Leitgedanken vom letzten Jahr treu: «Ich erwarte, dass jeder 100 Prozent gibt – dann ist alles möglich!»

Stärken im Mittelgewicht – Externe als Verstärkung

Sein Ziel sei es, das gute Resultat vom letzten Jahr mindestens zu egalisieren, führt Vetsch weiter aus. «Wir sind ein gutes Team und in der Mannschaft herrscht eine gute Stimmung. Ausserdem sind wir bereit – die Liga kann kommen!» Trotzdem weiss auch er noch nicht genau, was auf ihn zukommt, denn das Team um den Grabser ist zwar stark im Mittelgewicht, wo es unter anderem auch auf die international erfahrenen Ringer – Kapitän Andreas Vetsch, Flavio Freuler, Dominik Laritz und Maurus Zogg – zählen kann. Diese machten während der Saison bisher mit ihren konstant guten Leistungen von sich reden. Bei den Leicht- und Schwergewichten muss sich der RCOG allerdings auf Externe verlassen.

Der erfolgreiche Kranzschwinger Marcel Kuster und der Thalheimer Marc Kirchhofer wurden zum RCOG transferiert und sollen ebenso aushelfen wie Ramon Betschart und Christoph Wittenwiler von der RS Kriessern. Diese beiden haben eine Doppellizenz gelöst. Ramon Betschart holte sich 2016 bereits den Vizemeister-Titel bei den Aktiven bis 75 kg und den Junioren-Schweizer-Meister-Titel 74 kg. Der langjährige Ringer Christoph Wittenwiler hat mit der RS Kriessern im letzten Jahr in der Premium League gekämpft und dort neun Siege für seinen Verein geholt. Im Einzelklassement lag Wittenwiler in der Premium League gar schweizweit an siebter Stelle.

Es wird sich zeigen, wie sich die «Neuen» ins Team integrieren lassen und ob und wann sie dem Team um Trainer David Maia den Rücken stärken können. Dieser sagt dann auch: «Es ist ein Jahr mit vielen Veränderungen, wir haben zwei Transfers und zwei Doppellizenzen. Der RCOG hat aber eine tolle Mannschaft und ich baue auf sie – sie kann alles schaffen!»

Alter Gegner ist auch neuer Gegner

Ab dem 17. September wird sich zeigen, ob Maia recht behält: In der Gruppe Ost haben sich für die neue Saison kaum Veränderungen ergeben. Immer noch sind die RRTV Weinfelden, die RR Brunnen und der RCOG dabei. Neu dazu kommt der TV Ufhusen, der bisher in der West-Gruppe kämpfte. Die ersten beiden Kämpfe gegen Ufhusen und Weinfelden dürften dem Team noch etwas Luft lassen. Der letzte Kampf gegen Ufhusen 2014 gewann der RCOG 22:19. Auch die beiden Kämpfe gegen Weinfelden konnte der Ringerclub Oberriet-Grabs in der letzten Saison für sich entscheiden. Am Kilbi-Wochenende vom 1. Oktober treffen dann die Finalisten vom letzten Jahr – der RCOG und die RR Brunnen – in der MZH Burgwies, Oberriet, aufeinander. Die RR Brunnen wird ein deutlich härterer Gegner, und die Teamaufstellung ein entscheidender Faktor sein, um gewinnen zu können. (dh)

Die Heimkämpfe des RCOG

Samstag, 24. September, 20 Uhr, Sporthalle Bildstöckli, Oberriet: RC Oberriet-Grabs – RRTV Weinfelden. Samstag, 1. Oktober, 18 Uhr, MZH Burgwies, Oberriet: RC Oberriet-Grabs – RR Brunnen. Samstag, 8. Oktober, 20 Uhr, Sporthalle Bildstöckli, Oberriet: RC Oberriet-Grabs – TV Ufhusen.