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GERÄTETURNEN: Freude und Enttäuschung lagen nahe beieinander

Drei Werdenberger nahmen letztes Wochenende an den Schweizer Meisterschaften teil.
Silber geholt mit dem Team St. Gallen: Dominik Nadig. (Bilder: PD)

Silber geholt mit dem Team St. Gallen: Dominik Nadig. (Bilder: PD)

Am Samstag fand zunächst die Einzelkonkurrenz statt. Als erstes aus Werdenberger Sicht starteten die K5-Turner Jonas Vetsch (Getu Gams) und Quintus Zogg (Getu Grabs). Ihre Ambitionen waren unterschiedlich. Für Vetsch waren es bereits die dritten Meisterschaften. Er hatte sich ein grosses Ziel gesetzt, wollte er sich doch in die ersten fünf turnen. Zogg hingegen war SM-Neuling. Für ihn galt es, Erfahrungen zu sammeln und möglichst fehlerfrei durch den Wettkampf zu kommen.

Vetsch turnte von Beginn an sehr konzentriert. Er zeigte an jedem Gerät sehr gute Leistungen und wurde vom Kampfgericht dementsprechend belohnt. Am Boden erhielt er mit 9,50 Punkten sogar die höchste Note aller K5-Turner. Auch am Sprung war er mit der Note 9,30 der Zweitbeste und einer der wenigen K5-Turner, die eine Note über 9,00 erhielten. Der Gamser war am Ende seines Wettkampfs mit seiner Leistung sehr zufrieden. Zogg dagegen hatte keinen guten Start. Am ersten Gerät, dem Barren, unterlief ihm ein grober Fehler. Er liess sich aber nicht unterkriegen und zeigte an den restlichen Geräten gute Übungen. «Am Barren lief es nicht wunschgemäss, dieser Fehler ärgert mich, mit den übrigen Geräten bin ich aber zufrieden», so der Grabser.

Als der Speaker die Punktzahl des Erstplatzierten ausrief, war für Jonas Vetsch noch nicht klar, ob er sein gestecktes Ziel erreichen wird. Er war überglücklich und stolz, als er als Vierter eine Auszeichnung entgegennehmen konnte. «Kurz vor der SM fragte ich mich oft, ob mein Ziel nicht ein bisschen zu hochgesteckt ist. Jetzt bin ich natürlich umso glücklicher, dass ich es erreicht habe», meinte Vetsch nach dem Rangverlesen. Zogg erturnte sich den 45. Rang.

Ein missratener Einzelwettkampf

Am späteren Nachmittag war dann der dritte Werdenberger, Dominik Nadig, an der Reihe. Er startete zum ersten Mal in der Königsdisziplin K7. Im Bewusstsein, dass er in einem hochdotierten Feld mit vielen ehemalige Kunstturnen teilnahm, setzte er sich trotzdem ein hohes Ziel: Der Gamser wollte unter die ersten zwanzig und somit eine Auszeichnung erturnen. Ebenfalls liebäugelte er in seiner Paradedisziplin Sprung mit dem Einzug in den Gerätefinal. Doch es lief nicht so wie geplant. Am Barren, seinem ersten Gerät, unterlief ihm ein Fehler. Und am Reck hatte er vor dem Abgang zu viel Schwung und konnte nur mit Glück einen Sturz vermeiden. Sein Ziel war in weite Ferne gerückt. Am Sprung wollte er nun allen zeigen, was er kann. Prompt misslang ihm sein erster Sprung, sichtlich nervös bereitete er sich auf seinen zweiten vor. Auch dieser gelang nicht wunschgemäss. Er war sehr enttäuscht über seinen missratenen Wettkampf. Am Ende belegte er Rang 40. «Vielleicht wollte ich einfach zu viel, war übermotiviert. Dies kann eben auch ins Gegenteil umschlagen», so Nadig.

Am Sonntag waren die Mannschaftswettkämpfe. Die St. Galler B-Mannschaft mit Dominik ­Nadig war Titelverteidiger. Den Turnern war aber bewusst, dass es in diesem Jahr sehr schwierig werden wird, zuoberst auf dem Podest zu landen. Trotzdem gaben die fünf Turner ihr Bestes, nach dem dritten Gerät waren sie an vierter Stelle. Sie turnten konstant sauber, trotzdem blieben die sehr hohen Noten aus, somit schwanden ihre Hoffnungen auf einen Podestplatz. Umso überraschter waren sie, als sie beim Rangverlesen als Zweitplatzierte ausgerufen wurden. Überglücklich und stolz liessen sie sich als Vize-Schweizer-Meister die Silbermedaille umhängen. «Ich habe ein sehr emotionales SM-Wochenende erlebt. Enttäuschung, Freude und Stolz lagen so nahe beieinander», so der glückliche Dominik Nadig nach der Rangverkündigung. (pd)

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