GERÄTETURNEN: Auch die Kleinsten waren ganz gross

An der Mini-Meisterschaft in Sevelen holten Florine Bircher (Getu Gams) und Roman Kehl (Getu Grabs) je eine Goldmedaille. Weitere fünf Werdenbergerinnen und Werdenberger erturnten sich Podestplätze, wobei Amelie Tino für Gastgeber Sevelen Bronze holte.

Miriam Küpper
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Vorjahressieger Gianni Knupp (Getu Wartau) wurde trotz seiner guten Leistung am Barren nur Fünfter in der Kategorie K4B. (Bilder: Miriam Küpper)

Vorjahressieger Gianni Knupp (Getu Wartau) wurde trotz seiner guten Leistung am Barren nur Fünfter in der Kategorie K4B. (Bilder: Miriam Küpper)

Miriam Küpper

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region Werdenberg turnten am Wochenende mit zahlreichen Turnbegeisterten anderer Getu an den 21. Mini- Meisterschaften um die begehrten Medaillen – in der Kategorie K1 waren es sogar 222 Turnerinnen.

Mit von der Partie bei K1 waren auch sechs Turnerinnen der Getu Sevelen. Die beiden Bestplatzierten waren dabei Jamie Jusic und Aurora Gerroni, welche sich den 29. Platz teilten. Für Gerroni war es ein grosser Erfolg für ihr erstes Jahr im Turnverein: «Ich habe eine so gute Platzierung nicht erwartet; ich freue mich sehr darüber.» Jusic und Gerroni haben viel für diesen Heimwettkampf trainiert und planen für die nächste Meisterschaft bereits Grosses: «Wir wollen auf jeden Fall Erste werden, müssen dafür aber auch noch hart trainieren.» Sie wollen versuchen, ihre Leistung an den drei Geräten kontinuierlich zu verbessern. Besonders an ihrem Lieblingsgerät, dem Reck, sehen beide noch Steigerungsbedarf.

Die grösste Motivation ist für die Seveler Turnerinnen die Teilnahme an Wettkämpfen, bei denen sie den Zuschauern zeigen können, was sie drauf haben: «Es ist so ein tolles Gefühl, wenn einen so viele Menschen anfeuern.» Jusic und Gerroni stimmten auch in einem weiteren Punk überein: «Die Mini-Meisterschaft ist unser liebster Wettkampf, und es macht wahnsinnig viel Spass, mit dabei zu sein.» Trotz einiger Auszeichnungen für Turnerinnen und Turner der Getu Sevelen reichte es nur für Amelie Tino dank ihrer sauberen Leistung am Boden und an den Ringen für einen Podestplatz: Sie sicherte dem Veranstalter wie bereits im Jahr zuvor Bronze.

Roman Kehl zum dritten Mal Meister

Der Erfolgsgarant der Getu Grabs, Roman Kehl, liess sich zum dritten Mal in Folge zum Mini-Meister küren. Mit den Bestnoten von 9.75 im Sprung und einer 9.70 am Boden setzte sich Kehl souverän gegen seine Kontrahenten durch. Bemerkenswert ist das nicht nur, weil viele seiner Gegner Roman Kehl um einige Zentimeter überragten, sondern auch, weil es für ihn der erste Wettkampf im K4 war. Er freut sich: «Ich bin ziemlich überrascht von den Noten und meiner Leistung!»

An seinem üblichen Paradegerät, den Ringen, erzielte Kehl seine niedrigste Punktzahl. Trotzdem macht ihm das Ringturnen am meisten Spass: «An den Ringen kann ich fliegen, und es gibt immer neue, schwierigere Elemente, die ich ausprobieren kann – das finde ich unheimlich spannend.» Neben dem Gefühl des Fliegens und dem «Über sich hinaus wachsen» ist für Roman Kehl das Feiern von Erfolgen ein weiterer Grund für seine Liebe zum Turnen. Diese möchte er deshalb weiter pflegen, doch steckt er sich für die kommenden Wettkämpfe vergleichsweise bescheidene Ziele: «Ich möchte beim K5 erst einmal erfolgreich mitturnen.» Roman Kehls Bruder Simon (Getu Grabs) glänzte in der Kategorie K2B ebenfalls und sicherte sich den zweiten Rang.

Medaillensegen für erfolgreiche Getu Gams

Aufs Podest schafften es ausserdem gleich vier Turnerinnen und Turner der Getu Gams: Einmal Gold erturnte sich Florine Bircher, einmal Silber Sara Denicolà, und Bronze gab es jeweils für Johann Wenk und Aron Brander.

Florine Bircher zeigte im gesamten Wettkampf eine Topleistung und verdiente sich so den 1. Rang, dicht gefolgt von ihrer Vereinskollegin Sara Denicolà. Aron Brander, der im Vorjahr noch als Mini-Meister in der Kategorie K2 glänzte, konnte in der nächsthöheren Kategorie noch nicht ganz an seine Vorjahresleistung anknüpfen: «Der erste Rang wäre zwar besser gewesen, aber ich freue mich dennoch über meine gute Platzierung.» Für die nächste Mini-Meisterschaft fasst er schon jetzt ein klares Ziel: Es soll wieder der erste Platz sein.

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