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Gemeinschaftswerk nimmt Fahrt auf

Ab Anfang 2019 soll für Velofahrer das Pendeln zwischen Buchs-Räfis und Vaduz deutlich attraktiver werden. Auf Höhe Rheinau Buchs–Obere Rüttigasse Vaduz soll eine neue Brücke entstehen, die vom Bund mitfinanziert wird.
Thomas Schwizer
So sieht das Siegerprojekt für den neuen Übergang für den Langsamverkehr aus. (Bild: Visualisierung: PD)

So sieht das Siegerprojekt für den neuen Übergang für den Langsamverkehr aus. (Bild: Visualisierung: PD)

Wer mit dem Velo zu weit zur Arbeit fahren muss, weicht auf das Auto aus. Deshalb sollen über den Rhein im Abstand von circa fünf Kilometern Brücken für Radfahrer und Fussgänger realisiert werden. Denn die vor allem in den Stosszeiten sehr stark befahrenen Strassenbrücken über den Rhein sind für den sogenannten Langsamverkehr alles andere als attraktiv.

«Kurze Wege, Begegnungen und Verbindungen»

Zwischen Balzers und Trübbach, zwischen Sevelen und dem Rheinpark Stadion in Vaduz (alte Rheinbrücke) und bei der Kehrichtverbrennungsanlage in Buchs (Energiebrücke) gibt es bereits Brücken ausschliesslich für Radfahrer und Fussgänger. Ab Ende 2018/Anfang 2019 soll eine Lücke geschlossen werden. Auf Höhe Rheinau bei Räfis soll der Schweizer Rheindamm mit jenem in Liechtenstein (Obere Rüttigasse in Vaduz) durch eine neue Brücke verbunden werden.

Der Vaduzer Bürgermeister Ewald Ospelt freute sich gestern Freitag, dass im Vaduzer Saal das Siegerprojekt für die neue Brücke vorgestellt werden konnte – vor Vertretern von Behörden, Teilnehmern am Projektwettbewerb und Medien. Diese neue grenzüberschreitende Brücke werde Gutes in Form von «Begegnungen, Verbindungen und kurzen Wegen» bringen, ist er überzeugt.

Der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut ist Präsident des Vereins Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein. Die neue Rheinbrücke ist ein prioritäres Projekt in diesem Aggloprogramm, das vom Bund finanziell unterstützt wird. An die Gesamtkosten von rund 4,5 Mio. Franken für die neue Brücke werden der Bund, der Kanton St. Gallen und das Land Liechtenstein den Grossteil beisteuern, die Stadt Buchs und die Gemeinde Vaduz jeweils knapp 800 000 Franken.

Wenn der Kanton St. Gallen, Regierung und Landtag in Liechtenstein und die Buchser Bürger dem Budget zustimmen, kann die öffentliche Auflage und die Bearbeitung allfälliger Einsprachen stattfinden. Die Projektierung soll bereits Anfang 2017 starten, die öffentliche Auflage im Sommer 2017. Die Bauarbeiten müssen noch im Jahr 2018 aufgenommen werden, denn dieser Zeitrahmen ist vom Bund mit der Beitragszusicherung gesetzt worden. Dann kann das gestern genannte Ziel erreicht werden, Ende 2018/Anfang 2019 die neue Brücke in Betrieb zu nehmen.

Siegerprojekt «schlicht und trotzdem elegant»

Sechs Fachbüros aus den Bereichen Holz, Beton und Stahl wurden zur Einreichung von Projekten eingeladen. Bewertungskriterien waren unter anderem Ästhetik, Dauerhaftigkeit, Kosten für Bau und Unterhalt sowie Hochwassersicherheit. Ein Aspekt war auch die mögliche spätere Verlängerung von heute rund 155 Metern um rund 50 Meter – bei einer ab dem Jahr 2035 angedachten Rheinaufweitung. Die Jury mit vier Sachrichtern und fünf Fachrichtern hat auf dieser Basis das Projekt Crudo von Conzett Bronzini Partner AG aus Chur zum Sieger erkoren.

Das Konzept, das nun zur weiteren Bearbeitung ausgewählt wurde, habe durch die Schlichtheit und trotzdem Eleganz überzeugt, aber auch durch die zurückhaltende Materialisierung (Stahl) und die Wirtschaftlichkeit, befand die Jury.

Öffentliche Besichtigung der sechs eingereichten Projekte: Samstag und Sonntag, 29. und 30. Oktober, 13 bis 17 Uhr, Foyer Vaduzer Saal, Vaduz.

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