Gemeinderat: Vier gewinnt

Ich selber habe mehrere Jahre ein öffentliches Amt als Präsidentin ausgeübt. Jedes Mitglied des Vorstandes hatte eine Stimme und es brauchte eine Mehrheit, damit dann ein verbindlicher Beschluss gefasst werden konnte.

Barbara Schwendener-Engler, Chirchgass 13, Sevelen
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Ich selber habe mehrere Jahre ein öffentliches Amt als Präsidentin ausgeübt. Jedes Mitglied des Vorstandes hatte eine Stimme und es brauchte eine Mehrheit, damit dann ein verbindlicher Beschluss gefasst werden konnte.

Ich gehe davon aus, dass das auch im Gemeinderat von Sevelen so ist. Es braucht also für jeden Entscheid vier Ratsmitglieder, welche diesen unterstützen. Natürlich hat das Präsidium noch den Stichentscheid, falls die Meinungen ausgeglichen sind. Das wird aber eher selten der Fall sein. Somit werden die Entscheide vom Kollegium Gemeinderat gefällt und auch gegen aussen getragen. Es kann sogar vorkommen, dass die Meinung des Präsidiums beim Kollegium unterliegt.

Viele Entscheide, welche nun in verschiedenen Leserbriefen angeprangert wurden, sind von einer Mehrheit im Rat bestimmt worden. Es wird somit das ganze Gremium des Gemeinderates kritisiert. Warum der Gemeinderat hier in der Sache nicht als Einheit auftritt, ist fraglich. In einer gesunden Sachpolitik, welche auch zu Kompromissen bereit ist, sollten Machtspiele, Intrigen und Schuldzuweisungen kein Thema sein.

Wenn wir als Gemeinde weiterkommen wollen brauchen wir ein funktionierendes Kollegium, welchem die Sachpolitik für unser Dorf am Herzen liegt. Wir leben an einem wunderbaren Ort und sollten diesem Sorge tragen.

Sevelen braucht einen starken Rat

Leserbrief «Seine selbstherrliche Art passt schlecht»,

Ausgabe vom 10. September

Ein Gemeinderat Ruedi Senn würde Sevelen sehr gut tun. Eine kollegiale Zusammenarbeit mit viel Einsatz für die Gemeinde und auch das einheimische Gewerbe sind bei ihm garantiert. Er ist sicher konsequent, aber nie selbstherrlich. Für seine Anliegen müsste er ja im Rat eine Mehrheit finden, um sie durchzusetzen.

Diejenigen, die ihn wegen seinen Steuern kritisieren, auch Andi Götz, müssten wahrscheinlich mindestens eine Lottomillion versteuern, um mit Ruedi in Sachen Steuern nur annähernd gleichzuziehen. Ruedi Senn war und ist ein sehr guter Steuerzahler für Sevelen. Er hat seinen Wegzug in seinem Leserbrief im W&O sachlich und korrekt begründet.

Als Gemeinderat würde Ruedi auch Gewähr bieten, dass das EW als wichtiger und gewinnbringender Betrieb vom Gemeinderat fachlich optimal betreut wird. Die EW-Betriebsstruktur, die für 2017 beschlossen wurde, ist wohl einmalig in der Schweiz und sehr schlecht für einen Technischen Betrieb. Der Betriebsleiter soll zurückgestuft werden – sehr motivierend für ihn!

Wie eine erfolgreiche Betriebsstruktur aussieht, zeigt das EW Buchs. Dort gibt die Betriebskommission strategische Ziele vor und die operative Führung liegt in den Händen des EW-Fachteams.

Ein frischer Wind schadet nicht

Bei der Vorstellung der Kandidaten für das Amt des Schulratspräsidenten in Sennwald wurde unter anderem durch die Bewerberin betont, dass für sie die Erfüllung als Mutter von drei Kindern eine hundertprozentige Aufgabe sei. Dazu übe sie eine Tätigkeit von 60% bei einem Dienstleistungsbetrieb sowie ein 40%-Pensum beim Berufs- und Weiterbildungszentrum in Buchs aus. Für mich stellt sich hier die Frage und ich habe auch grosse Zweifel, wie man dazu noch ein intensives Schulratspräsidium von 60 bis 65% unter einen Hut bringen kann, ohne dass etwas darunter leidet. Die Wahl ins Schulpräsidium zieht übrigens automatisch den Einsitz in den Gemeinderat nach sich, welcher nochmals ein zeitliches Engagement erfordert. Martin Vetsch kenne ich als Kollegen seit vielen Jahren vom Tennisclub Sennwald. Er ist parteilos und seit 46 Jahren in der Gemeinde wohnhaft. Auch in Vereinen ist er stark verwurzelt. Durch seine drei schulpflichtigen Töchter ist er mit dem Schulwesen bestens vertraut. Beruflich weist er einen grossen Leistungsausweis aus. Als eidgenössisch diplomierter Einkäufer und Unternehmungsberater ist er sich gewohnt, Entscheidungen zu treffen und diese kurzfristig umzusetzen. Zudem spricht für ihn, dass er das Amt nicht aus Lehrersicht, sondern von privatwirtschaftlicher Seite kompetent und objektiv leiten und führen würde. Durch seine Wahl bekäme Sennwald einen integren und aufgeschlossenen Schulratspräsidenten. Ein frischer Wind würde unserer Schulgemeinde sicher nicht schaden.

Deshalb lege ich am 25. September aus Überzeugung ein Ja für Martin Vetsch in die Urne.