Gemeinden wappnen sich

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation sind die Asylzentren des Kantons St. Gallen überfüllt. Die ursprüngliche Aufenthaltsdauer von sechs Monaten ist nun auf zwei beschränkt.

Melanie Steiger
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REGION. Der Bund verteilt die Asylsuchenden, ob Platz vorhanden ist oder nicht, auf die einzelnen Kantone. Dort kommen sie in die kantonalen Asylzentren. Dies verstärkt den Druck, genügend Unterkünfte für die Menschen bereitzuhalten, enorm. Kürzlich erhielt Wangs-Vilters die Baugenehmigung für ein weiteres Asylzentrum. Dagegen kann aber noch Einsprache erhoben werden. «Ein Zentrum in der Region Werdenberg ist nicht geplant», sagt Urs Weber vom Migrationsamt St. Gallen auf Anfrage. In den Zentren unterstehen die Personen einem geregelten Tagesablauf.

Kurzes Integrationsprogramm

Da die Aufenthaltsdauer auf zwei Monate beschränkt ist, erfahren diese Personen ein kurzes Integrationsprogramm und lernen in einem Schnellverfahren die Sprache und die hiesigen Verhaltensweisen kennen. Da die Dauer des Aufenthalts in der Schweiz nicht festgelegt ist, beschränken sich die Bemühungen zur Integration auf das Notwendigste. So rasch wie möglich werden die Asylbewerber auf die Gemeinden verteilt, welche das Integrationsprogramm fortführen. Die Aufteilung der Personen auf die Ortschaften erfolgt anhand von Kontingenten, welche der Kanton im Verhältnis der Einwohnerzahl vergibt. Die Gemeinden betreuen dann die Flüchtlinge weiter.

Frühzeitig Wohnraum schaffen

Diese stellt den Menschen unter anderem Wohnräume zur Verfügung. Sobald sich der Status der Flüchtlinge aufgrund ihrer Aufenthaltsbewilligung ändert, ist die Sozialhilfe für die Finanzierung der Unterkunft zuständig.

Für die Region Werdenberg bedeutet dies, dass die Anzahl der Kontingente Ende August auf 221 Personen erhöht wurde. Nach Aussage von Beat Tinner kämen die meisten aus Eritrea und dem Maghreb. Die Anzahl aufzunehmender Personen kann sich laufend ändern. «So sind die Gemeinden bemüht, frühzeitig Wohnungen zu mieten, um vorbereitet zu sein», so Beat Tinner. ? DIE DRITTE