Gemeinden fordern neue Struktur für den Asylvollzug

QUARTEN. Die St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) forderten an ihrer Generalversammlung einstimmig eine grundlegende Neustrukturierung des St. Galler Asylvollzugs, wie es in der gestrigen Mitteilung heisst.

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QUARTEN. Die St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) forderten an ihrer Generalversammlung einstimmig eine grundlegende Neustrukturierung des St. Galler Asylvollzugs, wie es in der gestrigen Mitteilung heisst. Mit der Reform des schweizerischen Asylwesens sollen neue Empfangs- und Verfahrenszentren geschaffen werden; in der Ostschweiz in Kreuzlingen und Altstätten. In Altstätten soll sogar ein Neubau errichtet werden. Da ein neues Zentrum den St. Galler Gemeinden in vielerlei Hinsicht spürbare verfahrensmässige Erleichterungen bringen würde, haben diese sich bereit erklärt, Altstätten hierfür eine Ausgleichszahlung über 1,450 Mio. Franken in Aussicht zu stellen. Würden so doch nur noch rund 40 Prozent der Gesuchstellenden den Kantonen oder den Gemeinden zur Beherbergung und Betreuung zugeteilt.

Hier setzt die geforderte Reform der VSGP an. Die Gemeinden wollen mit den zugeteilten Asylsuchenden die Integration so zeitnah wie möglich starten. Sie sollen sofort die deutsche Sprache lernen und sich in die Arbeitswelt integrieren können. Den Gemeinden sollen nur mehr jene Asylsuchenden zugewiesen werden, die mit grosser Wahrscheinlichkeit in der Schweiz verbleiben können. Jene, die voraussichtlich wieder ausreisen müssen, wären den kantonalen Zentren zuzuteilen. (wo)

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