Gemeinde Grabs schrumpft um über 1000 Quadratmeter

REGION. ST. GALLEN. Schon bald wird der Kanton St. Gallen kleiner sein. Und zwar ganze 13 000 Quadratmeter oder zwei Fussballfelder, wie Patrick Fäh, Leiter Vermessung des Amts für Raumentwicklung und Geoinformation, sagt.

Drucken
Teilen

REGION. ST. GALLEN. Schon bald wird der Kanton St. Gallen kleiner sein. Und zwar ganze 13 000 Quadratmeter oder zwei Fussballfelder, wie Patrick Fäh, Leiter Vermessung des Amts für Raumentwicklung und Geoinformation, sagt. Weil das Landeskoordinatensystem der Schweiz veraltet ist – es wurde 1903 eingeführt – hat der Bund beschlossen, dass es ein neues, genaueres System braucht. Dieses basiert auf der satellitengestützten Landesvermessung von 1995. «Dabei handelt es sich um zentimetergenaue Messungen. Im Gegensatz zu jenen von 1903», sagt Fäh.

Grabs verliert, Pfäfers gewinnt

Mittlerweile steht fest, welche der St. Galler Gemeinden zu den Verlierern und den Gewinnern gehören. So verliert Grabs mit 1042 Quadratmetern am meisten Fläche, gefolgt von Sennwald mit minus 851 Quadratmetern und Nesslau mit minus 772 Quadratmetern. Die grössten Zunahmen gibt es mit 218 Quadratmetern in Mosnang, mit 395 Quadratmetern in Walenstadt und mit 958 Quadratmetern in Pfäfers.

Schweiz drei Meter breiter

Insgesamt hat sich die Schweiz allerdings vergrössert. In Ost-West-Richtung ist sie nämlich drei Meter breiter als bisher in den Plänen abgebildet. Das entspricht einem Plus von 30 Hektaren – also 300 000 Quadratmeter oder 42 Fussballfelder mehr. Was bedeutet, dass es auch Gewinnerkantone gibt. Dazu gehört eindeutig das Tessin, das einen Viertel dieser Fläche bekommt.

In St. Gallen hat das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation derweil Merkblätter und Flyer für Grundeigentümer und Datenbezüger vorbereitet. «Man muss betonen, dass sich in der Realität und in der Wahrnehmung ja nichts ändert, sondern nur auf dem Papier», sagt Fäh auf Anfrage weiter. (nar)