Geld für Regionalförderung

Der Bund hat dem Kanton St. Gallen für das Umsetzungsprogramm der Neuen Regionalpolitik 36 Millionen Franken zugesprochen. Schwerpunkt ist das Forschungszentrum Rhysearch in Buchs.

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Rhysearch ist ein Schwerpunkt der Neuen Regionalpolitik. (Bild: pd)

Rhysearch ist ein Schwerpunkt der Neuen Regionalpolitik. (Bild: pd)

ST. GALLEN/BUCHS/WILDHAUS. Der Kanton St. Gallen hat in Bern für die Neue Regionalpolitik ab 2016 mehr Mittel beantragt. Bis 2019 stehen nun beim Bund 10,9 Millionen Franken für direkte Beiträge sowie 25 Millionen Franken als Darlehen bereit.

Seit 2008 wird mit der Neuen Regionalpolitik (NRP) die Wirtschaft im ländlichen Raum sowie in den Berg- und Grenzregionen gefördert. Alle vier Jahre werden entsprechende Programme beschlossen und auch die Mittel dafür festgelegt. Die nächste NRP-Periode läuft von 2016 bis 2019. Der Bund habe dem Kanton hierfür «deutlich mehr Mittel» als bisher zugesprochen, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Tatsächlich wurden direkte Beiträge in der Höhe von 10,9 Millionen Franken bewilligt. Zum Vergleich: In der Periode von 2008 bis 2011 waren es 6,4 Millionen Franken gewesen, 8,7 Millionen Franken von 2012 bis 2015 .

Rhysearch und Firmenareale

Schwerpunkt des neuen Programms ist die Unterstützung des Projekts Rhysearch: Das 2013 in Buchs gestartete Angebot wird vom Kanton St. Gallen und dem Fürstentum Liechtenstein getragen. Rhysearch soll Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit Unternehmen vernetzen und auch selber forschen. Weiter steht die Arealentwicklung für expandierende Unternehmen auf dem NRP-Programm. Zudem sollen auch Beiträge oder Darlehen in «touristische Erlebnisinfrastrukturen» fliessen. Gemeint ist damit beispielsweise der öffentlich zugängliche Teil eines im April vorgestellten Klanghotels in Wildhaus, das von der österreichischen Jufa-Gruppe betrieben werden soll.

St. Gallen muss mitzahlen

Den Fördertopf muss St. Gallen mitfinanzieren. Faktisch bedeutet dies, dass der Bund für ein konkretes Projekt nur so viel Mittel ausschüttet, wie auch der Kanton beisteuert. An den Bundesdarlehen in der Höhe von 25 Millionen beteiligt sich der Kanton in Form von Zinskostenbeiträgen.

Für die Periode von 2012 bis 2015 hatte St. Gallen keine Bundesdarlehen beantragt, sagt Peter Kuratli, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit. Damals seien Sparmassnahmen geplant gewesen, zudem habe es sich nicht abgezeichnet, dass Darlehen gefragt seien. (sda)

Bis 2019 sollen auch Beiträge in «touristische Erlebnisinfrastrukturen», wie zum Beispiel das geplante Klanghotel in Wildhaus, fliessen. (Bild: pd)

Bis 2019 sollen auch Beiträge in «touristische Erlebnisinfrastrukturen», wie zum Beispiel das geplante Klanghotel in Wildhaus, fliessen. (Bild: pd)