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Geheimhaltung bis zum Crash

Das PS-starke Elektroauto geriet nach der Zieldurchfahrt über ein Wiesenbord und brannte komplett aus. Bild: Leser (bild)

Das PS-starke Elektroauto geriet nach der Zieldurchfahrt über ein Wiesenbord und brannte komplett aus. Bild: Leser (bild)

Hemberg Die Fahrt des über 1000 PS starken Autos beim Training fürs Bergrennen Hemberg sollte geheim bleiben. Vom Besuch des «Top Gear»-Stars Richard Hammond erfährt die Öffentlichkeit wegen eines schweren Unfalls. Der Wagen geriet ausser Kontrolle – mit über 200 Stundenkilometern. Nach der Zieldurchfahrt bei einem der Show-Läufe am Bergrennen am Samstag raste er über ein Wiesenbord. Der Bolide flog knapp an einem freistehenden Einfamilienhaus vorbei und kam nach diversen Überschlägen in einer Wiese auf dem Dach zum Liegen. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, wer in dem 1088 PS starken Rennauto sass.

Das zweieinhalb Millionen Franken teure Elektrofahrzeug geriet sofort in Flammen. Helfer zogen den Verletzten aus dem brennenden Cockpit. Dieser stand nach eigenen Aussagen zwar unter Schock, aber ausser einem lädierten Knie wies er keine allzu schwerwiegenden Verletzungen auf. Trotzdem wurde er mit dem auf dem Renngelände stationierten Helikopter ins Spital St. Gallen geflogen. Sogleich machten Gerüchte in den sozialen Netzwerken die Runde, es handle sich um den Briten Richard Hammond, bekannt aus der Fernsehsendung «Top Gear». Da musste auch die Rennleitung reagieren. «Als ‹The Sun›, ‹Sky News›, ‹The Daily Telegraph› und andere internationale Online-Medien vom Unfall berichteten, mussten auch wir handeln und haben offiziell mitgeteilt, was geschehen ist», sagt Marco Moser, Sprecher des Bergrennens. Warum wurden die Fahrten von Hammond und den beiden anderen ehemaligen «Top ­Gear»-Moderatoren Jeremy Clarkson und James May nicht vorher bekanntgegeben? «Wir mussten einen dicken Geheimhaltungsvertrag unterschreiben, wonach wir kein Wort über diese Dreharbeiten sagen durften», erklärt Moser. Und wenn der Dreh unfallfrei verlaufen wäre, hätte niemand etwas von Clarkson, Hammond und May in Hemberg erfahren? «Nein», sagt Moser, «wir finden es auch schade, dass die halbe Welt nun auf diesem Weg über die Vorkommnisse erfahren musste. Wir sähen es auch lieber, wenn Hemberg auf eine andere Weise bekannt würde.» Selbst nach dem Unfall durfte die Organisation nur eingeschränkt kommunizieren. (mm)

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