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Gegen die Auflösung formiert sich Widerstand

WERDENBERG. Die Genossenschaft der Werdenberger Schloss-Festspiele soll aufgelöst werden. Gegen diesen Antrag, der an der Generalversammlung vom 8. März behandelt wird, setzen sich nun verschiedene Beteiligte zur Wehr.
Corinne Hanselmann
Sind die Werdenberger Schloss-Festspiele am Boden – oder doch noch nicht? (Bild: Martin Walser)

Sind die Werdenberger Schloss-Festspiele am Boden – oder doch noch nicht? (Bild: Martin Walser)

WERDENBERG. Die Genossenschaft der Werdenberger Schloss-Festspiele soll aufgelöst werden. Gegen diesen Antrag, der an der Generalversammlung vom 8. März behandelt wird, setzen sich nun verschiedene Beteiligte zur Wehr.

«Begeisternde Inszenierung», «überzeugendes Orchester», «viel Applaus», «grosse Zufriedenheit bei Gästen und Mitwirkenden» – die Medien waren voll des Lobes nach den Werdenberger Schloss-Festspielen 2015 mit dem Stück «Die verkaufte Braut». Doch bei der Organisation im Hintergrund hängt der Haussegen schon länger schief: Die Genossenschaft und die Festspiel-Direktion sind sich in mehreren Punkten uneinig mit der Geschäftsleitung und dem Verein Schloss Werdenberg.

«Noch ist es nicht zu spät»

«Es macht keinen Sinn mehr, weiterzumachen», ist aus dem Umfeld der Festspiel-Direktion zu hören. Es herrsche eine schlechte Informationspolitik zwischen den beiden Seiten. Auch der Verwaltungsrat der Genossenschaft ist nach mehreren Sitzungen zum Schluss gekommen, dass eine Weiterführung der Festspiele in dieser Organisationsstruktur nicht mehr machbar ist. Er beantragt der Generalversammlung am 8. März die Auflösung der Genossenschaft (der W&O berichtete am 17. Februar). Doch offenbar sind nicht alle damit einverstanden, die Schloss-Festspiele dieser ungewissen Zukunft zu überlassen. Von verschiedenen Seiten regt sich Widerstand. «Noch ist es für das Werdenberg nicht zu spät, seine Oper zu retten», äusserte sich der Kulturschaffende Kuno Bont am 27. Februar im W&O.

Auch im Leserbrief von Chor- und Genossenschaftsmitglied Verena Keller (1. März) war Protest zu spüren: «Wir werden uns gegen die Auflösung der Genossenschaft wehren und uns weiterhin für unseren Beitrag an das kulturelle Leben in der Region einsetzen.»

Unterstützung im Facebook

Marion Kirschler, ebenfalls Sängerin im Chor der Schloss-Festspiele, gründete am Samstag im sozialen Netzwerk Facebook die öffentliche Gruppe «Rettung der Werdenberger Schloss-Festspiele». Bereits nach wenigen Tagen hat diese 570 Mitglieder. Kirschler möchte mit der Gruppe möglichst viele Leute auf dieses Thema aufmerksam machen, denn «auch wir vom Chor haben das erst relativ spät mitbekommen». Sie möchte vermitteln, «dass es uns nicht egal ist, was hier passiert». Nach dem grossen Erfolg der Aufführung im 2015 fühle man sich jetzt vor den Kopf gestossen. Die Sängerin würde sich wünschen, dass die Tradition der Schloss-Festspiele erhalten bleibt, dass ein neuer Vorstand auf die Beine gestellt werden kann, es mit frischem Schwung weitergeht und die Altlasten zurückgelassen werden können. Denn: «Wir haben es nirgends so schön wie im Werdenberg, der Zusammenhalt ist sehr gut», so Kirschler, die auch noch in anderen Chören mitsingt. ? DIE DRITTE

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