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GAMS/VADUZ/SCHAAN: Fasnachtsstreit nach Umzug

Nach dem Kinderumzug in Vaduz gab es in den sozialen Medien viel Kritik wegen fehlender Musik aus Umzugswagen. In Gams waren die Erfahrungen positiv.
Thomas Schwizer
Die konstruktiven Rückmeldungen von Wagengruppen nach dem Umzug in Gams werden in die Diskussionen betreffend einer Überarbeitung der Lärmbeschränkungen einfliessen. (Bild: Elke Schwizer, 28.1.2018)

Die konstruktiven Rückmeldungen von Wagengruppen nach dem Umzug in Gams werden in die Diskussionen betreffend einer Überarbeitung der Lärmbeschränkungen einfliessen. (Bild: Elke Schwizer, 28.1.2018)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

«S’Ländle wörd all langwiliger und konservativer anstatt moderner und attraktiver» – «isch wia ara Beerdigung»: Die Reaktionen nach dem Kinderumzug in Vaduz sind teilweise heftig ausgefallen. Grund dafür war die gemäss neuem Reglement verbotene Aussenbeschallung der Mottowagen.

Das Verbot der Aussenlautsprecher haben die Veranstalter der Umzüge in Gams, Trübbach, Schaan, Vaduz und Oberriet für die aktuelle Fasnacht beschlossen. Der Grund dafür war, dass es in den Vorjahren zunehmend Reklamationen gab wegen der teilweise ohrenbetäubend lauten Musik. Oft betraf dies eigentliche Barwagen, in denen nach dem Umzug jeweils Getränke ausgeschenkt werden.

Ärger wird in sozialen Netzwerken geäussert

Vielen Wagengruppen und Be- suchern von Fasnachtsumzügen passt diese Einschränkung allerdings gar nicht. Sie schreiben in den sozialen Netzwerken von «Stummfilm» oder «Trauerzug», oder sie stellen gar fest: «Ihr macht die Fasnacht kaputt». Neben viel Kritik gab es aber auch positive Stimmen. So stellte ein Kommentator fest, dass Umzugsteilnehmer nun nach einem schönen Umzug nach Hause gehen könnten «ohne Dröhnen und Pfeifen in den Ohren». Er denkt auch an die Guggenmusiken, die nun wieder gehört würden und so für ihre Darbietungen den verdienten Applaus erhalten.

Generell stellt sich angesichts der in Liechtenstein hoch gehenden Wogen die Frage: Geht die neue Lärmbeschränkung zu weit? Die Kritik fliesse in die Diskussionen der fünf Organisatoren ein, kündigte die Fasnachtsgesellschaft Vaduz an. Das Ganze sei etwas aus dem Ruder gelaufen und habe nicht zum gewünschten Effekt geführt.

Für die bevorstehenden Fasnachtsumzüge vom 11. Februar in Schaan und vom 18. Februar in Trübbach halten die Veranstalter am neuen Reglement fest. Die Narrenzunft Schaan appelliert an die Wagenbauer, die Fasnacht aktiv zu leben und sich nicht querzustellen – wie es offenbar in Vaduz der Fall war. Konkret sollen sie mit der Innenbeschallung der Wagen mit Musik zu einem lebendigen Umzug beitragen.

Durchwegs positive Erfahrungen in Gams

Peter Vetsch vom Rettungscorps der Feuerwehr Gams zieht aufgrund der Rückmeldungen von Guggenmusiken, Zuschauern und Fussgruppen ein positives Fazit über die neue Regelung, bei der eine Innenbeschallung der Umzugswagen nach wie vor erlaubt ist. In Gams verzeichnete das Rettungscorps gar einen Zuschauerrekord: Rund 4 000 Personen verfolgten den Traditionsumzug.

Die konstruktiven Reaktionen von einzelnen Wagenbauern würden in den Gesprächen der Fasnachtsveranstalter über eine Überarbeitung der neuen Regelungen sicher diskutiert, kündigt Vetsch an.3

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