Gamser Behörden informieren

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist auch Gams gefordert. Deshalb wird die Zivilschutzanlage Widem für die Notunterbringung bereitgestellt. Vertreter des Zivilschutzes werden in Zusammenarbeit mit Vertretern der Gemeinde für geordnete Abläufe sorgen.

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Das Hochwasserschutzprojekt «Simmi» liegt vom 16. September bis 15. Oktober in den Rathäusern Grabs und Gams öffentlich auf. (Bild: pd)

Das Hochwasserschutzprojekt «Simmi» liegt vom 16. September bis 15. Oktober in den Rathäusern Grabs und Gams öffentlich auf. (Bild: pd)

Aktuelle Asylsituation in der Region

Leider hat sich die Flüchtlingssituation in den letzten Wochen und Tagen europaweit noch einmal dramatisch verschärft. Während die Flüchtlingsströme via Balkanroute anfänglich vorwiegend nach Deutschland führten, findet nun eine Verlagerung in die Schweiz, insbesondere in den Kanton St. Gallen (via die Grenzbahnhöfe Buchs und St. Margrethen) statt.

Nach der Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Deutschland, Österreich und verschiedenen andern Ländern wird sich der Druck auf den Kanton St. Gallen weiter erhöhen. Eine Task Force Asyl soll dabei helfen, diesen Ansturm zu bewältigen.

Bereitstellung von Notunterkünften für Asylbewerbende

Die Gemeinden bereiten sich auf die erwarteten höheren Flüchtlingszahlen vor, indem sie taugliche Notunterkünfte auf der Achse Sarganserland–Werdenberg–Rheintal zur Verfügung stellen.

Die Beurteilung der Asylgesuche wird weiterhin beim Staatssekretariat für Migration (SEM) liegen. Die Gemeinden helfen aber subsidiär mit, eine vorübergehende Unterbringung der Flüchtlinge zu ermöglichen, bis das SEM die Asylsuchenden in seine Strukturen in den Bundesempfangszentren übernehmen kann.

Aufgrund dieser Situation ist auch die Gemeinde Gams gefordert. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen, die ausserordentliche Situation zu meistern und vorübergehend Lösungen für die Unterbringung anbieten. Deshalb wird die Zivilschutzanlage «Widem» für die Notunterbringung bereitgestellt. Vertreter des Zivilschutzes werden in Zusammenarbeit mit Vertretern der Gemeinde für geordnete Abläufe sorgen und die Betreuung und Verpflegung der Asylbewerbenden übernehmen. Die künftige Entwicklung der Lage ist ungewiss und hängt vor allem vom weiteren Zustrom an Asylbewerbenden ab.

Wie den regionalen Medien bereits zu entnehmen war, funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Gemeinden, dem Kanton und den Verantwortlichen von Polizei und Zivilschutz bisher gut. Weil nicht mit einem raschen Abklingen der Flüchtlingsströme zu rechnen ist und ein beachtlicher Teil der Personen wohl über längere Zeit in der Schweiz bleiben dürfen, erfordert deren Betreuung weiterhin auch Engagement aus der Bevölkerung. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit einer guten Organisation und mit dem nötigen Verständnis aus der Bevölkerung die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen sind.

Viehschau 2015

Am Freitag, 9. Oktober, findet die diesjährige Gemeindeviehschau auf dem Marktplatz an der Gasenzenstrasse statt. Der Gemeinderat und die Viehschaukommission freuen sich bereits heute auf zahlreiche Teilnehmer und eine grosse Auffuhr. Zu diesem Anlass ist auch die nichtbäuerliche Bevölkerung ganz herzlich eingeladen. Mit der Rangierung der Tiere beginnen die Experten ab 10 Uhr. Die Viehschau dauert bis circa 15 Uhr. Der öffentliche Unterhaltungsabend findet am selben Abend im (geheizten) Festzelt beim Marktplatz statt. Für das leibliche Wohl sorgt auch in diesem Jahr der STV Gams. Am Abend tragen die «Zapfwällä-Örgeler» mit volkstümlicher Unterhaltung zum gelungenen Anlass bei. Schauen doch auch Sie beim Marktplatz vorbei – es lohnt sich.

Hochwasserschutzprojekt «Simmi»

Das Hochwasser vom Juni 2013 hat im Oberlauf der Simmi zu einer massiven Solenerosion geführt. Das Gewässerunternehmen Gams hat in Zusammenarbeit mit der Sektion Wasserbau des Kantons St. Gallen nach möglichen Massnahmen zur Sanierung dieses Gewässerabschnitts gesucht. Das ausgearbeitete Projekt umfasst neue Sperren zwischen dem Kiesfang «Hasenguet» und der Brücke «Underschwendi». Die noch bestehenden Bachverbauungen sollen gesichert und die Hochwassersicherheit gewährleistet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,56 Mio. Franken. Bund und Kanton haben massgebliche Beiträge an die geplante Sanierung in der Höhe von 66 Prozent zugesichert. Die Restkosten werden durch das Gewässerunternehmen Gams und die Gemeinde Grabs finanziert.

Der Gemeinderat Gams hat das Ausführungsprojekt «Hochwasserschutzprojekt Simmi» am 29. Juni und der Gemeinderat Grabs am 6. Juli 2015 in Anwendung von Art. 21 ff. des kantonalen Wasserbaugesetzes (sGS 734.1) genehmigt. Das Wasserbauprojekt liegt während 30 Tagen, das heisst ab 16. September bis 15. Oktober 2015 in den Rathäusern Grabs und Gams jeweils auf der Gemeinderatskanzlei öffentlich auf. Die betroffenen Grundeigentümer haben eine persönliche Anzeige erhalten.

Während der Auflagefrist kann gegen das Hochwasserschutzprojekt Einsprache beim Gemeinderat Gams erhoben werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartun kann. Die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen Antrag, eine Darstellung des Sachverhalts und eine Begründung zu enthalten.

Sanierung Felsbach und Läuibach

Das Gewässerunternehmen Gams beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen, Sektion Wasserbau, seit geraumer Zeit mit der Sanierung bestehender Bachverbauungen, welche defekt oder sanierungsbedürftig sind. Das Ingenieurbüro Gabathuler AG, Buchs, ist mit der Erarbeitung eines Hochwasserschutzprojekts für den Felsbach (Bereich Arena) und den Läuibach beauftragt worden. Das geplante Bauvorhaben umfasst die Absenkung der Überfallsektion der Wildbachsperre 909 am Felsbach sowie den Rückbau zwischen den Sperren 909 und 911 gelegenen Betonrinne. Zudem wird linksufrig eine Dammschüttung vorgenommen. Die beschädigte Wildbachsperre 993 wird durch eine vorgelagerte Sperre gleicher Bauart ersetzt. Am Läuibach werden insgesamt neun neue Sperrenbauwerke zwischen den Koten 766 und 789 erstellt. Diese Bauwerke ersetzen die heute in diesem Bereich vorhandenen und stark beschädigten vier Wildbachsperren. Von diesen werden drei Sperren rückgebaut, während direkt vor der vierten Sperre ein neues Bauwerk erstellt wird.

Diese beiden Projekte sind dem Tiefbauamt St.Gallen, Abt. Wasserbau, zur wasserbaulichen Stellungnahme eingereicht worden. Aus Sicht des Kantons wird das Vorhaben unter der Projekt-Nr. 3.059 «Sanierung Felsbach und Läuibach» als ein Subventionsprojekt geführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 830 000 Franken. Bund und Kanton haben massgebliche Beiträge an die geplante Sanierung in der Höhe von 66 Prozent zugesichert. Die Restkosten werden durch das Gewässerunternehmen Gams und die Melioration Sennwald finanziert. Der Gemeinderat Gams hat das Wasserbauprojekt am 7. September in Anwendung von Art. 21 ff. des kantonalen Wasserbaugesetzes genehmigt. Das Projekt liegt während 30 Tagen, das heisst ab 23. September bis 22. Oktober 2015 im Rathaus Gams auf dem Bauamt öffentlich auf. Die betroffenen Grundeigentümer haben eine persönliche Anzeige erhalten.

Während der Auflagefrist kann gegen das Hochwasserschutzprojekt Einsprache beim Gemeinderat Gams erhoben werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartun kann. Die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen Antrag, eine Darstellung des Sachverhalts und eine Begründung zu enthalten.

Friedhof- und Bestattungsreglement

Mit der Anpassung des Nachtrags zum Gesetz über die Friedhöfe und Bestattungen räumte der Kantonsrat den Gemeinden mehr Handlungsspielraum ein, um das Bestattungswesen nach den eigenen Bedürfnissen zu regeln. Die Regierung hat dem Anliegen nach mehr Gemeindeautonomie auch auf Verordnungsebene Rechnung getragen.

Der aktuell gültige Erlass, die Friedhof- und Bestattungsordnung, stammt aus dem Jahr 1972 und ist in vielen Punkten nicht mehr aktuell. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeinderätin Christa Knupp hat ein neues Friedhof- und Bestattungsreglement für die Gemeinde Gams erarbeitet. Dabei haben auch Vertreterinnen und Vertreter der beiden Landeskirchen sowie das Bestattungsamt mitgewirkt.

Sowohl von den Gamser Ortsparteien sowie auch von den beiden Landeskirchen ist innert der Vernehmlassungsfrist keine Eingabe eingereicht worden. Nach Durchführung eines Vernehmlassungsverfahrens hat der Gemeinderat den Erlass am 24. August 2015 mit marginalen Korrekturen genehmigt.

Das neue Friedhof- und Bestattungsreglement untersteht gemäss Art. 26 der Gemeindeordnung während 40 Tagen, das heisst vom 10. September bis 19. Oktober 2015 dem fakultativen Referendum. Für das Zustandekommen eines Referendumsbegehrens sind 150 gültige Unterschriften erforderlich. Ein Referendumsbegehren wäre vor Ablauf der Frist dem Gemeinderat Gams einzureichen.

Parlaments- und Regierungswahlen 2015/16

Zur Mitarbeit für den Urnengang und die Auszählung der National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober 2015 und die Kantons- und Regierungswahlen vom 28. Februar 2016 werden sämtliche der gewählten, ordentlichen Stimmenzählenden aufgeboten. Trotzdem ist die Wahl von ausserordentlichen Stimmenzählenden vorwiegend für EDV-Erfassungsarbeiten erforderlich. Der Gemeinderat hat daher ausserordentliche Stimmenzählende aus der Verwaltung gewählt. Die Stimmberechtigten erhalten in diesen Tagen die Wahlunterlagen für die Parlamentswahlen vom 18. Oktober zugestellt.

Behörden geben Auskunft

Am Mittwoch, 18. November, findet wiederum der von den Ortsparteien organisierte Anlass «Behörden geben Auskunft» in der Aula des Schulhauses «Höfli» statt. Viele Leute haben Fragen an die Behörden, trauen sich aber nicht aufzustehen und ans Mikrophon zu gehen. Die FDP Gams, Organisator des diesjährigen Anlasses, will der Bevölkerung die Gelegenheit geben, ihre Fragen schriftlich per E-Mail oder Post an die Partei zu stellen. Die Fragen dürfen kritisch sein, aber respektvoll an die Politische Gemeinde, Ortsgemeinde, die Schule oder die beiden Kirchgemeinden adressiert sein. Fragen ohne Absender werden nicht beantwortet.

Das OK erwartet auch, dass Personen, die Fragen einreichen, am 18. November anwesend sind. So können wir uns vergewissern, dass Ihre Frage zu Ihrer Befriedigung beantwortet wurde. Bitte senden Sie Ihre Fragen bis 7. Oktober 2015 an: FDP Gams, Vicky Gabathuler, Präsidentin, Wolfsagger 14, 9473 Gams oder per E-Mail an vg@ fiscon.li

Die FDP-Ortspartei Gams freut sich, Sie am Mittwoch, 18. November 2015 um 20 Uhr im Schulhaus Höfli begrüssen zu dürfen.

Mitteilung Grundbuchamt

Schätzungsbegehren, welche nach Mitte Oktober eingehen, können im Normalfall erst im Jahr 2016 berücksichtigt werden. Aufgrund der Weisungen der GVA dürfen im Dezember keine Schätzungen durchgeführt werden. Handänderungen, welche noch im laufenden Jahr stattfinden sollen, sind nach Möglichkeit bis Ende November beim Grundbuchamt anzumelden. Für Fragen steht das Grundbuchamt Gams unter Telefon 058 228 23 54 oder per E-Mail an alfons.lenherr@gams.ch gerne zur Verfügung.

Herzliche Gratulation

Im Oktober feiern in Gams folgende Personen einen hohen Geburtstag:

• Bernegger-Stolz Rosa, Hültsch 262, 5.10.1940 • Müller-Vetsch Andreas, Erlenberg 273, 10.10.1932 • Scherrer-Monz Margaretha, Haagerstrasse 10, 17.10.1931 • Gantenbein-Bernold Margot, Au 1318, 22.10.1931 • Wessner-Lenherr Maria, Eich 1534, 22.10.1925 • Lenherr-Zäch Vrena, Gasenzenstrasse 100, 23.10.1928 • Artho-Fürer Louisa, Neumühle, 24.10.1929 • Keller-Mäder Alfred, Afagriststrasse 11, 25.10.1940 • Schmid-Sturzenegger Frieda, Churzbreitenstrasse 16, 26.10.1932 • Wenk-Auer Karl, Büttels 589, 27.10.1940 • Kaiser-von Wyl Karl, Alterswohnheim Möösli, 28.10.1928

Wir gratulieren allen Jubilarinnen und Jubilaren ganz herzlich zum Geburtstag und wünschen ihnen weiterhin gute Gesundheit, Zufriedenheit und viel Glück.

Fortsetzung auf Seite 11