Gamser Behörden informieren

Im Juni findet in Gams das Rheintaler Turnfest statt. Es werden rund 4000 Turnerinnen und Turner erwartet. Der Gemeinderat hat deshalb der Konsumgenossenschaft Gams eine Bewilligung erteilt, um den Volg-Dorfladen am Sonntag, 19. Juni, offen zu halten.

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Anfang Mai fanden im Oberstufenzentrum Widem die Projekttage statt. Im Rahmen dieser Tage gestalteten die Schülerinnen und Schüler unter anderem eine Kletterwand. (Bild: pd)

Anfang Mai fanden im Oberstufenzentrum Widem die Projekttage statt. Im Rahmen dieser Tage gestalteten die Schülerinnen und Schüler unter anderem eine Kletterwand. (Bild: pd)

Rücktritte im Gemeinderat

Am 25. September finden die Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden der Politischen Gemeinde Gams für die Amtsdauer 2017 bis 2020 statt. Nach reiflichen Überlegungen hat Simon Eggenberger dem Gemeinderat bekanntgegeben, dass er sich nicht mehr für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellen wird.

Die starke berufliche Belastung sowie persönliche Überlegungen haben zu diesem Entscheid geführt. Damit ergeben sich im Gemeinderat zwei vakante Sitze, welche neu zu besetzen sind. Vizepräsidentin Christa Knupp hat bereits zu Jahresbeginn bekanntgegeben, dass Sie auf Ende Amtsdauer zurücktreten wird. Der Gemeinderat dankt den beiden Ratsmitgliedern bereits heute für ihre wertvollen und langjährigen Dienste zum Wohl der Bevölkerung von Gams ganz herzlich.

Wahlvorschläge können bis 8. Juli um 17 Uhr eingereicht werden. Sie sind gültig, wenn sie innert der angesetzten Frist an die Gemeinderatskanzlei, Rathaus, Gams eingereicht werden; von wenigstens 15 in Gams stimmberechtigten Personen unterzeichnet sind; höchstens gleich viele Kandidaten enthalten als Mandate zu vergeben sind sowie ausschliesslich wählbare Kandidaten enthalten, die ihrer Kandidatur zugestimmt haben.

Die entsprechenden Formulare können bei der Gemeinderatskanzlei oder via Internet (www.gams.ch) bezogen werden. Ein allfälliger zweiter Wahlgang findet am 27. November statt. Wahlvorschläge sind in diesem Fall bis 3. Oktober der Kanzlei einzureichen. Es ist auch eine stille Wahl möglich. Im übrigen gelten die gleichen Bestimmungen wie für den ersten Wahlgang.

Betriebs- und Gestaltungskonzept «Zentrumsentwicklung»

In der Vergangenheit sind immer wieder Fragen zur Entwicklung des Dorfzentrums der Gemeinde Gams an die Verwaltung herangetragen worden. Einerseits sind in den nächsten Jahren verschiedene Änderungen für bestehende Liegenschaften absehbar. Andererseits sind im Zentrum grössere unbebaute Flächen vorhanden, die im Sinne der Stärkung des Zentrums aktiviert werden sollten.

Die aktuelle Entwicklung in der Raumplanung zeigt, wie wichtig es ist, dass die Gemeinden die Entwicklungen vermehrt nach innen lenken. So wird es künftig immer schwieriger, die Entwicklung über neue Bauzonen zu gewährleisten. Eine tendenziell älter werdende Bevölkerung verlangt zugleich nach zentralen, sehr gut erschlossenen Wohnungen im Zentrum. In Gams kommt hinzu, dass die räumliche Situation der Gemeindeverwaltung oder der Posthaltestelle im Zentrum seit langem unbefriedigend sind. Auch dies sind konkrete Vorhaben, die auf einen möglichst zentralen Standort angewiesen sind.

Die Entwicklung der Dörfer muss sich stärker als bisher nach innen richten. Dies bietet die Chance, die Zentren zu stärken. Durch die Konzentration von Publikumsnutzungen im Zentrum und die Schaffung von Bauentwicklungsflächen kann die Situation für den Detailhandel verbessert und damit das Zentrum belebt und aufgewertet werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Mobilisierung von solchen Entwicklungsreserven nur erfolgreich ist, wenn die direkt betroffenen Grundeigentümer früh einbezogen werden.

Dabei ist insbesondere zu respektieren, dass die Sichtweise der Behörde und der Grundeigentümer nicht deckungsgleich sein muss. So werden die planerisch kritisierten, unternutzten Grundstücke durch die Bewohner durchaus als Qualität empfunden. Ähnlich kann die Situation in Bezug auf die Altliegenschaften sein, die oft die einzige Möglichkeit für günstiges Wohneigentum sind. Ob ein Altbestand aktiviert werden kann, ist insbesondere davon abhängig, ob es gelingt, den Betroffenen umsetzbare Zukunftsoptionen zu geben; es geht darum, Möglichkeiten zu schaffen und nicht Veränderungen zu erzwingen.

Aus diesem Grunde hat der Gemeinderat die Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts in Auftrag vergeben. Zusammen mit dem bearbeitenden Raumplanungsbüro Strittmatter Partner AG, St. Gallen hat am 12. Mai ein erster Workshop mit angrenzenden Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer stattgefunden, an welchem vor allem Themen wie Strassenführung, Strassenraum und Möglichkeiten zur inneren Entwicklung erörtert worden sind. Ziel des Gemeinderates ist es, bis im Herbst erste Ergebnisse zum Thema «Zentrumsentwicklung» vorliegend zu haben. Der Gemeinderat dankt an dieser Stelle allen Beteiligten bestens für ihre Mitwirkung und Mitarbeit.

Kontrollbericht ARA Simmiwinggel

Das Amt für Umwelt und Energie (AFU) nimmt zum Betrieb der ARA Gams-Simmiwinggel aufgrund des Jahresberichts 2015 des Klärwerkmeisters Stellung. Aus dem Kontrollbericht 2015 des AFU kann entnommen werden, dass die Anforderungen an die Abwasserqualität im Ablauf der ARA und an die Reinigungsleistung im 2015 sehr gut eingehalten waren und dass die ARA Gams kompetent und mit Engagement geführt und betrieben wird. Die Eigenkontrolle erfolgt gewissenhaft und mit hoher Qualität bei der Analytik und bei der Dokumentation der Daten.

Für den geleisteten Einsatz zum Schutz der Simmi und der nachfolgenden Gewässer und die tadellose Wartung der Anlagen dankt der Gemeinderat dem Klärwerkmeister Martin Hardegger und seinem Stellvertreter ganz herzlich.

Bewilligung Sonntagsverkauf

Im Juni dieses Jahres findet bekanntlich mit dem Rheintaler Turnfest ein Grossanlass in Gams statt. Vor allem am zweiten Wochenende werden sehr viele Turner/-innen und Festbesucherinnen und Festbesucher erwartet. Der Gemeinderat hat der Konsumgenossenschaft Gams für das zweite Turnfestwochenende eine Bewilligung erteilt, den Volg-Dorfladen am Sonntag, 19. Juni, offen halten zu dürfen. Die Versorgung der Festbesucher und der vielen Turnerinnen und Turner entspricht einem Grundbedürfnis und wurde in Anwendung des kantonalen Gesetzes über Ruhetag und Ladenöffnung bewilligt. Pro Jahr und Laden kann der Gemeinderat höchstens vier individuelle Sonntagsverkäufe bewilligen.

Zählung leer stehender Wohnungen

Leerwohnungen widerspiegeln die Situation auf dem Wohnungs- und Liegenschaftenmarkt. Sie sind ein wichtiger Indikator der Konjunkturlage. Deshalb führt das Bundesamt für Statistik alljährlich eine Zählung der leerstehenden Wohnungen und Häuser durch. Stichtag ist jeweils der 1. Juni. Es sollen soweit möglich alle auf dem Markt angebotenen Leerwohnungen erfasst werden. Als Leerwohnungen im Sinne dieser Zählung gelten alle möblierten oder unmöblierten Wohnungen oder Einfamilienhäuser, die am Stichtag unbesetzt, aber bewohnbar sind und solche, die am Stichtag zur dauernden Miete von mindestens drei Monaten oder zum Kauf angeboten werden.

Die Gemeinderatskanzlei ist mit der Erstellung dieser Leerwohnungsstatistik beauftragt und ersucht deshalb alle Liegenschaftseigentümer, Leerwohnungen, welche am 1. Juni nicht besetzt sind zu melden. Sie können uns leer stehende Wohnungen entweder telefonisch an die Nummer 058 228 23 52 oder per E-Mail an gemeinde@gams.ch melden.

Aus der Schule

Projektwoche OZ Widem

Vom 2. bis 4. Mai gestalteten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Projektwoche das Oberstufenzentrum (OZ) Widem neu. Die Resultate sind hocherfreulich, es wurde hervorragende Arbeit geleistet. Der Eingang zum OZ Widem begrüsst mit freundlichen Farben und Texten, mit neu gestalteten Sockeln für temporäre Ausstellungen. Alle Korridore in den verschiedenen Stockwerken haben ihre eigene Farbe bekommen. Bemalt wurden nur die Stirnseiten sowie im Aufgang das Geländer. Beim oberen Rasenplatz wurde eine Boulder-Wand installiert. Die Säulen des Mofa-Unterstands wurden ebenfalls farblich hervorgehoben. Für die Bibliothek haben die Schülerinnen und Schüler Sitzsäcke genäht und eine Paletten-Lounge gestaltet. Und schliesslich haben die Schüler auch ein grosses Schachspiel mit aufgemalten Feldern fertiggestellt.

Handhabung Urlaubsgesuche

Die Schule Gams hält sich grundsätzlich an die kantonalen Vorgaben zur Schulpflicht und dem Schulrecht der Schülerinnen und Schüler. Um den veränderten gesellschaftlichen Wandel und den Bedürfnissen der Eltern Rechnung zu tragen, hat der Schulrat Gams eine grosszügige Regelung betreffend Urlaubsgesuche beschlossen:

• Pro Schuljahr stehen den Schülerinnen und Schülern je zwei halbe Jokertage zur Verfügung. Diese müssen spätestens zwei Tage vor Bezug der Klassenlehrperson schriftlich gemeldet werden. • Urlaube von mehr Tagen als einer (bis maximal fünf Tagen), müssen als schriftliches Gesuch mindestens drei Wochen vorab der Schulleitung eingereicht werden. Pro Zyklus (1. Kindergarten bis 2. Primarstufe; 3. bis 6. Primarstufe; 1. bis 3. Oberstufe) kann die Schulleitung einen Urlaub, wenn keine schulischen Gründe dagegen sprechen, von maximal fünf Tagen (eine Woche) genehmigen. Dieser Urlaub darf nicht gesplittet werden. Die Jokertage werden in diesen Urlaub mit eingerechnet. Darüber hinaus können die Schulleiter keine weiteren Urlaube genehmigen.

• Urlaube von mehr als fünf Tagen (eine Woche) müssen dem Schulrat eingereicht werden. Pro Schulkarriere kann der Schulrat einen längeren Urlaub mit Auflagen an die Eltern und die Schüler genehmigen. Die Eltern müssen ein schriftliches Gesuch mindestens vier Monate vorab an den Schulrat einreichen. Das Gesuch beinhaltet eine stichhaltige Begründung.

Förderkonzept der Schule Gams

Am 1. August 2015 ist das Förderkonzept in Kraft getreten und seither in einer Pilotphase angewendet worden. Die Arbeitsgruppe «Überarbeitung Förderkonzept» (kurz AG-ÜF) hat an ihrer Sitzung vom 29. April vollumfänglich das Förderkonzept überarbeitet. In diese Überarbeitung hat sie alle gemachten Erfahrungen sowie die Rückmeldungen der Lehrpersonen, der Schulischen Heilpädagoginnen und des Schulpsychologischen Dienstes (SPD) einfliessen lassen. An seiner Sitzung vom 17. Mai hat der Schulrat Gams die überarbeitete Version 2.0 des Förderkonzepts verabschiedet.

Personal

In der Schuleinheit Hof galt es zwei Stellen von Kindergartenlehrpersonen neu zu besetzen. Dies wurde nötig, da die Kindergärtnerinnen Ruschka Engler und Angelina Schär per Ende Schuljahr 2015/16 gekündigt haben. Der Schulrat dankt den beiden scheidenden Kindergärtnerinnen und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

Als neue Kindergärtnerin begrüsst das Team Hof Nicole Vorburger, welche diplomierte Primarlehrerin und Kindergärtnerin ist. Sie hat ihre Wurzeln im Rheintal und möchte nach einigen Jahre Berufserfahrung aus dem Grossraum Zürich zurückkehren.

Als neuer Kindergärtner startet per Schuljahr 2016/17 Benjamin Schio. Auch er ist diplomierter Kindergärtner und dem Team Hof bereits bestens bekannt, da er hier sein Praktikum absolviert hat.

Ebenfalls neu im Team Hof nimmt Monika Werder aus Gamprin ihre Arbeit auf. Monika Werder wird als Schulische Heilpädagogin /ISF Kindergarten tätig sein.

Da Nadja Bislin, Primarlehrerin, und Edith Utiger Düsel, Schulische Heilpädagogin, für das kommende Schuljahr neue Herausforderungen annehmen werden, werden aktuell noch eine Primarschullehrperson sowie eine Schulische Heilpädagogin für die Primarstufe Hof gesucht. Die Nachfolge wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Der Schulrat dankt auch diesen beiden Lehrpersonen für die geleistete Arbeit und wünscht ihnen alles Gute.

Fortsetzung auf Seite 15