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GAMS: Selbstversorger: Gewerbepark Gams produziert die nötige Energie

Eine Vielfalt an Tätigkeitsbereichen bieten die KMU-Unternehmen, die im neuen Gewerbe- und Energiepark im Felsbachriet wirken. Die Energie für Strom und Beheizung des grosszügigen Gewerbebaus wird vollständig durch die eigene Fotovoltaikanlage erzeugt.
Die vollständig mit Solarzellen gestaltete Südfassade liefert auch im Winter genügend Energie für den ganzen Gewerbepark. (Bild: Thomas Schwizer)

Die vollständig mit Solarzellen gestaltete Südfassade liefert auch im Winter genügend Energie für den ganzen Gewerbepark. (Bild: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

Die gesamte Südfassade ist mit Solarpanels bestückt und liefert auch im Winter ausreichend Energie für die Beheizung und Beleuchtung des grossen Gewerbebaus. Dass die Fassade sehr ästhetisch aussieht, konnten die zahlreichen Interessierten bei Führungen am Tag der offenen Tür vom Samstag selbst feststellen. Die Mieter gaben dabei einen Einblick in ihre Tätigkeit. «Unter uns Nutzern gibt es einen regen Austausch, es ist ein Geben und Nehmen», wird das Miteinander positiv beurteilt. Dank dem Neubau siedelten sich zusätzliche Unternehmen in Gams an und brachten neue Arbeitsplätze ins Dorf.

«Das gesamte Gebäude produziert durchschnittlich 1160 kWh pro Tag. Das würde reichen für rund 100 Einfamilienhäuser», erklärt Peter Schibli. Der Geschäftsführer der Heizplan AG ist der Kopf hinter dem ausgeklügelten Energiesystem im neuen Gewerbepark.

Beat Rüegsegger von der ebenfalls hier eingemieteten Energie- und Bauberatung hat den Energiebedarf für Wärme und Strom im Gebäude berechnet und dabei das Hauptaugenmerk auf eine optimale Dämmung der Gebäudehülle gelegt. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Beton-Speicherboden. Selbst wenn im Winter in den Produktionsbetrieben die grossen Tore für An- und Auslieferungen geöffnet werden, sorgt er dafür, dass die Wärme im Raum recht konstant bleibt. «Er wirkt wie ein Kachelofen», erläutert Peter Schibli.

Ein ausgeklügeltes Selbstversorgungssystem

Die Heizplan AG hat auf Basis von Rüegseggers Berechnungen das Energiesystem geplant und ausgeführt – von Fotovoltaik über Wärmepumpen bis zur LED-Beleuchtung. Das Resultat: Der Energiebedarf sämtlicher Nutzer kann durch Fotovoltaik selbst erzeugt werden. Der Plusenergie-Bau muss also keine Energie von Dritten beziehen.

Die durchschnittlich 120 kWh pro Tag, welche die senkrechten Fassadenpanels im Winter täglich liefern, reichen gemäss Peter Schibli für den Tagesbedarf aus – auch wenn auf den Dachpanels Schnee liegt.

Zudem kann der noch überschüssige Strom als Heizungswärme im Boden gespeichert und in Speicherbatterien als Strom gesichert werden. So kann der Energiebedarf für Licht und Heizung in der Nacht gedeckt werden, erklärt der Heizplan-Geschäftsführer. Geheizt wird mit leistungsregulierten Wärmepumpen, die ebenfalls mit dem selbsterzeugten Strom arbeiten.

Ein intelligentes Lichtsystem

Auch das LED-Beleuchtungssystem ist ausgeklügelt. Sensoren an jeder Leuchte messen einerseits die Bewegung, andererseits das Tageslicht. Automatisch schalten sie sich ein und aus oder passen ihre Leuchtkraft an. Mit dem Vollbetrieb zeigt sich, wie viel Strom jeder Nutzer braucht. So können bedarfsgerecht, gestaffelt und modular Batterien als Energiespeicher eingebaut werden.

«Energetisch optimal, dank Eigenproduktion niedrige Betriebskosten, sehr gute Lage nahe dem Autobahnanschluss»: Energiepionier Peter Schibli ist vom neuen Gewerbe- und Energiepark begeistert.

Eindrucksvolle Zahlen

Im neuen Gewerbe- und Energiepark Felsbachriet 2+4 in Gams wurden 16000 Meter Rohr allein für die Betonkernaktivierung («Bodenheizung») verlegt. Für die Pfählung wurden 1060 Baumstämme in den Boden gerammt. Für das Gebälk des 16 Meter hohen Gebäudes wurden 300 m3 Holz verwendet. Allein für die Photovoltaikanlagen an der Fassade und auf dem Dach wurden 30 Kilometer Kabel verlegt. Für Betonboden und Betonwände der Produktionshallen waren 350 Betonmischer voller Beton nötig. Im ganzen Jahr liefern die Solar­panels im Schnitt 1160 kWh Strom pro Tag, das entspricht dem Bedarf von 100 Einfamilienhäusern. (ts)

Der breite Firmenmix gibt den Unternehmen die Möglichkeit für den Austausch und die Nutzung von Synergien.

Der breite Firmenmix gibt den Unternehmen die Möglichkeit für den Austausch und die Nutzung von Synergien.

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