GAMS: Lernen ist eine komplexe Sache

An der 18. Hauptversammlung der Kinderbetreuung Grabs-Gams-Sevelen stand das Referat von Nina Josat aus Grabs, Lerntherapeutin ILT, zum Thema Lernen im Zentrum.

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Präsidentin Jeanette Mösli (rechts) übergibt der Referentin Nina Josat ein «Dankeschön». (Bild: PD)

Präsidentin Jeanette Mösli (rechts) übergibt der Referentin Nina Josat ein «Dankeschön». (Bild: PD)

Nina Josat zeigte im Alterswohnheim Möösli eindrücklich auf, wie komplex das Lernen ist, verbunden mit der ganzen Persönlichkeit und ihren Emotionen. Lernen erfordert Fähigkeiten wie Lern- und Selbstkompetenz, Persönlichkeits- und Beziehungskompetenz. Diese Grundlagen werden von klein auf in verschiedenen Lebenssituationen geübt. Kinder (und Erwachsene) bringen sehr individuelle Fähigkeiten mit. Treten ernsthafte Lernpro­bleme auf, kann eine Lerntherapie helfen, eigene Ressourcen zu erkennen, sie zu nutzen und Kompetenzen zu erweitern. Lernen macht wieder Freude, sobald sich Erfolg einstellt. Gemäss Nina Josat ist Lerntherapie keine Nachhilfestunde, sondern der Lernstoff kann ein Mittel zum Zweck sein, um an den Ursachen des Problems zu arbeiten.

Anhand des Beispiels Hausaufgaben gab sie den zahlreichen Gästen und dem fast vollzählig anwesenden Betreuungsteam ein paar Inputs, um Motivation und Kooperation zu verstärken. Gute Rahmenbedingungen für freies Spiel und das Miteinander im normalen Alltag birgt manche Lernsituation, die das Kind weiterbringt. Das Thema Lernen ist in der Betreuung und für den Verein als Ausbildungsbetrieb allgegenwärtig.

Die Traktanden konnten zügig behandelt werden. Aus dem Jahresbericht wurden einige Schwerpunkte erörtert. Die erfolgreiche Eröffnung des Schülerhorts Purzelbaum in Haag im ­August 2016 gehört dazu. Das Eingewöhnungskonzept für Kita-Kinder wurde intensiv überarbeitet. Ein Eingewöhnungskonzept für Hort-Kinder, das speziell die Übergänge (Kita – Hort – Schule) berücksichtigt, wird Mitte 2017 eingeführt. Mit den Bewohnern des Altersheims Stütlihus erlebten die Kita- und Hort-Kinder eindrückliche Nachmittage. Gemeinsame Anlässe und Aktivitäten sind auch für das Jahr 2017 geplant.

Auslastung über den Erwartungen

Die insgesamt 78 Plätze waren besser ausgelastet als erwartet. Aus diesem Grund und dank der guten Personalplanung mit Nutzung von Synergien resultiert ein Gewinn von 17039 Franken. Der Betriebsertrag liegt bei 1,254 Mio. Franken. Die Beiträge der öffentlichen Hand ermöglichen einkommensabhängige Tarife. Die Ausgaben betragen 1,237 Mio. Franken.

Zum Abschluss betonte Präsidentin Jeanette Mösli, wie wichtig eine langfristig gesicherte Finanzierung für die Institution ist. Das betriebswirtschaftliche und das soziale Risiko müssten berücksichtigt werden. Mit einem grossen Dankeschön an alle Beteiligten und einem feinen Apéro aus der Küche des Alterswohnheims Möösli endete die HV. (pd)