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GAMS: Kraftwerk aus Fassade und Dach

Mit ihrem Vorzeigeobjekt «Energiepark Gams» demonstriert die Heizplan AG, dass die Fassade eines ­Gebäudes den gesamten Strombedarf eines Industriebetriebes erzeugen kann: Heizung, Licht und Mobilität.
Ursula Wegstein
Auf Schienen werden die Solarelemente befestigt. (Bilder: Ursula Wegstein)

Auf Schienen werden die Solarelemente befestigt. (Bilder: Ursula Wegstein)

Ursula Wegstein

ursula.wegstein@wundo.ch

«Alle fragen nach der Zukunft», sagt Peter Schibli, Geschäftsführer und Mitinhaber der Heizplan AG. «Das ist die Zukunft.» Die Idee sei das Neue: Dass die Südfassade und später auch das Dach für das gesamte Gebäude Solarstrom erzeugen kann. Solarpanels an der Aussenfassade produzieren Sonnenenergie, die den kom­pletten Energiebedarf für Beleuchtung, Heizung durch Wärme­pumpen und für Elektrofahrzeuge deckt. Sämtliche Mieter und Eigentümer arbeiten mit Solarstrom. «Eigentlich bräuchten wir gar kein Stromnetz mehr», resümiert Peter ­Schibli. Im Vollausbau könne das Gebäude umfangmässig Strom für 100 Wohnungen erzeugen. Der erzeugte Strom wird selbst genutzt, im Rahmen der neuen Möglichkeiten ab 1. Januar 2018 in der Verbrauchsgemeinschaft an hauseigene Mieter weitergegeben oder ins Netz eingespeist.

Strom zum Netztarif selbst erzeugen

Anfang des neuen Jahres soll die komplette Vision dieses inno­vativen Vorzeigeobjekts für KMU- und Industriebetriebe, aber auch für Einfamilienhäuser umgesetzt sein. «Die Kosten für die Foto­voltaikfassade ermöglichen es inzwischen, den Strom zum Netztarif selbst zu erzeugen. Das ist etwas Neues», freut sich ­Schibli.

Weitere Neuheiten sind sieben Wärmepumpen in leistungsorientierter Invertertechnik, für jeden Hallenteil eine, die sich kaskadenmässig zusammenschalten lassen. Luftwärme­pumpen, die mit selbst erzeugtem Strom arbeiten. Leistungsreguliert heisst: Geheizt wird, wenn die Sonne scheint. Entsteht bei viel Sonne überschüssiger Strom, lässt sich diese gewonnene Energie als Heizungswärme im Boden speichern. «Ökologischer geht’s nicht», erzählt Peter Schibli voller Stolz. Sinn sei es, möglichst die gewonnene Energie für das Gebäude selbst zu verwenden, anstatt sie für einen niedrigen Tarif ins Netz zu leiten. Die Idee ist auch, über den sogenannten «Smart Meter» die Verbindung der Energie im Gebäude zu ­steuern. Über einen Touchscreen sei genau zu erkennen, wo im Moment Energie produziert oder Energie benötigt werde.

Im Fassadenbereich neue Entwicklung ausgelöst

Das Licht entspreche der neuesten Generation von Industrielicht: Es lässt sich sowohl über Bewegungssensoren intelligent schalten als auch über das Tageslicht nach Sequenzen und Szenen steuern. Dies erfolgt über Sen­soren an jeder Leuchte, die zum einen Bewegung, zum andern das Tageslicht messen. Im nächsten Jahr werde das alles im Internet verbunden und lässt sich dann auch über das Internet ansteuern.

Die Heizplan AG hat mit ihrer Vision im Fassadenbereich eine neue Entwicklung angestossen und ist darin in der Ostschweiz führend. «Wir passen uns immer der neuesten Technik an», so Peter Schibli weiter. «Manchmal muss man allerdings auch warten, bis etwas erst reif genug ist.» Vier bis fünf Projekte sind bereits aus dieser Idee entstanden. Unter ­anderem die neue Staubernbahn in Frümsen oder das Rechen­zentrum in Gais.

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