GAMS: Ein wahres Fest für alle Kulturen

Generationenübergreifend, gefühlsvoll und bereichernd: All das boten der Begegnungsanlass mit unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie zahlreiche Gäste im Alterswohnheim Möösli.

Heidy Beyeler
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Diese bosnische Tanzgruppe sorgte ebenso für traditionsreiche Darbietungen aus ihrer ursprünglichen Heimat wie der Chor Tanto pe cantà mit Weisen aus dem Tessin oder Italien. (Bild: Heidy Beyeler)

Diese bosnische Tanzgruppe sorgte ebenso für traditionsreiche Darbietungen aus ihrer ursprünglichen Heimat wie der Chor Tanto pe cantà mit Weisen aus dem Tessin oder Italien. (Bild: Heidy Beyeler)

Im Rahmen eines Begegnungsanlasses «Migration im Alter» trafen sich viele Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zu einem gemütlichen Beisammensein mit Unterhaltung und einem guten Essen im Alterswohnheim Möösli. Der Anlass wurde von Christa Knupp initiiert und mit Mitarbeitenden des Alterswohnheims Möösli und der Stiftung Mintegra organisiert.

«Heute ist ein ganz spezieller Tag. Wir möchten uns gegenseitig näher kennen lernen und besser verstehen können.» Ein einziger Tag genüge zwar nicht, der Anlass solle aber zu einer besseren Verständigung unter den Kulturen beitragen. So begrüsste Christa Knupp, Präsidentin Heimkommission Möösli, am Samstag die zahlreichen Gäste sowie die Bewohner des Alterswohnheims.

Speisen wie im Morgenland oder im Schlaraffenland

Anschliessend trat der italienische Chor Tanto pe cantà auf die Bühne. Die Sängerinnen und Sänger aus der Region (Werdenberg, Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg) liessen mit ihren schönen Weisen aus dem Tessin und aus Italien die Herzen der Zuhörenden höher schlagen. Während die Italiener sangen, waren in der Küche geflüchtete Männer aus Afghanistan emsig am Werk, um ein feines orientalisches Gericht zuzubereiten. Portugiesische Frauen fertigten ein reichhaltiges Vorspeisebuffet mit Spezialitäten aus ihrer Heimat. Von der immensen Gastfreundschaft der Mitgrantinnen und Migranten schwärmten die Bewohner vom «Möösli» und genossen die fremdländischen Speisen. Einmal mehr wurde bewusst, dass Musik und Essen Menschen aus verschiedenen Ländern verbindet – auch wenn sie sich da und dort mit der Sprache etwas schwertaten.

Für den kreativen Nachtisch sorgten Frauen aus Kroatien. Jeder und jede konnte von allen Kuchenvariationen naschen. Bewohner und Gäste stürzten sich buchstäblich auf die süssen Häppchen, die aussahen, als ob sie von einer Confiserie stammen würden. Sie schmeckten herrlich zum Kaffee. Dazu führte die bosnische Tanzgruppe Kud Eschen Volkstänze aus ihrem Heimatland auf. Dazu trugen sie die bosnische Tracht, die an Erzählungen aus «Tausendundeiner Nacht» erinnerte.

Es war ein fröhliches Fest, bei dem sich Menschen – Alt und Jung – aus verschiedenen Kulturkreisen angeregt unterhielten, über das gute Essen sprachen und gegenseitig die Rezepte der verschiedenen Leckereien austauschten. Zu diesem Anlass kamen auch Gäste aus verschiedenen Ländern, die schon etliche Jahre in der Region leben und arbeiten. In der Küche packten Männer aus Afghanistan bzw. aus dem Iran tatkräftig zu. Derzeit wohnen sie am Gamserberg, arbeiten zwei Tage in der Woche im «Möösli», verrichten mittags und abends den Abwasch und putzen die Küche. Küchenchef Erich Bollhalder rühmt ihre Arbeit und stellte fest: «In Bezug auf Sauberkeit könnten sich da und dort Leute von diesen Männern eine Scheibe abschneiden».