GAMPRIN: «Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?»

Als Belohnung für ihre Leistungen durften die Absolventen der BMS Liechtenstein ihre Maturazeugnisse entgegennehmen. Die besten Notendurchschnitte erlangten Silvan Neff und Leon Schädler.

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Die Absolventinnen und Absolventen der BMS Liechtenstein auf einen Blick. Elf davon wohnen in der Region Werdenberg. (Bild: Paul Trummer)

Die Absolventinnen und Absolventen der BMS Liechtenstein auf einen Blick. Elf davon wohnen in der Region Werdenberg. (Bild: Paul Trummer)

Ob berufsbegleitend während zweier Jahre oder Vollzeit während eines Jahrs: Die Absolventinnen und Absolventen der Berufs­maturitätsschule Liechtenstein mussten viel Durchhaltewillen und Fleiss beweisen, um am Schluss erfolgreich zu sein.

Im Gemeindesaal in Gamprin überreichte ihnen Schulamts­leiter Arnold Kind die wohlverdienten Maturazeugnisse. Einen besonderen Erfolg durften zwei junge Herren feiern, welche die Berufsmatura als Jahrgangsbeste abschliessen konnten. Im Namen der Industrie- und Handels­kammer Liechtenstein überreichte Brigitte Haas einen Preis an Leon Schädler, der mit einer Note von 5,35 bester Absolvent der berufsbegleitenden Ausbildung ist. Als bester Absolvent des Vollzeitlehrgangs wurde Silvan Neff mit der Note 5,66 geehrt, der von Mario Wohlwend einen Preis der Martin-Hilti-Stiftung überreicht bekam.

Das Segel bestimmt die Richtung

Rektor Reinhard Sachs ist stolz auf die Maturandinnen und Maturanden, die er in seiner Begrüssungsrede mit Automobilrennsportlern vergleicht. «Die Studierenden nahmen Platz in einem Cockpit. Das Cockpit ist vergleichbar mit der Schulbank, die sie über ein Jahr oder zwei Jahre gedrückt haben.» Und genau wie der Automobilrennsportler ein Ziel vor sich habe, hätten auch die Absolventen der BMS ein klares Ziel verfolgt. Schön zu sehen sei aber, dass nicht gegeneinander gefahren wurde, sondern miteinander. Am Ende seien sie alle im obersten Drehzahlbereich ge­fahren und so freut es Reinhard Sachs, dass nun die Zielgerade überquert werden konnte.

Darüber freut sich auch Schulamtsleiter Arnold Kind. Aber was kommt als nächstes? Diese Zielgerade ist vielmehr ein Etappenziel im Berufsleben. «Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?», fragt Kind deshalb. Besonders im Hinblick auf das Erlangen der Matura und die Entscheidung, welcher Weg nun eingeschlagen werden soll, habe sich der eine oder die andere diese Frage vielleicht auch selbst gestellt. «Man würde von jungen Menschen erwarten, viele unterschiedliche und spannende Antworten auf diese Frage zu hören.» Aus eigener Erfahrung könne er aber sagen, dass die Antworten nicht sehr vielseitig seien. «Ich weiss es noch nicht genau», bekomme man meistens zu hören. «Wir haben oft die Tendenz, unseren Blick nach vorne zu richten und unbestreitbar ist es wichtig, Ziele und Träume zu haben», sagt Kind.

Die Gegenwart solle dabei aber nicht vergessen werden, denn manchmal lohne es sich, innezuhalten und den Moment zu geniessen – Momente wie die Maturafeier am Mittwochabend.

Nicht genau zu wissen, wohin der Weg führe, sei nicht zwingend etwas Schlechtes. Einen Weg zu gehen und dabei stets die Offenheit und den Wissensdurst beizubehalten, das berge auch viele Chancen. Denn für neue Wege sind die Absolventinnen und Absolventen der BMS Liechtenstein gewappnet. «Mit dem Erlangen der Berufsmaturität ­haben Sie sich aber ein funktionstüchtiges Segelschiff konstruiert», motiviert Arnold Kind die Maturandinnen und Maturanden, neue Wege einzuschlagen und Neu­anfänge nicht zu fürchten. Mit diesem neu konstruierten Schiff lasse sich das Meer erkunden und schliesslich bestimme nicht der Wind die Richtung, sondern das Segel. (rno)

Maturae und Maturi aus dem W&O-Gebiet

VTW 1/2: Tobias Tinner, Haag; ­Tizian Ulber, Buchs; Marko Matijas, Buchs; David Telic, Trübbach

VW 1/2: Dario Fuoco, Sevelen: Kevin Kruspan, Grabs

GH 3/4: Ana Selina Fernandes Silva, Sevelen

T 3/4: Marcel Nenning, Buchs; Patrick Büchele, Azmoos; Florian Göldi, Buchs; Andreas Sprecher, Grabserberg