Gäste sollen sich uns anpassen

«Hygiene, Moral und Emotionen», Ausgabe vom 2. März

Gerhard Thun, Bernhardswiesstrasse 16, St. Gallen
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Nun sind wir schon so weit, dass man versucht, uns gewisse Baderegeln zu diktieren oder aufzuerlegen. Wir haben uns sehr daran gestört. Es gibt tatsächlich viele Menschen, die gleicher Meinung sind wie ich und sich ebenso daran stören. Wir sind im europäischen Land mit gewissen Hinweisen auf die bis dato ausgeführten Regeln, die eigentlich keine Gesetze brauchten, um zu sagen, wie man sich bekleiden muss. Und nun kommen momentan noch wenige, aber wohl bald in grösseren Mengen, Menschen aus anderen Ländern, um zu zeigen, dass sie uns durch Bekleidung sagen möchten, dass sie nicht zu uns gehören. Sie wollen betonen, dass sie einer Religion zugehören, die man sichtbar zeigt – die aber keinesfalls unsere ist.

Was soll dieser Unsinn? Wie duschen sich die so bekleideten Menschen? Man toleriert es hier, aber mit dem Hintergedanken, dass man es wohl hinnehmen muss. Wenn das Schule macht und man die Burkini akzeptiert in der Meinung, die Kasse würde vermehrt klingeln, ist das womöglich ein Schuss nach hinten. Wir müssen jetzt sagen, dass die Burkini nicht erlaubt sind. Auch wenn es einigen Menschen nicht passt. Die wollen dadurch nur kundtun, dass sie einer anderen Glaubensrichtung angehören. Machen wir das denn auch? Nein, wir würden uns Land und Leuten anpassen, auf keinen Fall eine negative Diskussion heraufbeschwören. Die fast entschuldigenden Worte von gewissen Leuten, die meinen, sie seien im Recht, haben absolut keinen positiven Aussageeffekt. Wir werden wohl nicht mehr den Urlaub dort verbringen. Der Geschäftsführer versteht die Aufregung nicht? Aber wer regt sich denn auf? Hierzu darf jeder Mensch seine Meinung haben. Wenn wir diese sagen, weisen wir berechtigt auf ein aktuelles Thema hin.

Wo kommen wir denn hin, wenn man uns befiehlt, was wir zu denken und zu tun haben? Das hat sicher nichts mit einer rassistischen Denkweise zu tun. Wer das meint, hat sich mit der Materie nicht befasst.

Wie Herr Grünenfelder meint, spricht kein Argument gegen das Tragen eines Burkinis. Da scheint doch ein Irrtum vorzuliegen. Aber dann werden schon gewisse Gründe hervorgehoben, eben aus Sicherheitsbedenken. Zudem redet man von arabischen Gästen und appelliert an die Badegäste. Es gibt nur die eine Regel: Die Gäste passen sich an die in unserem Land herrschenden Gebräuche an, nicht wir unterwerfen uns den Sitten der Urlauber. Wenn man sich dazu entscheidet, die Burkinis zu erlauben, ist das ein absolut unsagbarer Entscheid.

Man möge an die schon erwähnten Schweizer und Schweizerinnen denken. Wir wollen Ruhe im Land und auch in den Badezonen. Da mögen wohl viele hinsehen, wenn eine mit Burkini Bekleidete vorbeizieht, aber man wird nichts sagen, doch Gedanken sind frei und die gibt es zur Genüge. Muss man noch mehr zu Papier bringen? Wir haben es nicht gerne, wenn erst eine, dann viele Burkinis vorbeischwimmen.

Gerhard Thun, Bernhardswiesstrasse 16, St. Gallen