Fussweg ist bald wieder begehbar

Nun ist der Wanderweg von Oberschan über Lavadarsch, Matug nach Sargans wieder begehbar. Um diese beliebte Wanderstrecke wieder passierbar zu machen, musste eine neue, neuneinhalb Meter lange Brücke erstellt werden.

Heidy Beyeler
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WARTAU. Das Einsatzteam der Rotex-Helicopter AG, mit Standort Balzers, hat ganze Arbeit geleistet. Zwar entsprach die ganze Übung nicht dem Schweizer Chronometer. Für Verspätungen mussten andere Zwischenfälle geradestehen. «Bei Helikopter- Einsätzen kann immer etwas dazwischen kommen», kommentierte der erfahrene Jakob Gabathuler gelassen.

Nach gefühltem, langem Warten wurde schliesslich der Helikopter mit seiner Ladung angekündigt. Und dann ging es ratzfatz. Nach circa fünf Minuten schwebte der Helikopter über den Häuptern der Anwesenden.

Es hat alles gepasst

Ob der Pilot die richtige Stelle finden wird, mitsamt der Brücke, die etwa 1,6 Tonnen wog? Kein Problem: Dank den beiden einweisenden Fachleuten aus dem Rotorex-Team Roger Eugster und Florian Oberhofer verlief dieser Part hervorragend. Kaum war die Brücke positioniert, rief Roger Euster: «In han huerä Freud – tiptop.» Das war eine beeindruckende Leistung aller Beteiligten.

Zum Schluss lobte Einsatzleiter Rotorex, Reto Giezendanner, das Team aus Azmoos: «Jakob Gabathuler und seine Helfer haben ganze Arbeit geleistet. Die Brücke haben sie dort gebaut, wo sie für uns mit dem Helikopter ohne grossen Aufwand abholbar war. Sie haben das noch feuchte Holz der Brücke im fertigen Zustand trocknen lassen, so dass das Gewicht unter zwei Tonnen fiel, und sie haben den Standort, wo die Brücke vorgesehen war, vorbildlich vorbereitet.»

Für die Zukunft

Unter der Leitung von Jakob Gabathuler, pensionierter Förster, wurde eine um viereinhalb Meter längere Brücke gebaut als jene, die dem Murgang zum Opfer fiel. Damit konnte der Abstand zum natürlichen Bachbett des Rüthi-Lochbachs deutlich erhöht werden «Nun möge diese Brücke noch viele Jahre den Naturgewalten widerstehen», wünschen sich die vier aktiven Pensionisten Jakob Gabathuler, Silvio Crameri, Albert Dünki und Paul Hobi.

Die vier Mannen sind stolz, ihren Beitrag zum Allgemeinwohl geleistet zu haben. Seit heute können wanderfreudige Ausflügler aus der Region sowie Touristen, welche im Werdenberg auf Entdeckungsreise gehen, den lokalen Höhenweg wieder benützen. Die tatkräftigen Männer sind aber auch stolz darauf, dass die Gemeinde und der Verkehrsverein einen Obolus hergeben und die Ortsgemeinde grosse Unterstützung bietet.

Regionaler Höhenweg

Im Gespräch präzisiert Jakob Gabathuler, dass die neue Brücke zum lokalen Höhenweg gehöre und nicht zum Rheintaler Höhenweg, der sich weiter oben befinde. «Mit der neuen Brücke gewinnt der lokale Höhenweg von Oberschan über Lavadarsch und Matug nach Sargans wiederum grosse Bedeutung», stellte Gabathuler überzeugend fest. Er muss es ja auch wissen, schliesslich kennt er als ehemaliger Wartauer Förster diese Gegend in- und auswendig.

Allerdings – das darf man wohl sagen – sei auch hier zu gutem Schuhwerk, guter Kondition und optimaler Wanderausrüstung geraten. Eine gemütliche Einkehr ist den Wanderern im Bergrestaurant Lavadarsch gewiss, bevor man vorbei am Bunker Matug Sargans erreicht.