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FUSSBALL: «Wir müssen mehr miteinander reden»

Der FC Haag steigt ambitiös in die Spielzeit 2017/18. Trainer Raphael Weiss sieht einen Vorteil darin, dass er mit der jungen Crew in die zweite gemeinsame Saison geht und er eine Leistungssteigerung ausgemacht hat. Das Ziel ist ein Platz unter den ersten drei.
Robert Kucera
Spielertrainer Raphael Weiss (am Ball) visiert mit seinem Team die Top 3 der 4. Liga Gruppe 3 an. (Bild: Robert Kucera)

Spielertrainer Raphael Weiss (am Ball) visiert mit seinem Team die Top 3 der 4. Liga Gruppe 3 an. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

«Ich habe ein ganz gutes Gefühl», äussert sich Raphael Weiss vor dem Saisonstart. Der Spielertrainer des FC Haag strahlt Zuversicht aus. Letzte Saison war er noch der Neue – ein Trainer, der mit seinem Team und dem Verein erst mal vertraut werden musste. «Jetzt kenne ich die Jungs immer besser. Was sie für Typen sind, was sie vom Fussballerischen her können und was sie mitbringen», sagt Weiss und schwärmt: «Das ist so eine tolle Mannschaft. Die haben Bock, Lust, sind hungrig.»

Ideale Voraussetzungen also, um den FC Haag endgültig zurück in die Spitzengruppe der 4. Liga Gruppe 3 zu bringen. Dass es einfacher gehen könnte als letzte Saison, so mutmasst Weiss, könnte auch daran liegen, dass er mit Daniel Hanselmann einen Ur-Haager als Coach an seiner Seite weiss. «Er kennt jeden, schon von jung auf. So einen brauchst du als Spielertrainer an der Seitenlinie.»

Das Team will unter die ersten drei

Und so darf Trainer Raphael Weiss, mit 30 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehörend, auch auf dem Platz noch Akzente setzen. «Ich spiele brutal gerne», verrät er, weist aber auch darauf hin, dass er sofort einem jüngeren Spieler den Vortritt lässt, wenn die Zeit reif ist. «Ich kann auch auf der Bank hocken, wenn es Leute gibt, die besser sind.» Ob dies schon diese Saison der Fall sein wird? Die jungen Spieler lernen schnell, sind rasch ein ­fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Und die nächsten Talente brennen auf ihre Chance. Haag hat in den letzten Jahren viel Druck betreffend Ambitionen von sich genommen, um ­etwas Neues aufzubauen. Die Philosophie des FC Haag, mit eigenen ­Junioren zu arbeiten und diese laufend ins Fanionteam zu inte­grieren, behagt Weiss. Er freut sich denn auch sehr über die Fortschritte der jüngsten ­Akteure. «Cool, wie die Jungen nachkommen, wie die Erfahrenen sie aufnehmen», dokumentiert er auch den ausgezeichneten Teamgeist.

Unter solchen Voraussetzungen lassen sich auch besser Pläne betreffend Tabellenpositionen schmieden. Das Team will die Meisterschaft unter den ersten drei beenden. «Die Mannschaft kann dies packen, wenn alle Gas geben, am selben Strang ziehen», ist Raphael Weiss optimistisch und relativierend zugleich. Bei allem Talent, bei allen erzielten Fortschritten und dem Trumpf der verschworenen Einheit weiss der erfahrene Fussballer genau, dass ohne harte Arbeit auch in der 4. Liga kein Spitzenplatz drinliegt.

«Es wird enger als letzte Saison»

Neben Fleiss fordert der Trainer diese Saison auch mehr Konstanz. Guten Matches folgten in der letzten Spielzeit zu oft miserable Vorstellungen. «Wir haben gegen Gegner verloren, gegen die man nicht verlieren darf. Doch dies hat auch viel mit Erfahrung zu tun.» Der Trainer übt auch Selbstkritik: «Wenn es nicht läuft, probiert man als Spielertrainer Sachen aus. Einmal spielte ich hinten, dann im Mittelfeld, ein anderes Mal im Sturm – das ergibt keine Konstanz.» Einen weiteren Fortschritt will Weiss in der Kommunikation auf dem Feld sehen. «Das ist wie auf einem Friedhof», dokumentiert er die Stille. «Wir müssen mehr miteinander reden, mit Worten positiv auf Mitspieler einwirken.» Ausserdem will der Trainer das Haager Spiel weiter kultivieren. Der Ball soll beim Passspiel in die Füsse gespielt werden. «In Haag hat man schon vor meiner Zeit schön Fussball gespielt. Aber jetzt ist es eine Schippe besser geworden. Aber am Ende des Lernprozesses sind wir nicht», mahnt Weiss.

Im Kampf um die Tabellenspitze erwartet er vor allem die Werdenberger. Favoriten auf Platz eins sind automatisch der letztjährige Absteiger (Sevelen) und jenes Teams, das die Saison als Zweiter beendet hat (Gams). «Es wird enger als letzte Saison», orakelt Raphael Weiss. Einen Durchmarsch wie es Triesenberg gelang, wird es wohl nicht geben. Doch zunächst sei aus Haager Sicht ein guter Saisonstart das Wichtigste. Zum Auswärtsspiel am Sonntagmorgen in Weesen äussert sich Weiss wie folgt: «Erst gehen wir gemeinsam früh­stücken, dann direkt zum ersten Saisonsieg. Auf meinen Trainingsplan ist für dieses Spiel eine Drei vermerkt.»

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